Die Osteo­po­rose ist eine Krank­heit, bei der die Kno­chen­masse deut­lich abnimmt, was zu einer signi­fi­kan­ten Abnahme der Kno­chen­dichte und ‑stärke führt. Der Ver­lust an Kno­chen­masse ist sub­til und wird oft erst dia­gnos­ti­ziert, nach­dem bereits eine Kom­pli­ka­tion auf­ge­tre­ten ist, wie z. B. eine Frak­tur der Wir­bel­säule oder des Oberschenkelhalses.

Die Abnahme der Kno­chen­masse im mensch­li­chen Kör­per beginnt all­mäh­lich ab einem Alter von etwa 35 Jah­ren, beginnt jedoch bei Men­schen, die die 50-Jah­res-Marke über­schrit­ten haben, signi­fi­kant vor­an­zu­kom­men. Die Ent­wick­lung von Osteo­po­rose tritt für eine Per­son unmerk­lich auf, bis eine Frak­tur auftritt.

In Bezug auf die Prä­va­lenz liegt Osteo­po­rose welt­weit an vier­ter Stelle unter den nicht über­trag­ba­ren Krank­hei­ten nach Erkran­kun­gen des Herz-Kreis­lauf-Sys­tems, der onko­lo­gi­schen Patho­lo­gie und Dia­be­tes mel­li­tus. Jede dritte Frau und jeder achte Mann lei­den welt­weit an der Osteoporose.

Die Kom­pli­ka­tio­nen

Die osteo­po­ro­ti­sche Frak­tu­ren hei­len sehr lang­sam und schlecht ab. Viele Men­schen lei­den spä­ter an einer Krüm­mung der Wir­bel­säule, einer Neu­ri­tis der peri­phe­ren Ner­ven. Die in Bezug auf die Fol­gen beein­dru­ckendste Frak­tur ist eine Frak­tur des Schen­kel­hal­ses des Femurs. Die frü­heste Kom­pli­ka­tion ist eine Thromboembolie.

Was ist die Ursa­che für die Osteoporose

Die Osteo­po­rose äußert sich in einer Abnahme der Kno­chen­dichte. Die Abnahme der Kno­chen­dichte ist auf ein Ungleich­ge­wicht in den natür­li­chen Pro­zes­sen der Rege­ne­ra­tion des Kno­chen­ge­we­bes zurück­zu­füh­ren. Die Akti­vi­tät eini­ger Zel­len des Kno­chen­ge­we­bes, der Osteo­b­las­ten, nimmt ab, wäh­rend die Akti­vi­tät ande­rer, der Osteo­klas­ten, zunimmt. Die Osteo­b­las­ten fül­len die durch die Osteo­klas­ten gebil­de­ten Hohl­räume nicht voll­stän­dig aus. Das Kno­chen­ge­webe wird nicht wiederhergestellt.

Die Osteo­po­rose ist eine häu­fige Erkran­kung, ins­be­son­dere bei Frauen, die in die Wech­sel­jahre ein­ge­tre­ten sind. Das Risiko, an die­ser Krank­heit zu erkran­ken, steigt mit zuneh­men­dem Alter.

Die Risi­ko­fak­to­ren

• Älte­res und seni­les Alter

•Weib­lich

• Zuge­hö­rig­keit zu einer wei­ßen oder mon­go­li­schen Rasse

•Ver­er­bung

• Gerin­ges Kör­per­ge­wicht und geringe Körpergröße

• Still­dauer von mehr als 6 – 8 Mona­ten und eine große Anzahl von Schwangerschaften

Die Lebens­stil­fak­to­ren spie­len eine Rolle bei der Ent­wick­lung von der Osteo­po­rose, kör­per­li­che Inak­ti­vi­tät, das Rau­chen ; der Kal­zi­um­man­gel in der Ernäh­rung, erhöh­ter Kon­sum von Eiweiß­nah­rungs­mit­teln, Fet­ten und Bal­last­stof­fen, Kaf­fee ; Alkoholmissbrauch.

Die Arten von Osteoporose

- die pri­märe Osteo­po­rose ent­wi­ckelt sich von selbst

- die her­edi­täre Osteo­po­rose wird vererbt

- die juve­nile Osteo­po­rose ─ tritt nor­ma­ler­weise bei Jun­gen und Mäd­chen im Alter von 10 bis 14 Jah­ren auf, deren Ursa­chen unbe­kannt sind

- die invo­lu­tive Osteo­po­rose wird durch Alte­rungs­pro­zesse ver­ur­sacht. Typ I ─ post­me­no­pau­sal ; Typ II ent­wi­ckelt sich bei Frauen und Män­nern, pre­se­nil (zwi­schen 50 und 70 Jah­ren) und senil (nach 70 Jahren).

