Vit­amin C : Mehr als nur Abwehr­kräfte

Die Abwehr von Erkäl­tun­gen und Grippe ist nur die Spitze des Eis­bergs für die­sen wir­kungs­vol­len Nähr­stoff.

Vit­amin C ist mehr als essen­ti­ell für die Gesund­heit – es ist ein wich­ti­ger Bestand­teil des Lebens selbst. Es hilft bei der Erhal­tung unse­rer Blut­ge­fäße und spielt eine Schlüs­sel­rolle bei der Ener­gie­er­zeu­gung, der Stim­mung, der Haut‑, Kno­chen- und Kör­per­er­hal­tung.

Che­mi­ker nen­nen das Vit­amin C Ascor­bin­säure. Als Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel gibt es viele ver­schie­dene For­men, dar­un­ter Ascor­bin­säure, Ester‑C und gepuf­fer­tes C.

VOR­TEILE : In den letz­ten Jah­ren hat die For­schung einen viel­fäl­ti­gen Nut­zen für Vit­amin C erge­ben.

Zell­re­gu­la­tor. In neue­ren Stu­dien hat allein Vit­amin C (von 880 Sub­stan­zen) die Umwand­lung von gene­ri­schen Zel­len in Herz‑, Gehirn- und Kno­chen­zel­len aus­ge­löst. In einer Stu­die began­nen neu gebil­dete Herz­zel­len tat­säch­lich zu pul­sie­ren, wenn sie unter dem Mikro­skop betrach­tet wur­den.

Ener­gie. Ihr Kör­per benö­tigt Vit­amin C, um L‑Carnitin her­zu­stel­len, das Ihnen hilft, Fett für Ener­gie zu ver­bren­nen. For­scher an den Natio­nal Insti­tu­tes of Health berich­te­ten, dass Müdig­keit eines der ers­ten Anzei­chen für einen Abbau von Vit­amin C war. In einer Stu­die erhiel­ten 44 Arbeit­neh­mer täg­lich 6 Gramm Vit­amin C. Nach zwei Wochen war ihre Müdig­keit um fast ein Drit­tel gesun­ken.

Haut und Kno­chen. Sie benö­ti­gen Vit­amin C, um Kol­la­gen zu pro­du­zie­ren, das vor­herr­schende Pro­tein im Kör­per. Kol­la­gen ist Teil unse­res gesam­ten Gewe­bes, ein­schließ­lich Haut, Organe, Knor­pel und Kno­chen. Einige Unter­su­chun­gen haben erge­ben, dass Vit­amin C‑haltige Lotio­nen den Haut­ton ver­bes­sern und feine Fal­ten redu­zie­ren kön­nen. Eine wei­tere Stu­die berich­tete, dass Vit­amin C das Risiko von Kno­chen­brü­chen redu­ziert.

Stim­mun­gen und psy­chi­sche Gesund­heit. Vit­amin C wird benö­tigt, um meh­rere wich­tige stim­mungs­för­dernde Neu­ro­trans­mit­ter her­zu­stel­len, dar­un­ter Dopa­min, Nor­ad­re­na­lin und Adre­na­lin. Ange­sichts die­ser Rolle ist es nicht ver­wun­der­lich, dass eines der ers­ten Anzei­chen für Vit­amin-C-Man­gel die Reiz­bar­keit ist. Eine kürz­lich in Mon­tréal durch­ge­führte Stu­die ergab, dass fast zwei von drei Pati­en­ten in einer Not­auf­nahme einen nied­ri­gen oder unzu­rei­chen­den Vit­amin C‑Spiegel hat­ten. Die täg­li­che Ein­nahme von 1.000 mg Vit­amin C führte zu einer signi­fi­kan­ten Ver­rin­ge­rung von Wut, Angst und Depres­sio­nen.

Infek­ti­ons­be­kämp­fer. Vit­amin C kann die Erkäl­tung nicht ver­hin­dern, aber es kann Sym­ptome und Dauer um etwa ein Drit­tel redu­zie­ren. Laut einer Über­prü­fung der Stu­dien ist der vor­teil­haf­teste Dosis­be­reich 2.0006.000 mg, ver­teilt über den gesam­ten Tag.

Krebs­be­hand­lung. Umfang­rei­che For­schun­gen deu­ten inzwi­schen dar­auf hin, dass hohe Dosen von Vit­amin C als Ergän­zung zur The­ra­pie bei Krebs­pa­ti­en­ten hilf­reich sind. Unter die­sen Umstän­den ist die ideale Ver­ab­rei­chungs­me­thode intra­ve­nös, aber auch ora­les Vit­amin C kann dabei hel­fen. Zehn Gramm (10.000 mg) ora­les Vit­amin C täg­lich ist beson­ders hilf­reich bei der Redu­zie­rung von Übel­keit, der Ver­bes­se­rung des Appe­tits und der Ver­bes­se­rung der all­ge­mei­nen Lebens­qua­li­tät bei Krebs­pa­ti­en­ten.

HIN­TER­GRUND : Ärzte und Ernäh­rungs­wis­sen­schaft­ler wis­sen seit lan­gem, dass Skor­but ein Zei­chen für Vit­amin-C-Man­gel ist. Die Krank­heit beinhal­tet extreme Müdig­keit, Blut­ergüsse und Blu­tun­gen aus Öff­nun­gen und alten Haut­ver­let­zun­gen. Skor­but ist jedoch nicht das erste Anzei­chen eines Vit­amin-C-Man­gels – es ist der finale Zustand der Sym­ptome vor dem Tod.

Fast alle Tiere stel­len ihr eige­nes Vit­amin C aus Glu­kose her. Doch die mensch­li­chen Vor­fah­ren ver­lo­ren diese Fähig­keit vor etwa einer Vier­tel­mil­lion Jah­ren, so dass wir Vit­amin C durch unsere Ernäh­rung gewin­nen müs­sen.

Wie viel Vit­amin C ?

Basie­rend auf ande­ren Tie­ren kann ein Mensch mit einem Gewicht von ca. 150 Kilo­gramm täg­lich zwi­schen 2.000 und 13.000 mg benö­ti­gen – mehr, wenn er durch Krank­heit belas­tet ist.

Die Ein­nahme von zu viel Vit­amin C auf ein­mal, lockert den Stuhl, was für Men­schen mit Ver­stop­fung von Vor­teil sein kann. Der ver­stor­bene Dr. Robert Cath­cart schlug vor, die „Darmtoleranz”-Methode zur Bestim­mung der idea­len Dosie­rung anzu­wen­den. Neh­men Sie Vit­amin C‑Ergänzungen drei- bis vier­mal täg­lich ein, aber hal­ten Sie die Dosie­rung etwas unter der Menge, die Ihren Stuhl lockert.

Eine oft zitierte Stu­die ergab, dass Men­schen nicht mehr als 200 mg täg­lich auf­neh­men kön­nen, aber das basierte auf nur sie­ben gesun­den jun­gen Män­nern. Die For­scher stell­ten fest, dass ihre Ergeb­nisse nicht auf Frauen, ältere Men­schen oder Men­schen mit chro­ni­schen Gesund­heits­pro­ble­men zutref­fen. Erwä­gen Sie, 1.000 mg mit jeder Mahl­zeit ein­zu­neh­men.