Magen­schmer­zen

Jeder Mensch hat irgend­wann Bauch­schmer­zen. Der Schmerz kann ein krampf­haf­tes Gefühl sein, oder ein stump­fer, inter­mit­tie­ren­der Schmerz, der kommt und geht.

Aber wäh­rend Bauch­schmer­zen epi­so­disch sein kön­nen und jeder­zeit auf­tre­ten, kön­nen Sie Schmer­zen vor allem am Mor­gen ver­spü­ren. Die zugrunde lie­gende Ursa­che könnte etwas sein, das Sie in der Nacht zuvor geges­sen haben, Ent­zün­dun­gen oder Ihr Darm, der sich auf einen Stuhl­gang vor­be­rei­tet.

Auch wenn mor­gend­li­che Bauch­schmer­zen wahr­schein­lich kein Grund zur Sorge sind, soll­ten Sie einen star­ken Schmerz nicht igno­rie­ren, der nicht ver­schwin­det. Anhal­tende Schmer­zen kön­nen auf ein ernst­haf­tes Pro­blem hin­wei­sen, des­halb sofort einen Arzt auf­su­chen.

Hier ist ein Blick auf 10 mög­li­che Ursa­chen für mor­gend­li­che Magen­schmer­zen.

Geschwüre

Ein Magen­ge­schwür ist eine Wunde, die sich in der Magen­schleim­haut ent­wi­ckelt. Es kann zu bren­nen­den oder dump­fen Schmer­zen in der Mitte des Magens, im Raum zwi­schen Brust und Bauch­na­bel füh­ren.

Schmer­zen kön­nen jeder­zeit auf­tre­ten, aber Sie haben viel­leicht das Unbe­ha­gen am Mor­gen erhöht, weil Schmer­zen auf­tre­ten kön­nen, wenn der Magen leer ist.

Ein rezept­freier Anta­zid- oder Säu­reblo­cker kann die Sym­ptome lin­dern, aber Sie soll­ten einen Arzt auf­su­chen, wenn sich die Sym­ptome ver­schlim­mern oder anhal­ten.

Wenn ein Geschwür ein Loch in der Bauch­de­cke ver­ur­sacht, kann eine Not­ope­ra­tion erfor­der­lich sein.

Reiz­darm­syn­drom

Das Reiz­darm­syn­drom ist eine Erkran­kung, die den Dick­darm betrifft. Es kann Schmer­zen auf der unte­ren rech­ten oder unte­ren lin­ken Seite des Magens ver­ur­sa­chen. Andere Sym­ptome sind :

  • - Durch­fall oder Ver­stop­fung
  • - Gas­über­schuss
  • - Schleim im Stuhl
  • - Auf­blä­hung

Bestimmte Lebens­mit­tel und Stress kön­nen das Reiz­darm­syn­drom aus­lö­sen, so dass Sie mor­gens schlim­mere Sym­ptome ver­spü­ren kön­nen, wenn Sie sich Sor­gen machen oder über Schule oder Arbeit gestresst sind.

Es gibt keine Hei­lung für ein Reiz­darm­syn­drom, aber die Lebens­ge­wohn­hei­ten kön­nen die Sym­ptome ver­bes­sern. Ver­mei­den Sie Trig­ger Foods, ein­schließ­lich :

  • - Mol­ke­rei
  • - Koh­len­säu­re­hal­tige Getränke
  • - frit­tierte oder fett­hal­tige Lebens­mit­tel

Andere gute Lebens­ge­wohn­hei­ten sind :

  • - regel­mä­ßige Bewe­gung
  • - Üben des Stress­ma­nage­ments
  • - Ein­nahme eines Bal­last­stoff­prä­pa­rats oder eines Anti-Durch­fall­me­di­ka­ments

Einige Medi­ka­mente sind für Men­schen mit Reiz­darm­syn­drom zuge­las­sen, also spre­chen Sie mit Ihrem Arzt, wenn sich die Sym­ptome nicht mit Haus­mit­teln ver­bes­sern.

