Was ist Ano­re­xie ?

Ano­rexia Ner­vosa ist eine psy­cho­lo­gi­sche und poten­zi­ell lebens­be­droh­li­che Ess­stö­rung.

Die­je­ni­gen die mit die­ser Ess­stö­rung zu kämp­fen haben, lei­den typi­scher­weise an einem extrem nied­ri­gen Kör­per­ge­wicht im Ver­hält­nis zu ihrer Größe und ihrem Kör­per­typ.

Der oft als BMI (Body Mass Index) bezeich­nete Kör­per­ge­wichts­in­dex ist ein Instru­ment, mit dem The­ra­peu­ten oft die Ange­mes­sen­heit des Kör­per­ge­wichts für eine Per­son beur­tei­len, die mit einer Ess­stö­rung zu kämp­fen hat. Dar­über hin­aus kön­nen Beob­ach­tun­gen von Ess­ge­wohn­hei­ten, Bewe­gung und Per­sön­lich­keits­merk­ma­len Hin­weise auf eine mager­süch­tige Dia­gnose geben. Wer mit Ano­re­xie zu kämp­fen hat, fürch­tet häu­fig eine Gewichts­zu­nahme und hat ein ver­zerr­tes Kör­per­bild. Betrof­fene glau­ben oft, dass sie viel schwe­rer erschei­nen als sie sind.

Dar­über hin­aus ver­an­schau­li­chen Frauen und Män­ner, die unter die­ser Ess­stö­rung lei­den, eine Fixie­rung mit einer dün­nen Figur und abnor­men Ess­ge­wohn­hei­ten. Ano­rexia ner­vosa ist aus­tausch­bar mit dem Begriff Ano­rexia, der sich auf Selbst­ver­hun­ge­rung und Appe­tit­lo­sig­keit bezieht.

Die wich­tigs­ten Arten der Ano­re­xie

Es gibt zwei gemein­same Arten von Ano­re­xie :

Binge/​Purge Typ : Die Per­son, die mit die­ser Art von Ess­stö­rung zu kämp­fen hat, wird oft nach dem Essen erbre­chen. Dies mil­dert die Angst vor einer Gewichts­zu­nahme und gleicht einige der Schuld­ge­fühle aus, ver­bo­tene oder stark ein­ge­schränkte Lebens­mit­tel zu sich genom­men zu haben. Das kom­pen­sie­rende Ver­hal­ten der Per­son mit Binge/​Purge Type Ano­re­xie kann durch über­mä­ßi­ges Trai­ning, Erbre­chen oder Miss­brauch von Abführ­mit­teln berei­nigt wer­den.

Restrik­tiv : Der Mensch, der an restrik­ti­ver Ano­re­xie lei­det, wird oft als sehr selbst­dis­zi­pli­niert wahr­ge­nom­men. Sie begren­zen die Menge an Lebens­mit­teln, Kalo­rien und oft fett­rei­chen oder zucker­rei­chen Lebens­mit­teln. Sie ver­brau­chen weit­aus weni­ger Kalo­rien, als zur Erhal­tung eines gesun­den Gewichts benö­tigt wer­den. 

Obwohl es zwei Klas­si­fi­zie­run­gen die­ser Ess­stö­rung gibt, zei­gen beide Arten ähn­li­che Sym­ptome, wie z.B. eine irra­tio­nale Angst vor Gewichts­zu­nahme und abnor­male Ernäh­rungs­mus­ter.

Ursa­chen der Ano­re­xie

Die Ess­stö­rung basiert auf gene­ti­scher Ver­an­la­gung, Per­sön­lich­keits­merk­ma­len und Umwelt­fak­to­ren.

Bei­spiele für Umwelt­fak­to­ren, die zum Auf­tre­ten die­ser Ess­stö­rung bei­tra­gen wür­den, sind :

  • Die Aus­wir­kun­gen der Dünn­heits­kul­tur in den Medien, die die dün­nen Men­schen als ideale Ste­reo­ty­pen stän­dig ver­stär­ken.
  • Berufe und Kar­rie­ren, die das Dünn­sein und die Gewichts­ab­nahme för­dern, wie Bal­lett und Mode­ling.
  • Fami­lien- und Kind­heits­trau­mata : sexu­el­ler Miss­brauch in der Kind­heit, schwe­res Trauma
  • Grup­pen­druck unter Freun­den und Kol­le­gen, dünn oder sexy zu sein.

Bei­spiele für bio­lo­gi­sche Fak­to­ren sind

- Unre­gel­mä­ßige Hor­mon­funk­tio­nen

- Gene­tik (die Ver­bin­dung zwi­schen Ano­re­xie und den eige­nen Genen wird immer noch inten­siv erforscht, aber wir wis­sen, dass die Gene­tik ein Teil der Pro­bleme ist).