Der Heu­schnup­fen – Ein­fach nur läs­tig

Im Früh­ling fängt es wie­der an…rotzende Nasen und zu geschwol­lene Augen…und jeder kennt einen der ihn hat – den guten alten Heu­schnup­fen.

Heu­schnup­fen (all­er­gi­sche Rhi­ni­tis) ist eine all­er­gi­sche Reak­tion auf Umwelt­all­er­gene. Es ist sehr ver­brei­tet und tritt oft im Früh­jahr auf, wenn viele Pol­len, Staub, Schim­mel­pilze und Tier­haar­par­ti­kel in der Luft sind, aber einige Men­schen kön­nen zu jeder Zeit des Jah­res Heu­schnup­fen ent­wi­ckeln. Dies wird durch die Expo­si­tion gegen­über einem aus­lö­sen­den All­er­gen beein­flusst, für das eine Per­son eine Sen­si­bi­li­tät ent­wi­ckelt hat. Die Land­wirte sind einem erhöh­ten Heu­schnup­fen­ri­siko aus­ge­setzt, da ihre Arbeits­um­ge­bung Pol­len, Staub, Schim­mel­pilze und Tier­haare pro­du­ziert.

Zu den häu­fi­gen Sym­pto­men von Heu­schnup­fen gehö­ren :

Ver­stopfte oder lau­fende Nase
Juckende Ohren, Nase und Hals
Juckende rote trä­nende Augen
Nie­sen
Kopf­schmer­zen

Manch­mal ver­schwin­det der Heu­schnup­fen ohne Behand­lung. Wenn nicht, soll­ten Sie Hilfe suchen :

Ihr Heu­schnup­fen macht es Ihnen schwer, sich zu kon­zen­trie­ren, zu arbei­ten oder zu schla­fen.
Sie füh­len sich müde, unglück­lich und unwohl.
Sie pro­du­zie­ren dicken grü­nen Schleim. Dies könnte dar­auf hin­deu­ten, dass Sie eine Sinu­si­tis (eine Infek­tion in Ihren Neben­höh­len) haben, die einer Behand­lung bedarf.

Warum kommt es zu einer all­er­gi­schen Reak­tion ?

Eine all­er­gi­sche Reak­tion tritt auf, wenn das Immun­sys­tem eine nor­ma­ler­weise harm­lose Sub­stanz angreift, ein All­er­gen genannt, das Zugang zum Kör­per erhält. Das Immun­sys­tem greift auf eine schüt­zende Sub­stanz namens Immun­glo­bu­lin E (IgE)-Antikörper zurück, um diese ein­drin­gen­den all­er­gi­schen Sub­stan­zen oder All­er­gene zu bekämp­fen. Obwohl jeder Mensch etwas IgE hat, hat ein All­er­gi­ker eine unge­wöhn­lich große Menge an IgE. Diese Armada von IgE-Anti­kör­pern greift die Inva­si­ons­ar­mee der all­er­gi­schen Sub­stan­zen von All­er­ge­nen an und beschäf­tigt sie.

An der all­er­gi­schen Reak­tion sind auch spe­zia­li­sierte Zel­len, soge­nannte Mast­zel­len, betei­ligt. Mast­zel­len set­zen eine Viel­zahl von Che­mi­ka­lien in das Gewebe und das Blut frei, von denen eine als Hist­amin bekannt ist. Diese Che­mi­ka­lien ver­ur­sa­chen häu­fig all­er­gi­sche Reak­tio­nen. Diese Che­mi­ka­lien sind sehr rei­zend und ver­ur­sa­chen Juck­reiz, Schwel­lun­gen und Flüs­sig­keits­aus­tritt aus den Zel­len. Durch ver­schie­dene Mecha­nis­men kön­nen diese all­er­gi­schen Che­mi­ka­lien Mus­kel­krämpfe ver­ur­sa­chen und zu einer Straf­fung der Lunge und des Hal­ses füh­ren, wie sie bei Asthma und Stimm­ver­lust (Laryn­gi­tis) vor­kom­men.

Was ver­ur­sacht Heu­schnup­fen (all­er­gi­sche Rhi­ni­tis)?