Ent­zünd­li­che Darm­er­kran­kun­gen

Ent­zünd­li­che Darm­er­kran­kun­gen sind ein Ober­be­griff für zwei Erkran­kun­gen : Mor­bus Crohn und Coli­tis ulce­rosa. Beide kön­nen Magen­schmer­zen um den Bauch­na­bel oder den rech­ten Unter­bauch ver­ur­sa­chen, und einige Men­schen haben mor­gens Schmer­zen.

Der Mor­bus Crohn kann den gesam­ten Ver­dau­ungs­trakt betref­fen und ver­ur­sacht wei­tere Sym­ptome, wie z.B :

  • - Durch­fall­erkran­kung
  • - Gewichts­ab­nahme
  • - Anämie
  • - Übel­keit
  • - Müdig­keit
  • - Stress und bestimmte Lebens­mit­tel und Getränke kön­nen die Sym­ptome ver­schlim­mern, wie koh­len­säu­re­hal­tige Getränke und bal­last­stoff­rei­che Lebens­mit­tel.

Die Coli­tis ulce­rosa hin­ge­gen betrifft nur den Dick­darm, auch bekannt als Dick­darm. Zu den Sym­pto­men gehö­ren :

  • - Blut­durch­fall
  • - erhöhte Darm­druck­fes­tig­keit
  • - Nied­rig­ener­gie
  • - Gewichts­ab­nahme

Da es keine Hei­lung für Ent­zünd­li­che Darm­er­kran­kun­gen gibt, ist das Ziel der Behand­lung die Redu­zie­rung von Ent­zün­dun­gen und die Ver­bes­se­rung der Sym­ptome. Ihr Arzt kann Ihnen ein ent­zün­dungs­hem­men­des Medi­ka­ment, ein Immun­sup­pres­si­vum oder ein Anti­bio­ti­kum ver­schrei­ben.

Das Füh­ren eines Lebens­mit­tel-Tage­buchs kann Ihnen auch hel­fen, Lebens­mit­tel und Getränke zu iso­lie­ren, die Fackeln aus­lö­sen.

Ver­stop­fung

Ver­stop­fung bezieht sich auf weni­ger als drei Stuhl­gänge pro Woche. Unre­gel­mä­ßige Darm­tä­tig­keit kann zu Gas­ein­schlüs­sen im Darm­trakt füh­ren, die mor­gens und zu ande­ren Tages­zei­ten zu schwe­ren Krämp­fen im Unter­bauch füh­ren.

Andere Sym­ptome sind die Anstren­gung, einen Stuhl­gang zu haben oder das Gefühl, dass Sie Ihr Rek­tum nicht voll­stän­dig ent­leert haben.

Ein sit­zen­der Lebens­stil kann eine Ver­stop­fung aus­lö­sen. Erhöhte kör­per­li­che Akti­vi­tät kann eine natür­li­che Lin­de­rung bewir­ken, indem sie die Darm­kon­trak­tio­nen sti­mu­liert. Dar­über hin­aus kann ein Stuhl­weich­ma­cher oder Bal­last­stoff­zu­satz und der Ver­zehr von mehr Obst und Gemüse die Sym­ptome ver­bes­sern.

Bei Ver­stop­fung, die län­ger als zwei Wochen andau­ert, einen Arzt auf­su­chen.

Pan­krea­ti­tis

Eine Ent­zün­dung der Bauch­spei­chel­drüse kann Schmer­zen im Ober­bauch ver­ur­sa­chen, die auf den Rücken aus­strah­len. Die Schmer­zen sind nach dem Essen manch­mal stär­ker, so dass Sie sich nach dem Früh­stück unwohl füh­len kön­nen.

Andere Sym­ptome sind Übel­keit, Erbre­chen und Fie­ber. Obwohl sich eine leichte Pan­krea­ti­tis von selbst oder mit einem rezept­freien Schmerz­mit­tel ver­bes­sern kann, soll­ten Sie einen Arzt auf­su­chen, um anhal­tende Schmer­zen zu behan­deln, die sich nicht bes­sern.

Ihr Arzt kann Medi­ka­mente zur Kon­trolle von Ent­zün­dun­gen oder ein Enzym­prä­pa­rat ver­schrei­ben, um Ihrem Kör­per zu hel­fen, Nähr­stoffe in der Nah­rung abzu­bauen. Die Ein­nahme einer fett­ar­men Ernäh­rung kann zukünf­tige Auf­fla­ckern ver­hin­dern.

