Die Afri­ka­ni­sche Schlaf­krank­heit

Auch afri­ka­ni­sche Try­pa­no­so­mia­sis genannt, ist eine sys­te­mi­sche Erkran­kung, die durch den Para­si­ten Try­pa­no­soma brucei ver­ur­sacht wird, der durch den Biss der Tse­tse­fliege, einem grau­brau­nen Insekt von der Größe einer Honig­biene, über­tra­gen wird.

Wo kommt die Schlaf­krank­heit vor ?

Die afri­ka­ni­sche Try­pa­no­so­mia­sis beschränkt sich auf das tro­pi­sche Afrika vom Nor­den Süd­afri­kas bis in den Süden Alge­ri­ens, Liby­ens und Ägyp­tens. Tse­tse-Flie­gen bewoh­nen nur länd­li­che Gebiete und leben im Wald und Dickicht der Savanne und der dich­ten Vege­ta­tion ent­lang von Flüs­sen.

Obwohl die Infek­tion von Aus­lands­rei­sen­den als sel­ten galt, ist die Zahl der Fälle bei Rei­sen­den, vor allem in ost­afri­ka­ni­schen Wild­parks, in den letz­ten Jah­ren gestie­gen. Rei­sende, die Wild­parks und abge­le­gene Gebiete besu­chen, soll­ten Vor­sichts­maß­nah­men tref­fen. Rei­sende in städ­ti­sche Gebiete sind nicht gefähr­det.

Sym­pthome

Die Anzei­chen und Sym­ptome der Infek­tion sind zunächst unspe­zi­fisch (hohes Fie­ber, Aus­schlag, Ödeme oder geschwol­lene Drü­sen), jedoch schrei­tet die Krank­heit zu Enze­pha­li­tis und Menin­gi­tis fort. Die Sym­ptome tre­ten in der Regel inner­halb von 1 bis 3 Wochen nach der Infek­tion auf. Unbe­han­delte Fälle sind schließ­lich töd­lich. Men­schen, die Tse­tse-Flie­gen­bisse hat­ten oder an hohem Fie­ber oder ande­ren Erschei­nungs­for­men der afri­ka­ni­schen Try­pa­no­so­mia­sis erkrankt sind, wird emp­foh­len, früh­zei­tig einen Arzt auf­zu­su­chen.

Die Infek­tion kann in der Regel durch eine geeig­nete anti­try­pa­no­so­male The­ra­pie geheilt wer­den. Pen­ta­mi­di­ni­sethio­nat und Sura­min sind die Medi­ka­mente der Wahl zur Behand­lung des hämolympha­ti­schen Sta­di­ums der west- und ost­afri­ka­ni­schen Try­pa­no­so­mia­sis. Melars­o­prol ist das Medi­ka­ment der Wahl für späte Erkran­kun­gen mit Betei­li­gung des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems.

Gegen­maß­nah­men

Es gibt kei­nen Impf­stoff, um die Krank­heit zu ver­hin­dern. Tse­tse-Flie­gen wer­den von fah­ren­den Fahr­zeu­gen und dunk­len, kon­trast­rei­chen Far­ben ange­zo­gen. Sie sind nicht von Insek­ten­schutz­mit­teln beein­träch­tigt und kön­nen durch leichte Klei­dung bei­ßen.

Stark befal­lene Gebiete sind in der Regel unre­gel­mä­ßig ver­teilt und den Ein­hei­mi­schen meist gut bekannt. Die Ver­mei­dung sol­cher Berei­che ist das beste Mit­tel zum Schutz. Rei­sen­den, die einem Risiko aus­ge­setzt sind, sollte emp­foh­len wer­den, Klei­dung von Hand­ge­lenk- und Knö­chel­länge zu tra­gen, die aus mit­tel­schwe­rem Stoff in neu­tra­len Far­ben besteht, die sich mit der Umge­bung har­mo­nie­ren.