Anky­lo­sie­rende-Spon­dy­li­tis

Die Anky­lo­sie­rende-Spon­dy­li­tis ist eine Form der Arthri­tis, die die Wir­bel­säule betrifft. Zu den Sym­pto­men der Mor­bus Bech­te­rew gehö­ren Schmer­zen und Steif­heit vom Hals bis zum unte­ren Rücken. Die Kno­chen (Wir­bel) der Wir­bel­säule ver­wach­sen mit­ein­an­der, so dass eine starre Wir­bel­säule ent­steht. Diese Ver­än­de­run­gen kön­nen leicht oder schwer­wie­gend sein und zu einer gebeug­ten Hal­tung füh­ren. Eine früh­zei­tige Dia­gnose und Behand­lung hilft, Schmer­zen und Stei­fig­keit zu kon­trol­lie­ren und kann erheb­li­che Defor­ma­tio­nen redu­zie­ren oder ver­hin­dern.

Wer ist von der Anky­lo­sie­ren­den Spon­dy­li­tis betrof­fen ?

Die Anky­lose-Spon­dy­li­tis betrifft etwa 0,1% bis 0,5% der erwach­se­nen Bevöl­ke­rung. Obwohl es in jedem Alter auf­tre­ten kann, trifft die Spon­dy­li­tis am häu­figs­ten Män­ner im Teen­ager­al­ter und im Alter von ca. 20 Jah­ren. Es ist bei Frauen weni­ger häu­fig und meist weni­ger aus­ge­prägt.

Was sind die Sym­ptome der Anky­lo­sie­ren­den Spon­dy­li­tis ?

Zu den häu­figs­ten Früh­sym­pto­men der Mor­bus Bech­te­rew gehö­ren :

  • Schmer­zen und Stei­fig­keit. 
  • Kon­stante Schmer­zen und Steif­heit im unte­ren Rücken, Gesäß und Hüf­ten, die mehr als drei Monate andau­ern.

Die Spon­dy­li­tis beginnt oft um die Kreuz­bein­ge­lenke herum, wo das Kreuz­bein (der unterste Haupt­teil der Wir­bel­säule) mit dem Hüft­bein des Beckens im unte­ren Rücken­be­reich ver­bun­den ist.

Kno­chen­fu­sion

Die Anky­lo­sie­rende Spon­dy­li­tis kann zu einer Über­wu­che­rung der Kno­chen füh­ren, was zu einer abnor­ma­len Ver­bin­dung der Kno­chen füh­ren kann, die als „Kno­chen­fu­sion” bezeich­net wird. Fusio­nen, die sich auf die Kno­chen von Hals, Rücken oder Hüfte aus­wir­ken, kön­nen die Fähig­keit einer Per­son zur Durch­füh­rung von Rou­ti­ne­tä­tig­kei­ten beein­träch­ti­gen. Die Fusion der Rip­pen mit der Wir­bel­säule oder dem Brust­bein kann die Fähig­keit einer Per­son ein­schrän­ken, ihre Brust zu deh­nen, wenn sie tief durch­at­met.

Schmer­zen in Bän­dern und Seh­nen

Die Spon­dy­li­tis kann auch Bän­der und Seh­nen betref­fen, die an den Kno­chen haf­ten. Ten­do­ni­tis (Seh­nen­ent­zün­dung) kann Schmer­zen und Steif­heit im Bereich hin­ter oder unter der Ferse ver­ur­sa­chen, wie z.B. die Achil­les­sehne an der Rück­seite des Knö­chels.

Die Anky­lose-Spon­dy­li­tis ist eine sys­te­mi­sche Erkran­kung, d.h. die Sym­ptome dür­fen sich nicht auf die Gelenke beschrän­ken. Men­schen mit der Erkran­kung kön­nen auch unter Fie­ber, Müdig­keit und Appe­tit­lo­sig­keit lei­den. Bei eini­gen Men­schen mit Spon­dy­li­tis kommt es zu einer Augen­ent­zün­dung (Rötung und Schmer­zen). In sel­te­nen Fäl­len kön­nen sich auch Lun­gen- und Herz­pro­bleme ent­wi­ckeln.

Was ver­ur­sacht die Anky­lo­sie­rende Spon­dy­li­tis ?

Obwohl die Ursa­che der Mor­bus Bech­te­rew unbe­kannt ist, gibt es eine starke gene­ti­sche oder fami­liäre Ver­bin­dung. Die über­wie­gende Mehr­heit, aber nicht alle, Men­schen mit Spon­dy­li­tis tra­gen ein Gen namens HLA-B27. Obwohl Men­schen, die die­ses Gen tra­gen, eher eine Spon­dy­li­tis ent­wi­ckeln, kommt sie auch bei bis zu 10% der Men­schen vor, die keine Anzei­chen der Erkran­kung haben.

Wie wird die Anky­lose-Spon­dy­li­tis dia­gnos­ti­ziert ?

Die Dia­gnose der Mor­bus Bech­te­rew basiert auf meh­re­ren Fak­to­ren, dar­un­ter :

  • Sym­ptome
  • Ergeb­nisse einer kör­per­li­chen Unter­su­chung
  • Rönt­gen­auf­nah­men von Rücken und Becken
  • Mes­sun­gen der Brust beim Atmen
  • Ergeb­nisse der Labor­un­ter­su­chun­gen