Was ist Anämie ?

Anämie ist eine Erkran­kung, die durch einen Man­gel an roten Blut­kör­per­chen ver­ur­sacht wird. Das bedeu­tet, dass die Gewebe und Organe des Kör­pers nicht genü­gend Sauer­stoff bekom­men kön­nen.

Rote Blut­kör­per­chen erhal­ten ihre Farbe durch ein rotes Pig­ment namens Hämo­glo­bin – die­ses Pig­ment ist auch für den Sauer­stoff­trans­port im Kör­per ver­ant­wort­lich. Wenn es also an roten Blut­kör­per­chen man­gelt, fehlt es auch an Hämo­glo­bin – und es wird nicht genü­gend Sauer­stoff an die ver­schie­de­nen Gewebe und Organe abge­ge­ben.

Was sind die Sym­ptome einer Anämie ?

All­ge­meine Sym­ptome einer Anämie kön­nen sein :

Müdig­keit, Müdig­keit, Träg­heit, Lethar­gie
Atem­be­schwer­den beim Trai­ning
Schwin­del­ge­fühl
Herz­klop­fen
Angina (Enge­ge­fühl in der Brust beim Trai­ning)
Bein­schmer­zen
Blas­ser Teint.

Abhän­gig von der zugrunde lie­gen­den Ursa­che der Anämie kön­nen sich auch andere Sym­ptome ent­wi­ckeln und kön­nen dies ein­schlie­ßen :

Unge­wöhn­li­ches Ver­lan­gen nach bestimm­ten Lebens­mit­teln
Schmerz­hafte Risse in den Mund­win­keln
Schluck­schwie­rig­kei­ten
Spröde und löf­fel­för­mige Nägel
Ver­lust des Tast­sin­nes, Gefühl von „Pins und Nadeln”.
Gelb­sucht (gelbe Fär­bung der Haut)
Bauch­schmer­zen
Spon­tane Blu­tun­gen unter der Haut oder aus dem Zahn­fleisch, der Nase, der Vagina oder dem Anus.
Schwar­zer Stuhl oder Blut, das in dei­nen Exkre­men­ten vor­han­den ist.

Eines oder meh­rere die­ser Sym­ptome oder Anzei­chen kön­nen auf eine Blut­ar­mut hin­wei­sen. Die ein­zige Mög­lich­keit, fest­zu­stel­len, ob Sie sicher an Blut­ar­mut lei­den, ist jedoch, Ihren Haus­arzt zu kon­sul­tie­ren und einen Blut­test zur Mes­sung Ihres Hämo­glo­bin­spie­gels durch­zu­füh­ren.

Wie kann man anämisch wer­den ?

Anämie tritt auf, wenn das nor­male Gleich­ge­wicht zwi­schen der Pro­duk­tion von roten Blut­kör­per­chen im Kno­chen­mark und der Zer­stö­rung von roten Blut­kör­per­chen in der Milz gestört ist – was zu einem all­ge­mei­nen Ver­lust von roten Blut­kör­per­chen führt. Dies kann fol­gende Ursa­chen haben :

Unzu­rei­chende Ery­thro­zy­ten­pro­duk­tion – dies kann auf eine unzu­rei­chende Ver­sor­gung mit den not­wen­di­gen „Zuta­ten”, ins­be­son­dere Eisen, Fol­säure und Vit­amin B12, oder auf Pro­bleme mit der ” Pro­duk­tion ” – dem Kno­chen­mark – zurück­zu­füh­ren sein.
Blu­tun­gen aus belie­bi­gen Quel­len, wie Darm oder Gebär­mut­ter – rote Zel­len kön­nen schnel­ler aus dem Kör­per ver­lo­ren gehen, als sie ersetzt wer­den kön­nen.
Vor­zei­tige oder über­mä­ßige Zer­stö­rung von Blut­zel­len in der Milz.

Es gibt viele ver­schie­dene Arten der Anämie.

Eisen­man­gelan­ämie

Dies ist bei wei­tem die häu­figste Form der Anämie in Irland – sie kann bis zu einer von fünf Frauen im gebär­fä­hi­gen Alter und 2% der erwach­se­nen Män­ner betref­fen. Eisen­man­gelan­ämie ist in der Regel die Folge einer unzu­rei­chen­den Nah­rungs­auf­nahme von Eisen, eines über­mä­ßi­gen Blut­ver­lus­tes durch Geschwüre oder andere Darm­pro­bleme oder durch starke Peri­oden. Die Ursa­che des Eisen­man­gels muss iden­ti­fi­ziert und behan­delt wer­den. Eisen-Tablet­ten und Ver­bes­se­run­gen in der Ernäh­rung sind wich­tige Ele­mente der Behand­lung (eisen­rei­che Lebens­mit­tel sind mage­res Fleisch, grü­nes Gemüse, Obst, Voll­korn­brot und Boh­nen.) In schwe­ren Fäl­len kann eine Blut­trans­fu­sion erfor­der­lich sein, um den Hämo­glo­bin­spie­gel wie­der auf ein nor­ma­les Niveau zu brin­gen.

