Das Hepa­ti­tis-B-Virus

(HBV) wird zwi­schen Men­schen durch Kon­takt mit dem Blut oder ande­ren Kör­per­flüs­sig­kei­ten, ein­schließ­lich Samen und Vagi­nal­flüs­sig­keit einer infi­zier­ten Per­son, über­tra­gen. Bitte beach­ten Sie, dass es sehr unwahr­schein­lich ist, dass sie durch Küs­sen oder Tei­len von Besteck zusam­men­ge­zo­gen wer­den kann. Das Hepa­ti­tis-C-Virus (HCV) wird durch direk­ten Kon­takt mit infi­zier­tem Blut ver­brei­tet. Sehr sel­ten kann es über andere Kör­per­flüs­sig­kei­ten wei­ter­ge­ge­ben wer­den, obwohl dies der­zeit unklar ist.

DIA­GNOSE

Zur Dia­gnose von Hepa­ti­tis B muss das Blut auf das Ober­flä­chen­an­ti­gen Hepa­ti­tis B (HBsAg) unter­sucht wer­den. Das HBs-Anti­gen ist ein Teil des Virus und erscheint nor­ma­ler­weise sechs bis zwölf Wochen nach der Infek­tion in Ihrem Blut. Wenn der Test posi­tiv ist, haben Sie Hepa­ti­tis B. In die­sem Fall sollte Ihr Arzt wei­tere Tests durch­füh­ren, um zu über­prü­fen, ob Ihre Hepa­ti­tis-B-Infek­tion neu oder alt ist, ob sie Ihren Kör­per schä­digt oder nicht, und ob Sie eine Behand­lung benö­ti­gen oder nicht. Wenn Sie das Virus auf natür­li­che Weise besei­tigt haben oder gegen Hepa­ti­tis B geimpft wur­den, haben Sie Anti­kör­per gegen Hepa­ti­tis B (Anti-HBs). Ihr Kör­per hat diese gebil­det, um das Virus zu zer­stö­ren. Wenn Sie Anti-HBs haben, sind Sie vor zukünf­ti­gen Infek­tio­nen durch das Hepa­ti­tis-B-Virus geschützt.

Bei Hepa­ti­tis C wird Ihr Arzt zunächst nach Hepa­ti­tis-C-Anti­kör­pern (Anti-HCV) suchen. Wenn der Test posi­tiv ist, bedeu­tet das, dass Sie ent­we­der jetzt das Virus haben oder das Virus gehabt und es bekämpft haben. Hepa­ti­tis-C-Anti­kör­per benö­ti­gen in der Regel sie­ben bis neun Wochen, um nach der Infek­tion in Ihrem Blut auf­zu­tau­chen. Wenn Ihr Immun­sys­tem geschwächt ist (z.B. durch HIV), kann es län­ger dau­ern, bis Ihr Kör­per Hepa­ti­tis-C-Anti­kör­per pro­du­ziert oder über­haupt keine pro­du­ziert. Wenn der erste Test posi­tiv ist, wird Ihr Arzt dann auf das Virus selbst (Hepa­ti­tis-C-RNA) tes­ten. Wenn das posi­tiv ist, haben Sie Hepa­ti­tis C.

Wenn bei Ihnen Hepa­ti­tis B oder C dia­gnos­ti­ziert wird, ste­hen Sie vor vie­len Her­aus­for­de­run­gen, aber es ist bes­ser, sich der Krank­heit direkt zu stel­len, zu wis­sen, wie man die Über­tra­gung der Infek­tion auf andere ver­mei­det und Ihre Behand­lungs­mög­lich­kei­ten und Selbst­ma­nage­ment­stra­te­gien so früh wie mög­lich in Betracht zu zie­hen.

Für wei­tere Infor­ma­tio­nen dar­über, ob Sie gefähr­det sind oder waren und wie Sie getes­tet wer­den kön­nen, wen­den Sie sich bitte an Ihre lokale Pati­en­ten­gruppe, die Ihnen die erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stel­len kann.

Vor­beu­gung

Die häu­figs­ten Über­tra­gungs­wege für Hepa­ti­tis-B- oder ‑C-Viren sind die fol­gen­den :

  1. Blut­trans­fu­sio­nen und Blut­pro­dukte mit unge­prüf­tem Blut (in den meis­ten Indus­trie­län­dern wird Blut seit etwa 1990 unter­sucht).
  2. Medi­zi­ni­sche oder zahn­ärzt­li­che Ein­griffe ohne aus­rei­chende Ste­ri­li­sa­tion der Geräte
  3. Mut­ter zu Säug­ling wäh­rend der Geburt (sehr häu­fig bei Hepa­ti­tis B ; weni­ger häu­fig bei Hepa­ti­tis C)
  4. Nadel­stich­ver­let­zung im Kran­ken­haus­um­feld
    Teile zur Injek­tion von Medi­ka­men­ten
  5. Tei­len von Stroh­hal­men, Geld­schei­nen usw. zum Schnup­fen von Dro­gen
  6. Das Tei­len von Rasier­ap­pa­ra­ten, Zahn­bürs­ten oder ande­ren Haus­halts­ge­gen­stän­den
  7. Täto­wie­rung und Pier­cing, wenn mit unste­ri­li­sier­ter Aus­rüs­tung durch­ge­führt.

Im Falle der Hepa­ti­tis B kann eine Infek­tion auch durch unge­schütz­ten Sex mit einer infi­zier­ten Per­son auf­tre­ten.
Wenn Sie glau­ben, dass Sie ent­we­der von Hepa­ti­tis B oder C gefähr­det gewe­sen sein könn­ten, ist es wich­tig, sich tes­ten zu las­sen. Für jede die­ser Tests ist eine spe­zi­fi­sche Prü­fung erfor­der­lich. Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie in einem rou­ti­ne­mä­ßi­gen Gesund­heits­check getes­tet wor­den sind.

Die Imp­fung ist der beste Weg, um eine Hepa­ti­tis-B-Infek­tion zu ver­hin­dern. Mehr als eine Mil­li­arde Dosen des Hepa­ti­tis-B-Impf­stoffs wur­den seit Anfang der 80er Jahre ver­wen­det und es hat sich gezeigt, dass er in etwa 95% der Fälle wirk­sam ist. Gegen Hepa­ti­tis C gibt es der­zeit kei­nen Impf­stoff.