Das Nie­ren­ver­sa­gen

Chro­ni­sche Nie­ren­er­kran­kung (CKD, auch bekannt als chro­ni­sches Nie­ren­ver­sa­gen) ist eine Erkran­kung der Niere.

Chro­ni­sche Nie­ren­er­kran­kun­gen tre­ten bei lang­fris­ti­gen Nie­ren­er­kran­kun­gen auf, was zu einem all­mäh­li­chen Rück­gang der Nie­ren­funk­tion im Laufe der Zeit führt.

Es gibt vier Haupt­ur­sa­chen für chro­ni­sche Nie­ren­er­kran­kun­gen :

Glome­ru­läre Erkran­kung (z.B. Glome­ru­lo­n­e­phri­tis);
Tubu­loin­ter­s­ti­ti­elle Erkran­kung (z.B. ver­län­gerte Obstruk­tion);
Gefäß­er­kran­kun­gen (z.B. Athe­ro­skle­rose); und
Zys­ti­sche Erkran­kung (z.B. poly­zys­ti­sche Nie­ren­er­kran­kung bei Erwach­se­nen).

Es ist wich­tig, die Ana­to­mie der Niere zu ver­ste­hen, damit Sie wis­sen, wie sich die Krank­hei­ten auf sie aus­wir­ken. Chro­ni­sche Nie­ren­er­kran­kun­gen betref­fen die bei­den grund­le­gen­den Teile der Niere, den Glome­ru­lus und die Tubuli. Es gibt Mil­lio­nen von Glome­ruli in jeder Niere, und das sind sehr kleine Bün­del win­zi­ger Blut­ge­fäße, durch die Blut gepumpt wird. Der Druck in die­sem Gefäß­bün­del ist sehr hoch, so dass ein Teil der Flüs­sig­keit aus ihnen her­aus­ge­drückt wird (zusam­men mit ver­schie­de­nen Sub­stan­zen, die der Kör­per ent­sor­gen will) und diese Flüs­sig­keit in den Tubuli gesam­melt wird.

Die Tubuli fil­tern diese Flüs­sig­keit wei­ter, ent­fer­nen einige Sub­stan­zen, die der Kör­per behal­ten möchte, und ent­sor­gen einige Gift­stoffe, die sie ent­sor­gen muss, ein­schließ­lich Harn­stoff und Krea­ti­nin. Ein Groß­teil des Was­sers wird resor­biert und hin­ter­lässt eine kon­zen­trierte Mischung aus Mine­ra­lien, Sal­zen und ande­ren Sub­stan­zen, die der Kör­per los­wer­den will. In der Regel wird das Pro­tein resor­biert und im Kör­per gehal­ten.

Bei CKD bricht die­ser Fil­tra­ti­ons­pro­zess zusam­men, so dass die Glome­ruli und Tubuli nicht mehr so gut funk­tio­nie­ren. Toxine (wie Harn­stoff) kön­nen sich auf­bauen und Pro­bleme ver­ur­sa­chen, und die Nie­ren kön­nen anfan­gen, Pro­tein in den Urin zu „sickern”. All dies kann zu sehr schwe­ren Pro­ble­men mit dem Gleich­ge­wicht der che­mi­schen Umge­bung im Kör­per füh­ren.

Zunächst ist die CKD asym­pto­ma­tisch, d.h. im Früh­sta­dium der Erkran­kung wer­den Sie keine Sym­ptome haben.

Ärzte dia­gnos­ti­zie­ren CKD, wenn Sie eine Ver­rin­ge­rung Ihrer Nie­ren­funk­tion (wie gut Ihre Nie­ren funk­tio­nie­ren) für einen Zeit­raum von 3 Mona­ten oder mehr haben. Manch­mal kann Ihre Nie­ren­funk­tion trotz zugrun­de­lie­gen­der Schä­den an den Nie­ren nor­mal sein. Liegt die­ser Scha­den län­ger als 3 Monate vor, so wird er trotz nor­ma­ler Funk­tion auch als CKD erfasst.

Risi­ko­fak­to­ren für Nie­ren­er­kran­kun­gen – Chro­ni­sches Nie­ren­ver­sa­gen
Es gibt viele Risi­ko­fak­to­ren, die CKD ver­ur­sa­chen kön­nen oder bedeu­ten, dass Sie mit grö­ße­rer Wahr­schein­lich­keit CKD bekom­men.