Ent­hal­ten sind Lebens­mit­tel wie :

  • - Obst
  • - Voll­korn­ge­treide
  • - Gemüse
  • - mage­res Pro­tein

Diver­ti­ku­li­tis

Eine Diver­ti­kel­krank­heit ist, wenn sich kleine Taschen oder Beu­tel in der Wand des Dick­darms ent­wi­ckeln. Diver­ti­ku­li­tis tritt auf, wenn einer die­ser Beu­tel infi­ziert oder ent­zün­det wird und Schmer­zen im lin­ken Unter­bauch ver­ur­sacht.

Andere Sym­ptome kön­nen sein :

  • - Ver­stop­fung
  • - Fie­ber
  • - Übel­keit
  • - Erbre­chen

Diver­ti­ku­li­tis kann Sym­ptome ver­ur­sa­chen oder auch nicht. Anhal­tende und starke Schmer­zen erfor­dern in der Regel eine medi­zi­ni­sche Behand­lung. Ihr Arzt kann Ihnen ein Anti­bio­ti­kum zur Behand­lung der Infek­tion ver­schrei­ben, oder Sie benö­ti­gen ein ambu­lan­tes Ver­fah­ren, um einen Abszess abzu­füh­ren.

In schwe­ren Fäl­len kann eine Ope­ra­tion erfor­der­lich sein, um den betrof­fe­nen Teil des Dick­darms zu ent­fer­nen. Diver­ti­ku­li­tis­schmer­zen kön­nen mor­gens schlim­mer sein und sich nach einem Gas­durch­gang oder einem Stuhl­gang ver­bes­sern.

Gal­len­steine

Gal­len­steine sind harte Abla­ge­run­gen von Ver­dau­ungs­flüs­sig­keit in der Gal­len­blase. Einige Men­schen haben keine Sym­ptome, wäh­rend andere starke Schmer­zen im Ober­bauch oder im Mit­tel­bau unter­halb des Brust­beins haben.

Der Schmerz kann auch auf die rechte Schul­ter und das Schul­ter­blatt aus­strah­len. Bei plötz­li­chen, star­ken Bauch­schmer­zen einen Arzt auf­su­chen. Ihr Arzt kann Ihnen Medi­ka­mente zur Lösung von Gal­len­stei­nen geben. Wenn sich die Sym­ptome nicht ver­bes­sern, müs­sen Sie mög­li­cher­weise ope­riert wer­den, um die Gal­len­blase zu ent­fer­nen. Nachts und am Mor­gen kön­nen die Schmer­zen stär­ker sein.

Lebens­mit­tel­all­er­gien

Lebens­mit­tel­all­er­gien kön­nen auch Magen­schmer­zen ver­ur­sa­chen. Zu den häu­figs­ten Lebens­mit­tel­all­er­ge­nen gehö­ren :

  • - Mol­ke­rei
  • - Mee­res­früchte
  • - Wei­zen
  • - Glu­ten
  • - Mut­tern
  • - Eine Nah­rungs­mit­tel­all­er­gie kann Sym­ptome ver­ur­sa­chen wie :
  • - Magen­krämpfe
  • - Erbre­chen
  • - Übel­keit
  • - Nes­sel­sucht
  • - Keu­chen
  • - Schwin­del­ge­fühl
  • - Anschwel­len der Zunge

Magen­schmer­zen, die durch eine Nah­rungs­mit­tel­all­er­gie ver­ur­sacht wer­den, kön­nen am Mor­gen schlim­mer sein, wenn Sie Trig­ger­nah­rung vor dem Schla­fen­ge­hen kon­su­mie­ren, obwohl die Sym­ptome jeder­zeit auf­tre­ten kön­nen.