Mega­l­ob­las­ti­sche Anämie

Mega­l­ob­las­ti­sche Anämie – so genannt wegen der gro­ßen, defor­mier­ten Zel­len im Blut – wird durch einen Man­gel an Fol­säure oder Vit­amin B12 ver­ur­sacht. Der Kör­per benö­tigt diese bei­den Sub­stan­zen, um rote Blut­kör­per­chen her­zu­stel­len.

Fol­säure kann nicht im Kör­per gespei­chert wer­den ; daher ist eine kon­stante Ver­sor­gung aus der Nah­rung erfor­der­lich (zu den fol­säu­re­rei­chen Lebens­mit­teln gehö­ren grü­nes Gemüse, mage­res Fleisch und ange­rei­cher­tes Brot usw.). Anämie auf­grund von Fol­säu­re­man­gel tritt am häu­figs­ten bei Schwan­ge­ren auf, deren Fol­säu­re­be­darf wäh­rend der Schwan­ger­schaft steigt.

B12 Man­gel

Vit­amin B12 kommt nur in Lebens­mit­teln tie­ri­schen Ursprungs vor und muss sich mit einer Che­mi­ka­lie namens intrinsi­scher Fak­tor im Darm kom­bi­nie­ren, bevor es auf­ge­nom­men wer­den kann. Über­schüs­si­ges Vit­amin B12 kann in der Leber gespei­chert wer­den ; daher ist eine unzu­rei­chende Nah­rungs­auf­nahme rela­tiv sel­ten – obwohl eine strenge vege­ta­ri­sche Ernäh­rung zu Vit­amin B12-Man­gel füh­ren kann.

Hämo­ly­ti­sche Anämie

Dies ist eine Erkran­kung, bei der die roten Blut­kör­per­chen des Kör­pers vor­zei­tig zer­stört wer­den. Dies kann durch einen Defekt inner­halb der Ery­thro­zy­ten selbst ver­ur­sacht wer­den, der in der Regel ver­erbt wird und die Zel­len spon­tan zum Rei­ßen bringt – oder durch einen exter­nen Aus­lö­ser – wie z.B. eine Infek­tion, ein Medi­ka­ment oder Toxin.

Sichel­zel­len­an­ämie

Die Sichel­zel­len­an­ämie ist eine gene­tisch bedingte Erkran­kung, die die Fähig­keit der roten Blut­kör­per­chen beein­träch­tigt, Sauer­stoff in das Gewebe des Kör­pers zu trans­por­tie­ren. Sie betrifft vor allem Schwarz­afri­ka­ner und ihre Nach­kom­men welt­weit.

Tha­las­sä­mie

Tha­las­sä­mie ist auch eine gene­tisch bedingte Anämie. Es beein­flusst die Syn­these von Hämo­glo­bi­nen, die Sauer­stoff durch den Kör­per trans­por­tie­ren. Sie ist auch unter dem alter­na­ti­ven Namen Mit­tel­meer­krank­heit bekannt, da sie in ers­ter Linie Men­schen medi­ter­ra­nen Ursprungs betrifft.

Aplas­ti­sche Anämie

Die aplas­ti­sche Anämie ist eine sel­tene und schwere Krank­heit, die die Fähig­keit des Kör­pers beein­träch­tigt, rote Blut­kör­per­chen im Kno­chen­mark zu pro­du­zie­ren. Manch­mal ist eine Kno­chen­mark­trans­plan­ta­tion der ein­zige Aus­weg. Diese Art der Anämie kann ver­erbt wer­den, oder sie kann durch eine Schä­di­gung des Kno­chen­marks durch bestimmte Medi­ka­mente, Infek­tio­nen oder Strah­len ver­ur­sacht wer­den.

Anämie kann auch mit eini­gen ande­ren Erkran­kun­gen wie Auto­im­mun­erkran­kun­gen, Krebs und Infek­tio­nen ver­bun­den sein, die die Pro­duk­tion von roten Blut­kör­per­chen redu­zie­ren kön­nen.

Wie wird Anämie behan­delt ?

Bei Eisen­man­gelan­ämie kann Ihr Arzt eine Ernäh­rungs­um­stel­lung emp­feh­len, um die Eisen­auf­nahme zu erhö­hen – oder Eisen­prä­pa­rate kön­nen not­wen­dig wer­den. Ebenso kön­nen Fol­säure und Vit­amin B‑12-Ergän­zun­gen erfor­der­lich sein, wenn Sie sich in einer die­ser Sub­stan­zen als unzu­rei­chend erwei­sen.

Wenn Sie an hämo­ly­ti­scher Anämie lei­den, müs­sen Sie mög­li­cher­weise ope­riert wer­den, um die Milz zu ent­fer­nen (Milz­re­sek­tion), wäh­rend ein Pati­ent mit aplas­ti­scher Anämie eine Kno­chen­mark­trans­plan­ta­tion benö­tigt.

Anämie kann eine lebens­be­droh­li­che Erkran­kung sein, da Herz, Lunge und Gehirn auf die roten Blut­kör­per­chen des Kör­pers ange­wie­sen sind, um Sauer­stoff zu trans­por­tie­ren. Wenn Sie ver­mu­ten, dass Sie anämisch sind, soll­ten Sie Ihren Haus­arzt kon­sul­tie­ren.