Jede Sub­stanz kann eine All­er­gie aus­lö­sen, wenn sie einer all­er­gi­schen Per­son auf die rich­tige Weise aus­ge­setzt ist. Aber für alle Anwen­dungs­be­rei­che und mit weni­gen Aus­nah­men wird die all­er­gi­sche Rhi­ni­tis durch Pro­te­ine ver­ur­sacht. In der Regel ist eine all­er­gi­sche Rhi­ni­tis das Ergeb­nis eines mehr­fa­chen Kon­tak­tes einer All­er­gi­ke­rin mit pflanz­li­chem Eiweiß. Viele Bäume, Grä­ser und Unkräu­ter pro­du­zie­ren extrem kleine, leichte, tro­ckene Pro­te­in­par­ti­kel, die Pol­len genannt wer­den. Die­ser Pol­len wird durch den Wind ver­brei­tet und ein­ge­at­met. Diese Pol­len­par­ti­kel sind in der Regel die männ­li­chen Geschlechts­zel­len der Pflanze und klei­ner als die Spitze einer Nadel oder weni­ger als 40 Mikro­me­ter im Durch­mes­ser.

Wo Sie Hilfe bekom­men kön­nen

Ab zum All­er­go­lo­gen. Sie kön­nen auch Ihren ört­li­chen Apo­the­ker oder Arzt nach Medi­ka­men­ten fra­gen.

Ach­tung : Einige Heu­schnup­fen­me­di­ka­mente kön­nen Sie schläf­rig machen und das Risiko von Unfäl­len und Ver­let­zun­gen beim Bedie­nen von Maschi­nen oder Fah­ren erhö­hen ! Lesen Sie die Packungs­bei­lage, denn u.U dür­fen Sie keine Maschi­nen mehr füh­ren.

Vor­beu­gung

Redu­zie­ren Sie die Belas­tung durch Staub und Pol­len.
Tra­gen Sie beim Arbei­ten eine Staub­maske, wenn Sie in stau­bi­ger Umge­bung oder mit schim­me­li­gen orga­ni­schen Mate­ria­lien wie Heu, Getreide oder Silage arbei­ten.
Wenn Sie große, tro­ckene Gras­flä­chen auf einem Trak­tor ohne Kabine mähen oder mähen – ver­su­chen Sie, die Staub­be­las­tung zu ver­mei­den oder eine Staub­maske zu tra­gen.

Ver­ge­wis­sern Sie sich, dass die Staub­maske über zwei Gurte ver­fügt und rich­tig sitzt. Die Pass­form der Staub­maske ist uner­läss­lich, da das Vor­han­den­sein von Gesichts­haa­ren und Bär­ten die Wirk­sam­keit der Maske beein­träch­ti­gen kann.

Ver­su­chen Sie mög­lichst in den Mor­gen­stun­den alles drau­ßen zu machen, was sie müs­sen, denn da ist der Pol­len­flug am gerings­ten.

Gibt es Haus­mit­tel gegen Heu­schnup­fen ?

Eine Reihe von pflanz­li­chen oder alter­na­ti­ven Behand­lun­gen wer­den zur Behand­lung von Sym­pto­men des Heu­schnup­fens ein­ge­setzt. Die wis­sen­schaft­li­che Über­prü­fung der Ver­wen­dung die­ser Prä­pa­rate ist begrenzt, obwohl es einige Berichte gibt, die einen poten­zi­el­len Nut­zen für eine Reihe ver­schie­de­ner pflanz­li­cher Arz­nei­mit­tel nahe­le­gen, zumin­dest bei bestimm­ten Pati­en­ten. Dazu gehö­ren unter ande­rem die fol­gen­den :

Bestimmte ayur­ve­di­sche Kräu­ter­mi­schun­gen
Pest­wurz (Peta­si­tes hybri­dus)
Tim­ofend (aus Tino­s­pora cor­di­fo­lia)
Zimt­rinde
Beni­fu­uki Grü­ner Tee

Viele pflanz­li­che Rezep­tu­ren ent­hal­ten eine Reihe ver­schie­de­ner Inhalts­stoffe, die jeweils unter­schied­li­che Wir­kun­gen und Eigen­schaf­ten haben kön­nen. Men­schen, die eine die­ser Behand­lun­gen aus­pro­bie­ren möch­ten, soll­ten sich über mög­li­che Neben­wir­kun­gen infor­mie­ren. Diese Art von Pro­duk­ten wer­den nicht auf ihre Sicher­heit hin geprüft, wie z.B. rezept­freie und ver­schrei­bungs­pflich­tige Medi­ka­mente.