Was ist eine rheu­ma­ti­sche Herz­er­kran­kung ?

Rheu­ma­ti­sche Herz­er­kran­kun­gen beschrei­ben eine Gruppe von kurz­fris­ti­gen (aku­ten) und lang­fris­ti­gen (chro­ni­schen) Herz­er­kran­kun­gen, die als Folge von rheu­ma­ti­schem Fie­ber auf­tre­ten kön­nen. Ein häu­fi­ges Resul­tat von rheu­ma­ti­schem Fie­ber ist die­Schä­di­gung der Herz­klappe. Diese Schä­di­gung der Herz­klap­pen kann zu einer Klap­pen­stö­rung füh­ren.

Rheu­ma­ti­sches Fie­ber

Rheu­ma­ti­sches Fie­ber ist eine Ent­zün­dungs­krank­heit, die sich auf ein brei­tes Bin­de­ge­webe des Kör­pers aus­wir­ken kann, ins­be­son­dere auf das von Herz, Gelen­ken, Gehirn oder Haut. Es beginnt in der Regel mit einer Strep­to­kok­ken­in­fek­tion. Jeder kann aku­tes rheu­ma­ti­sches Fie­ber bekom­men, jedoch tritt es in der Regel bei Kin­dern im Alter von 5 bis 15 Jah­ren auf. Etwa 60% der Men­schen mit rheu­ma­ti­schem Fie­ber ent­wi­ckeln einen gewis­sen Grad an einer anschlie­ßen­den Herz­krank­heit.

Jeder Teil des Her­zens, ein­schließ­lich des äuße­ren Sacks (Perikard), der inne­ren Aus­klei­dung (Endo­kard) und der Klap­pen, kann durch Ent­zün­dun­gen, die durch aku­tes rheu­ma­ti­sches Fie­ber ver­ur­sacht wer­den, geschä­digt sein. Die häu­figste Form der rheu­ma­ti­schen Herz­er­kran­kung betrifft jedoch die Herz­klap­pen, ins­be­son­dere die Mitral­klappe. Es kann meh­rere Jahre nach einem rheu­ma­ti­schen Fie­ber­an­fall dau­ern, bis sich Herz­klap­pen­schä­den ent­wi­ckeln oder Sym­ptome auf­tre­ten.

Anti­bio­tika kön­nen ver­hin­dern, dass sich eine Strep­to­kok­ken­in­fek­tion zu rheu­ma­ti­schem Fie­ber ent­wi­ckelt. Jedes Kind mit hart­nä­cki­gen Hals­schmer­zen sollte eine spe­zi­elle Unter­su­chung des Hal­ses machen, um auf eine Strep­to­kok­ken­in­fek­tion hin zu unter­su­chen. Peni­cil­lin oder ein ande­res Anti­bio­ti­kum ver­hin­dert in der Regel, dass sich die Strep­to­kok­ken zu rheu­ma­ti­schem Fie­ber ent­wi­ckeln.

Sym­ptome

Sym­ptome von Herz­klap­pen­pro­ble­men, die oft die Folge einer rheu­ma­ti­schen Herz­er­kran­kung sind, kön­nen sein : Brust­schmer­zen, über­mä­ßige Müdig­keit, Herz­klop­fen (wenn das Herz flat­tert oder schlägt), ein pral­les Gefühl in der Brust, Kurz­at­mig­keit und geschwol­lene Knö­chel, Hand­ge­lenke oder Bauch.

Behand­lung

Wer­den Herz­schä­den durch rheu­ma­ti­sches Fie­ber im Kin­des- oder Jugend­al­ter fest­ge­stellt, kön­nen bis zum Alter von 25 oder 30 Jah­ren täg­li­che Ein­nahme von Anti­bio­tika erfor­der­lich sein, um ein Wie­der­auf­tre­ten des rheu­ma­ti­schen Fie­bers zu ver­hin­dern und die Ent­wick­lung einer infek­tiö­sen bak­te­ri­el­len Endo­kar­di­tis, einer Infek­tion der Herz­klap­pen oder einer Herz­schwä­che zu ver­mei­den. Die zusätz­li­che Behand­lung hängt von der Art der Herz­schä­di­gung ab.