Zölia­kie

Wenn Sie Zölia­kie haben – eine Auto­im­mun­erkran­kung, bei der Glu­ten eine Ent­zün­dung im Dünn­darm ver­ur­sacht – kön­nen Sie mor­gens Magen­schmer­zen zusam­men mit ande­ren Sym­pto­men haben :

  • - Diar­rhöe
  • - Gas
  • - Auf­blä­hung
  • - Anämie

Ein Anti­hist­ami­ni­kum kann einige Sym­ptome einer Nah­rungs­mit­tel­all­er­gie lin­dern, wie Nes­sel­sucht, Schwel­lun­gen und Juck­reiz. Den­noch ist es wich­tig, Lebens­mit­tel zu iden­ti­fi­zie­ren und zu ver­mei­den, die eine Reak­tion aus­lö­sen, denn schwere all­er­gi­sche Reak­tio­nen kön­nen zu einer Ana­phy­la­xie füh­ren.

Dies ist eine lebens­be­droh­li­che Reak­tion, die zu Atem­be­schwer­den und einem gefähr­li­chen Abfall des Blut­drucks füh­ren kann.

Gehen Sie zu einem Arzt, wenn Sie nach dem Ver­zehr bestimm­ter Lebens­mit­tel Nes­sel­sucht, Juck­reiz oder Keu­chen ent­wi­ckeln. Ein Haut- oder Blut­test kann eine Lebens­mit­tel­all­er­gie bestä­ti­gen oder aus­schlie­ßen.

Ver­dau­ungs­stö­run­gen

Ver­dau­ungs­stö­run­gen kön­nen Schmer­zen im Ober­bauch, Blä­hun­gen und Übel­keit ver­ur­sa­chen. Den­ken Sie daran, dass Ver­dau­ungs­stö­run­gen ein Sym­ptom einer ande­ren Erkran­kung sind, wie z.B. Sod­bren­nen, Geschwüre oder Gal­len­bla­sen­er­kran­kun­gen.

Nach dem Essen kön­nen Sym­ptome auf­tre­ten, so dass Sie mor­gens nach dem Früh­stück Magen­schmer­zen haben kön­nen. Gehen Sie zum Arzt, wenn die Ver­dau­ungs­stö­run­gen län­ger als zwei Wochen andau­ern, oder wenn sie von Gewichts­ver­lust, Erbre­chen oder schwar­zem Stuhl beglei­tet wer­den.

Das Essen klei­ne­rer Mahl­zei­ten, regel­mä­ßi­ger Bewe­gung und Stress­be­wäl­ti­gung kann die Ver­dau­ungs­stö­run­gen ver­bes­sern.

Ent­zünd­li­che Erkran­kun­gen des Beckens

Diese Infek­tion der weib­li­chen Geschlechts­or­gane kann die Folge sein :

  • - Schmer­zen im unte­ren Becken­be­reich
  • - Fie­ber
  • - Vagi­nal­aus­fluss
  • - schmerz­haf­tes Was­ser­las­sen oder Geschlechts­ver­kehr

Becken­schmer­zen kön­nen zu jeder Tages­zeit auf­tre­ten, bei eini­gen Frauen jedoch auch mor­gens.

Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie Magen­schmer­zen haben, die von Fie­ber oder einem fau­li­gen vagi­na­len Aus­fluss beglei­tet wer­den. Bak­te­rien ver­ur­sa­chen typi­scher­weise eine ent­zünd­li­che Erkran­kung, so dass Ihr Arzt Ihnen ein Anti­bio­ti­kum ver­schrei­ben kann.

Fazit

Obwohl Magen­schmer­zen jedem pas­sie­ren, soll­ten Sie Magen­schmer­zen, die hart­nä­ckig, plötz­lich oder all­mäh­lich schlim­mer sind, nicht igno­rie­ren. Suchen Sie sofor­tige medi­zi­ni­sche Hilfe, beson­ders wenn die Schmer­zen Erbre­chen, blu­ti­gen Stuhl­gang oder Fie­ber beinhal­ten.

Mor­gens Magen­schmer­zen kön­nen durch etwas so Ein­fa­ches wie Ver­stop­fung oder Gas ver­ur­sacht wer­den, oder es könnte ein Zei­chen einer Bedin­gung sein, die eine spe­zi­elle Diät, ver­schrei­bungs­pflich­tige Medi­ka­mente oder eine Ope­ra­tion erfor­dert.