In die­sem Arti­kel erfah­ren Sie über die Ursa­chen, die Sym­ptome, die Sta­dien der Arthrose.

Was ist die Arthrose

Die Arthrose ist eine chro­ni­sche Erkran­kung der Gelenke von dege­ne­ra­tiv – dys­tro­phi­scher Natur, bei der es eine Zer­stö­rung des Gelenk­knor­pels, der Gelenk­kap­sel, die Defor­ma­tion des Kno­chens selbst.

Die Arthrose ist eine große Gruppe von Gelenk­er­kran­kun­gen, mit unter­schied­li­chen Ursprün­gen und ähn­li­chen Mecha­nis­men der Entwicklung.

Die häu­figste Form ist die Arthrose der gro­ßen Gelenke, des Knie­ge­lenks (Gonar­throse), des Hüft­ge­lenks (Coxar­throse) und der Schul­ter (Omar­throse).

Die Arthrose der klei­ne­ren Gelenke ist weni­ger häu­fig. Häu­fi­ger sind defor­mie­rende Arthro­sen der Inter­phal­an­ge­al­ge­lenke der Hände, sowie der Dau­men­grund­ge­lenke. Die Pati­en­ten berich­ten über Schmer­zen in den Inter­phal­an­ge­al­ge­len­ken, ver­min­derte Beweg­lich­keit und das Auf­tre­ten von Kno­ten in der Nähe der Gelenke. Diese Art von Arthrose tritt häu­fi­ger im höhe­ren Lebens­al­ter auf. Arthrose in den Gelen­ken der Füße ist nicht selten.

Die Poly­ar­thri­tis oder gene­ra­li­sierte Osteo­ar­thri­tis ist dadurch gekenn­zeich­net, dass meh­rere Gelenke gleich­zei­tig betrof­fen sind.

Die Arthrose der Gelenke der Wir­bel­säule, die Spon­dy­loar­throse, bezieht sich auf eine Gruppe von Erkran­kun­gen der Wir­bel­säule, obwohl sie einen ähn­li­chen Ent­ste­hungs­me­cha­nis­mus wie andere Arthro­sen hat.

Die Sym­ptome der Arthrose

Das kli­ni­sche Haupt­sym­ptom der Arthrose sind Schmer­zen im Gelenk, die des­sen Beweg­lich­keit ein­schrän­ken. Die spe­zi­fi­schen Sym­ptome wer­den durch das Sta­dium der Arthri­tis bestimmt und hän­gen vom Grad der zer­stö­re­ri­schen Ver­än­de­run­gen im Gelenk ab.

Die Ursa­chen der Arthrose

Die Arthrose wird übli­cher­weise in pri­märe und sekun­däre unter­teilt. Die pri­märe (idio­pa­thi­sche) Arthrose ist eine Folge von gestör­ten Hei­lungs­pro­zes­sen und einer ver­mehr­ten Dege­ne­ra­tion im Gelenk­knor­pel, ohne dass es zu Auf­fäl­lig­kei­ten im gesam­ten Kör­per kommt. Die sekun­däre Arthri­tis ent­steht als Folge ande­rer patho­lo­gi­scher Pro­zesse im Kör­per oder in einem bereits durch äußere Ein­flüsse geschä­dig­ten Gelenk mit teil­wei­ser Zer­stö­rung der Gelenkflächen.

Die Ent­ste­hung

Die Ent­ste­hung einer Arthrose beginnt mit der Zer­stö­rung von Knor­pel. Dies führt zu Schmer­zen und Knir­schen bei Bewe­gun­gen. Die Breite des Gelenk­spalts wird all­mäh­lich redu­ziert, ent­lang der Kan­ten der Gelenk­flä­chen bil­den sich Knochenspitzen.