Risi­ko­fak­to­ren

Zu den wich­tigs­ten nicht ver­än­der­ba­ren Risi­ko­fak­to­ren (Dinge, die Sie nicht ändern kön­nen) gehö­ren :

Zuneh­men­des Alter ;
Fami­liäre Vor­ge­schichte von Nie­ren­er­kran­kun­gen ;
Gene­tik ;
Frü­here Nie­ren­er­kran­kun­gen oder Ver­let­zun­gen ;
Gerin­ges Geburts­ge­wicht ;

Zu den wich­tigs­ten ver­än­der­ba­ren Risi­ko­fak­to­ren (Dinge, die Sie ändern kön­nen) gehö­ren :

Dia­be­tes mel­li­tus ;
Blut­hoch­druck ;
Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen ;
Adi­po­si­tas ; und
Rau­chen.

Sym­ptome der Nie­ren­er­kran­kung

CKD-Sym­ptome kön­nen sub­til sein. Einige Men­schen haben keine Sym­ptome – oder glau­ben nicht, dass sie es tun. Wenn Sie eines oder meh­rere der 15 fol­gen­den Sym­ptome haben oder sich um Nie­ren­pro­bleme sor­gen, gehen Sie zu einem Arzt für Blut- und Urin­tests. Viele der Sym­ptome auf die­ser Liste kön­nen durch andere gesund­heit­li­che Pro­bleme ver­ur­sacht wer­den. Die ein­zige Mög­lich­keit, die Ursa­che Ihrer Sym­ptome zu erken­nen, ist ein Arzt­be­such.

HIN­WEIS : Kreuz­schmer­zen sind kein Zei­chen von Nie­ren­er­kran­kun­gen. Deine Nie­ren sind über dei­ner Taille in der Rück­seite dei­nes Kör­pers. Wenn Sie dort Schmer­zen haben, infor­mie­ren Sie Ihren Arzt.

1. Müdig­keit – die ganze Zeit müde sein

Gesunde Nie­ren bil­den ein Hor­mon namens Ery­thro­poie­tin, oder EPO, das Ihrem Kör­per sagt, dass er sauer­stoff­tra­gende rote Blut­kör­per­chen her­stel­len soll. Wenn die Nie­ren ver­sa­gen, pro­du­zie­ren sie weni­ger EPO. Mit weni­ger roten Blut­kör­per­chen, die Sauer­stoff trans­por­tie­ren, rei­fen Ihre Mus­keln und Ihr Gehirn sehr schnell. Das ist Anämie, und sie kann behan­delt wer­den.

2. sich kalt füh­len – wenn andere warm sind.

Anämie kann dazu füh­ren, dass Sie sich die ganze Zeit kalt füh­len, sogar in einem war­men Raum.

3. Kurz­at­mig­keit – schon nach wenig Anstren­gung

Atem­not kann auf zwei Arten mit den Nie­ren ver­bun­den sein. Ers­tens, zusätz­li­che Flüs­sig­keit im Kör­per kann sich in der Lunge ansam­meln. Und zwei­tens kann Anämie (ein Man­gel an sauer­stoff­füh­ren­den roten Blut­kör­per­chen) den Kör­per sauer­stoff­arm und kurz­at­mig machen.

4. sich schwach, schwin­de­lig oder schwach füh­len.

Anämie im Zusam­men­hang mit Nie­ren­ver­sa­gen bedeu­tet, dass das Gehirn nicht genü­gend Sauer­stoff bekommt. Dies kann dazu füh­ren, dass Sie sich schwach, schwin­de­lig oder schwach füh­len.

5. Jucken­des Gefühl

Die Nie­ren ent­fer­nen Abfälle aus dem Blut­kreis­lauf. Wenn die Nie­ren ver­sa­gen, kann der Auf­bau von Abfäl­len im Blut zu star­kem Juck­reiz füh­ren.

6. Schwel­lun­gen an Hän­den oder Füßen

Ver­sa­gende Nie­ren ent­fer­nen keine zusätz­li­che Flüs­sig­keit, die sich in Ihrem Kör­per ansam­melt und zu Schwel­lun­gen in den Bei­nen, Knö­cheln, Füßen und/​oder Hän­den führt.

7. Lebens­mit­tel schme­cken wie Metall

Eine Ansamm­lung von Abfäl­len im Blut (Urämie genannt) kann dazu füh­ren, dass Lebens­mit­tel anders schme­cken und schlech­ten Atem ver­ur­sa­chen. Sie kön­nen auch bemer­ken, dass Sie auf­hö­ren, Fleisch zu essen, oder dass Sie abneh­men, weil Sie ein­fach nicht mehr essen möch­ten.

8. Häu­fig nachts auf­ste­hen, um zu Uri­nie­ren.