Soll ich Koh­len­hy­drate lie­ber sein las­sen ?

Obwohl wir mit Sicher­heit ohne Zucker über­le­ben kön­nen, wäre es ziem­lich schwie­rig, Koh­len­hy­drate voll­stän­dig aus der Ernäh­rung zu ent­fer­nen. Koh­len­hy­drate sind die wich­tigste Ener­gie­quelle des Kör­pers. Feh­len sie, wird Ihr Kör­per Eiweiß und Fett als Ener­gie­quelle nut­zen.

Es kann schwie­rig sein, genü­gend Bal­last­stoffe auf­zu­neh­men, was für ein gesun­des Ver­dau­ungs­sys­tem und zur Vor­beu­gung von Ver­stop­fung wich­tig ist. Gesunde Koh­len­hy­drat­quel­len, wie stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel, Gemüse, Obst, Hül­sen­früchte und fett­arme Milch­pro­dukte sind eben­falls eine wich­tige Quelle für Nähr­stoffe wie Kal­zium, Eisen und B‑Vitamine.

Das Ent­fer­nen von Koh­len­hy­dra­ten aus der Ernäh­rung, kann das Risiko eines Man­gels an bestimm­ten Nähr­stof­fen erhö­hen, was zu Gesund­heits­pro­ble­men führt. Es sei denn, Sie sind in der Lage, den Nähr­stoff­man­gel durch gesunde Ersatz­stoffe aus­zu­glei­chen.

Der Ersatz von Koh­len­hy­dra­ten durch Fette und Pro­te­in­quel­len mit höhe­rem Fett­ge­halt könnte die Auf­nahme von gesät­tig­ten Fett­säu­ren erhö­hen, was die Cho­le­ste­rin­werte im Blut erhö­hen kann – ein Risi­ko­fak­tor für Herz­er­kran­kun­gen.

Wenn Sie wenig Glu­kose haben, baut der Kör­per gespei­cher­tes Fett ab, um es in Ener­gie umzu­wan­deln. Die­ser Pro­zess führt zu einer Anhäu­fung von Keto­nen im Blut und damit zu Ketose. Ketose als Folge einer koh­len­hy­drat­ar­men Ernäh­rung kann zumin­dest kurz­fris­tig mit Kopf­schmer­zen, Schwä­che, Übel­keit, Aus­trock­nung, Schwin­del und Reiz­bar­keit ein­her gehen.

Ver­su­chen Sie, die Menge der zucker­hal­ti­gen Lebens­mit­tel, die Sie essen, zu begren­zen und statt­des­sen gesün­dere Koh­len­hy­drat­quel­len wie Voll­korn, Kar­tof­feln, Gemüse, Obst, Hül­sen­früchte und fet­tär­mere Milch­pro­dukte in Ihre Ernäh­rung auf­zu­neh­men.

Lie­fern Eiweiß und Fett keine Ener­gie ?

Wäh­rend Koh­len­hy­drate, Fett und Pro­tein alle Ener­gie­quel­len in der Ernäh­rung sind, vari­iert die Ener­gie­menge, die jeder ein­zelne lie­fert :

Koh­len­hy­drate lie­fern : ca. 4kcal (17kJ) pro Gramm
Pro­tein lie­fert : 4kcal (17kJ) pro Gramm
Fett lie­fert : 9kcal (37kJ) pro Gramm

Feh­len die Koh­len­hy­drate in der Ernäh­rung, wan­delt Ihr Kör­per Eiweiß (oder andere Nicht-Koh­len­hy­drat-Sub­stan­zen) in Glu­kose um, so dass nicht nur Koh­len­hy­drate Ihren Blut­zu­cker- und Insu­lin­spie­gel erhö­hen kön­nen.

Wenn Sie mehr Kalo­rien zu sich neh­men, als Sie ver­bren­nen, wer­den Sie an Gewicht zuneh­men. Das Aus­schnei­den von Koh­len­hy­dra­ten oder Fett bedeu­tet also nicht unbe­dingt, dass man Kalo­rien aus­schal­tet, wenn man sie durch andere Lebens­mit­tel mit der glei­chen Menge an Kalo­rien ersetzt.

Sind Koh­len­hy­drate fül­li­ger als Eiweiß ?

Koh­len­hy­drate und Pro­te­ine ent­hal­ten unge­fähr die glei­che Anzahl von Kalo­rien pro Gramm, aber andere Fak­to­ren beein­flus­sen das Gefühl des Sät­ti­gungs­ge­fühls, wie z.B. die Art und Viel­falt der ver­zehr­ten Lebens­mit­tel, das Ess­ver­hal­ten und Umwelt­fak­to­ren, wie z.B. die Por­ti­ons­größe und die Ver­füg­bar­keit von ande­ren Nah­rungs­op­tio­nen.

Das Gefühl, sich satt zu füh­len, kann von Per­son zu Per­son vari­ie­ren. Unter ande­rem kön­nen pro­te­in­rei­che Lebens­mit­tel Ihnen hel­fen, sich satt zu füh­len, und man sollte auch Boh­nen, Hül­sen­früchte, Fisch, Eier, Fleisch und andere Pro­t­e­in­nah­rung als Teil einer gesun­den, aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung in Betracht zie­hen. Aber wir soll­ten nicht zu viel von die­sen Lebens­mit­teln essen. Den­ken Sie daran, dass stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel etwa ein Drit­tel der Lebens­mit­tel aus­ma­chen soll­ten, die wir essen, und wir alle soll­ten mehr Obst und Gemüse essen.

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