Die Duft­stoff­all­er­gie

Mehr als 1 Mil­lion Deut­sche haben Geruch­s­all­er­gien oder Über­emp­find­lich­kei­ten – und die Zahl steigt.

Wenn Sie Kopf­schmer­zen haben, Atem­be­schwer­den haben oder einen Haut­aus­schlag ent­wi­ckeln, nach­dem Sie star­ken Düf­ten oder Köl­nisch­was­ser aus­ge­setzt waren, kön­nen Sie eine Geruchs­emp­find­lich­keit haben.

Im Gegen­satz zu Baum­pol­len oder Haut­schup­pen zum Bei­spiel sind Par­füms und Düfte keine All­er­gene, sie sind Reiz­stoffe – aber das bedeu­tet nicht, dass sie keine All­er­gie­er­schei­nun­gen wie Nie­sen aus­lö­sen kön­nen.

Worin besteht also der Unter­schied zwi­schen einem All­er­gen und einem Reiz­mit­tel ? In rela­tiv ein­fa­chen Wor­ten, ein ech­tes All­er­gen bewirkt, dass das Immun­sys­tem einer Per­son Che­mi­ka­lien frei­setzt, um den Ein­dring­ling zu bekämp­fen. Auf dem Weg zum Kampf konnte es zu Ent­zün­dun­gen kom­men – Augen konn­ten trä­nen, Nase fül­len, und so wei­ter.

Ein All­er­gen ist ein Pro­tein, von dem bekannt ist, dass es eine IgE-ver­mit­telte Reak­tion ver­ur­sacht”. IgE, oder Immun­glo­bu­lin E, ist ein Anti­kör­per, der vom Kör­per als Reak­tion auf die Expo­si­tion gegen­über einem All­er­gen pro­du­ziert wird.

Ein Reiz­mit­tel hin­ge­gen regt das Immun­sys­tem nicht an. Aber es führt dazu, dass Augen trä­nen oder Nasen lau­fen.

Wel­che sind die häu­figs­ten Quel­len von Duft­stoff­all­er­gien ?

Haut­pfle­ge­pro­dukte, Köl­sches Was­ser, Par­füms, Feuch­tig­keits­spen­der, Sei­fen, Deodo­rants, After­shave – alle Arten von Pro­duk­ten, die gut rie­chen, aber Che­mi­ka­lien ent­hal­ten, die unse­rem Immun­sys­tem viel­leicht nicht so sehr zusa­gen.

Wel­che sind die „ver­steck­ten” Quel­len von Duft­stoff­all­er­gien ?

All­er­gie­arme oder hypo­all­er­gene Pro­dukte kön­nen Duft­stoffe ent­hal­ten, die auf­grund eines weni­ger aro­ma­ti­schen Geruchs nicht offen­sicht­lich sind. Riech­stoff­freie Pro­dukte kön­nen mit einem „mas­kie­ren­den” Duft ver­se­hen sein, der den Geruch der Che­mi­ka­lien über­deckt.

Auch viele Anzei­gen­bei­la­gen von Zeit­schrif­ten für Par­fums und Haut­pfle­ge­pro­dukte sind mit Duft­stof­fen über­zo­gen. Men­schen kön­nen auf­grund des Geruchs Schwie­rig­kei­ten haben, die Publi­ka­tion zu lesen.

In eini­gen Fäl­len kann die Reak­tion auf ver­schie­dene Pro­dukte durch Son­nen­ein­strah­lung ver­stärkt wer­den. Dies wird als Licht­emp­find­lich­keit bezeich­net.

Was sind die Sym­ptome einer Duft­stoff­all­er­gie ?

Am häu­figs­ten ist die Haut betrof­fen. Es kann zu Aus­schlag oder Rötung, Juck­reiz oder sogar Bla­sen­bil­dung im Gesicht und auf der Haut als Folge der täg­li­chen oder ein­ma­li­gen Anwen­dung eines Pro­dukts kom­men.

Geruch­s­all­er­gien kön­nen auch die Augen betref­fen und zu extre­mer Rötung, Rei­zung, Trä­nen und Bren­nen sowie zu einer leich­ten Schwel­lung der Augen­li­der füh­ren. Nie­sen, lau­fende Nase, Ver­stop­fung der Nase, Kopf­schmer­zen, sogar Atem­be­schwer­den kön­nen auch durch einen star­ken Geruch aus­ge­löst wer­den.