- die idio­pa­thi­sche Osteo­po­rose ent­wi­ckelt sich bei bei­den Geschlech­tern im mitt­le­ren Alter (2050 Jahre), die Ursa­che ist nicht bekannt

- die sekun­däre Osteo­po­rose wird durch bestehende Krank­hei­ten ver­ur­sacht : Ano­re­xie, toxi­scher Kropf und Hypo­thy­reose, Dia­be­tes mel­li­tus, rheu­ma­to­ide Arthri­tis usw. Sekun­däre Osteo­po­rose kann auch zu einem län­ge­ren Gebrauch bestimm­ter Medi­ka­mente führen.

Die Sym­ptome

Der Ver­lust an Kno­chen­masse tritt lang­sam auf und kann lange Zeit asym­pto­ma­tisch sein. Eines der cha­rak­te­ris­tischs­ten Anzei­chen ist der Schmerz in den Kno­chen und Gelen­ken, der oft im Rücken, den Rip­pen und den Becken­kno­chen loka­li­siert ist. Der Schmerz nimmt bei kör­per­li­cher Akti­vi­tät und Wet­ter­um­schwün­gen zu. Bei der Osteo­po­rose kommt es häu­fig zu Rip­pen­brü­chen, die sich durch Schmer­zen in der Brust bemerk­bar machen, sowie zu Brü­chen der Wir­bel­kör­per. Wenn die Köpfe der Ober­schen­kel­kno­chen betrof­fen sind, haben die Pati­en­ten eine Gang­stö­rung, die einem Enten­gang ähnelt. Die Osteo­po­rose ist auch bei erwach­se­nen Pati­en­ten durch eine Abnahme der Kör­per­größe um 2 – 3 cm gekenn­zeich­net, bei län­ge­rem Krank­heits­ver­lauf bis zu 10 – 15 cm.

Das offen­sicht­lichste Sym­ptom für Osteo­po­rose sind Kno­chen­brü­che, die durch klei­nere Blut­ergüsse und Stürze ver­ur­sacht wer­den. Beson­ders cha­rak­te­ris­tisch sind Frak­tu­ren der Wirbelkörper.

Wie wird die Osteo­po­rose diagnostiziert

Zur Dia­gnose der Osteo­po­rose wer­den Rönt­gen­auf­nah­men und Den­si­to­me­trie eingesetzt.

Die Den­si­to­me­trie bestimmt die Kno­chen­mi­ne­ral­dichte und sagt das Risiko von Kno­chen­brü­chen vor­aus. Die­ser Test spielt eine wich­tige Rolle bei der Erken­nung von Osteo­po­rose in einem frü­hen Sta­dium, wenn noch keine Frak­tu­ren vor­han­den sind.

Die Rönt­gen­auf­nah­men kön­nen Osteo­po­rose erst in einem spä­te­ren Sta­dium erken­nen, nach­dem ein Bruch auf­ge­tre­ten ist. Die Kno­chen­den­si­to­me­trie (Mes­sung der Kno­chen­dichte) ist die aus­sa­ge­kräf­tigste Methode. Es ist mög­lich, den Ver­lust von sogar 2 – 5% der Kno­chen­masse zu bestim­men. Es gibt ver­schie­dene Geräte zur Durch­füh­rung der Den­si­to­me­trie. Die genau­este Ein­schät­zung des Frak­tur­ri­si­kos und des Grads der Abnahme der Kno­chen­dichte erfolgt bei der Bestim­mung der Mine­ral­dichte des Kno­chen­ge­we­bes in der Len­den­wir­bel­säule und dem pro­xi­ma­len Femur. Die Ergeb­nisse der Den­si­to­me­trie nach T‑Test und Pro­zent­satz, beide zei­gen eine Abnahme der Kno­chen­dichte im Ver­gleich zu der maxi­ma­len Kno­chen­dichte, die nor­ma­ler­weise im Alter von 30 Jah­ren beob­ach­tet wird.

Das Kno­chen­rönt­gen ist nicht sehr infor­ma­tiv und eig­net sich nicht für eine früh­zei­tige Diagnose.

Warum ist die Osteo­po­rose gefährlich

Die Osteo­po­rose führt zu Frak­tu­ren, was zu einer signi­fi­kan­ten Zunahme von Behin­de­rung und Mor­ta­li­tät führt, ins­be­son­dere bei älte­ren Menschen.