Mit der Zeit ver­formt sich das Gelenk und der Bewe­gungs­um­fang nimmt ab. Dies führt zur Ent­wick­lung einer invo­lu­tio­nä­ren Arthri­tis, die durch die Alte­rung des Kör­pers ver­ur­sacht wird. Die Ent­wick­lung die­ser Form der Arthri­tis erfolgt meist schlei­chend über viele Jahre.

Die 4 Grade der Arthrose

Es wer­den vier Arthrose-Grade unterschieden.

Bei Arthrose-Grad 1 ist der Knor­pel ledig­lich von einer gering­fü­gi­gen Auf­fa­se­rung im Ober­flä­chen­be­reich betrof­fen. Bei erheb­li­che­ren Auf­fa­se­run­gen der Ober­flä­che und Ein­ris­sen, die bis zur Mitte der Ober­flä­chen­schicht gehen, liegt Arthrose-Grad 2 vor. Im nächs­ten 3. Grad gehen die Risse bis auf den Kno­chen und der mas­siv geschä­digte Gelenk­knor­pel hat seine mecha­ni­sche Trag­fä­hig­keit ver­lo­ren. Die Klas­si­fi­zie­rung als Arthrose 4. Gra­des schließ­lich weist auf einen voll­kom­me­nen Ver­lust der Knor­pel­schicht mit Frei­le­gung des Kno­chens hin.

Im Anfangs­sta­dium der Erkran­kung wer­den mor­gens Steif­heit und Bewe­gungs­schwie­rig­kei­ten in den Gelen­ken fest­ge­stellt, die nach eini­ger Zeit all­mäh­lich vergehen.

Wenn die Arthrose fort­schrei­tet, wer­den die Schmer­zen stär­ker und akuter.

Ab dem 3. Grad kann man eine erheb­li­che Ver­for­mung des Gelenks, eine starke Ein­schrän­kung des Bewe­gungs­aus­ma­ßes, starke Schmer­zen nicht nur bei Bewe­gung, son­dern auch im Zustand völ­li­ger Ruhe, eine Ent­zün­dung der Gelenke, eine Emp­find­lich­keit der Gelenke gegen­über den Wit­te­rungs­ein­flüs­sen beob­ach­ten. Die Mus­keln um das betrof­fene Gelenk ver­kramp­fen sich und atro­phie­ren zum Teil.

Die Behand­lung von Arthrose

Die Behand­lung der Arthrose sollte im Anfangs­sta­dium der Erkran­kung, so früh wie mög­lich, begon­nen wer­den. In die­sem Sta­dium ist es nütz­lich, Medi­ka­mente, die die Struk­tur des Knor­pel­ge­we­bes ver­bes­sern, sowie Vit­amin- und Mine­ral­kom­plexe ein­zu­neh­men. Die Bewe­gung, rich­tige Ernäh­rung, sowie prä­ven­tive Maß­nah­men sind von gro­ßer Bedeutung.

Im 2. und 3. Sta­dium ver­sucht man die Schmer­zen zu redu­zie­ren und die Ent­zün­dung im Gelenk zu einzudämmen.

Im 4. Grad der Arthrose wird das betrof­fene Gelenk durch eine Endo­pro­these ersetzt.

Die vor­beu­gende Maßnahmen

Die Bewe­gung ist das wich­tigste Mit­tel gegen die Arthrose. Die Redu­zie­rung des Über­ge­wichts ist sehr wich­tig. Eine aus­ge­wo­gene, vit­amin­rei­che Ernäh­rung ist wich­tig. Mage­res Fleisch, Mee­res­früchte, Gemüse, Obst und gedüns­tete Gerichte soll­ten regel­mä­ßig auf dem Spei­se­plan stehen.

Das über­mä­ßi­ges Gewicht belas­tet die Hüf­ten und Knie übermäßig.

Eine regel­mä­ßige und rich­tige Pro­phy­laxe kann eine Arthrose ver­hin­dern bezie­hungs­weise die Ope­ra­tion hinauszögern.