Ob die Gur­ken als Samen in den Boden gesät oder als Setz­linge gepflanzt wur­den, ihre Pflege wird ab einem bestimm­ten Wachs­tums­zeit­punkt gleich wer­den. Das Gie­ßen, das Dün­gen, die Boden­lo­cke­rung, die Besei­ti­gung von dem Unkraut, der Schutz vor Krank­hei­ten, sowie einige Tech­ni­ken zur Ertrags­stei­ge­rung, gehö­ren zur Pflege der Pflan­zen.

Die Bewäs­se­rung der Gur­ken

Die Bewäs­se­rung der Gur­ken ist wahr­schein­lich der wich­tigste Pro­zess. Wenn es an dem Was­ser man­gelt, wird die Ernte schlecht aus­fal­len und der Geschmack der Gur­ken deut­lich schlech­ter sein. Bei den Gar­ten­gur­ken ist dies die häu­figste Ursa­che für Pro­bleme, wie zum Bei­spiel der bit­tere Geschmack oder eine geringe Ernte. Des­halb soll­ten die Gur­ken regel­mä­ßig, durch­schnitt­lich alle 6 Tage und bei hei­ßem Wet­ter noch öfter gegos­sen wer­den. Die Regel­mä­ßig­keit des Gie­ßens sollte nicht im Vor­der­grund ste­hen, son­dern die Wet­ter­ver­hält­nisse. Man muss den Feuch­tig­keits­ge­halt des Bodens beob­ach­ten, denn im Gegen­satz zu Gewächs­häu­sern sind die Beete für alle Regen­fälle offen. Einige Sor­ten von den Som­mer­gur­ken müs­sen nicht gewäs­sert wer­den. Son­dern im Gegen­teil, sie müs­sen durch Drai­na­ge­ril­len vom zu viel Was­ser geschützt wer­den. Da die Wur­zeln bei zu viel Was­ser ver­rot­ten kön­nen. Das zuver­läs­sigste Signal, dass es an der Zeit zum Bewäs­sern ist, ist die Tro­cken­heit des Bodens.
Gleich­zei­tig ist es not­wen­dig zu beach­ten, dass die jun­gen Pflan­zen mehr Was­ser benö­ti­gen als die erwach­se­nen Pflan­zen. Die jun­gen Pflan­zen soll­ten etwas häu­fi­ger gegos­sen wer­den als die erwach­se­nen. Auf jeden Fall sollte das Was­ser bis an die Wur­zeln gelan­gen, obwohl es nicht emp­foh­len wird, direkt unter die Wur­zeln zu gie­ßen. Am bes­ten ist es, eine Fur­chen­be­wäs­se­rung oder eine Berie­se­lung zu instal­lie­ren. Es emp­fiehlt sich, die Gur­ken am Abend, wenn die Sonne nicht mehr brennt, oder am frü­hen Mor­gen zu gie­ßen. Wenn das Was­ser an einem hei­ßen Tag auf den Blät­tern bleibt, bekom­men diese schwere Ver­bren­nun­gen. Man sollte sicher gehen, dass die Pflan­zen kei­nen Scha­den vom Gie­ßen bekom­men.

Die Locke­rung des Bodens

Es ist rat­sam, nach jeder Bewäs­se­rung oder star­kem Regen den Boden um die Gurke herum um zu gra­ben. Dabei sollte man sehr vor­sich­tig mit den Trie­ben sein, diese sol­len nicht ver­letzt oder abge­bro­chen wer­den.

Das Dün­gen der Gur­ken­pflan­zen

Um eine gute Ernte zu erzie­len, müs­sen die Gur­ken im Durch­schnitt mehr­mals in der Sai­son gedüngt wer­den, sonst begin­nen sie durch Nähr­stoff­man­gel zu krän­keln, und die Früchte wer­den klein und unschön. Die erste Dün­gung sollte nach der ers­ten Aus­dün­nung der Triebe und bei den Säm­lin­gen, wäh­rend des Ein­set­zens gesche­hen. Dazu sollte man orga­ni­sche und mine­ra­li­sche Dün­ge­mit­tel ver­wen­den.

Das Ver­fah­ren zur Erhö­hung der Anzahl der weib­li­chen Blü­ten

Da der Ertrag der Gur­ken von der Bil­dung weib­li­cher Blü­ten abhängt, lohnt es sich neben der übli­chen Pflege, etwas nach­zu­hel­fen um ihre Anzahl zu erhö­hen. Es gibt spe­zi­elle Prä­pa­rate, wie die Wachs­tums­hor­mone. Von denen einige dazu bestimmt sind, die Bil­dung von weib­li­chen Blü­ten anzu­re­gen.