Ursa­chen

Es gibt zwei Arten von Blut­hoch­druck.

Pri­märe (essen­ti­elle) Hyper­to­nie

Für die meis­ten Erwach­se­nen gibt es keine erkenn­bare Ursa­che für Blut­hoch­druck. Diese Art von Blut­hoch­druck, die so genannte pri­märe (essen­ti­elle) Hyper­to­nie, neigt dazu, sich über viele Jahre all­mäh­lich zu ent­wi­ckeln.

Sekun­däre Hyper­to­nie

Einige Men­schen haben einen hohen Blut­druck, der durch eine Grund­er­kran­kung ver­ur­sacht wird. Diese Art von Blut­hoch­druck, die so genannte sekun­däre Hyper­to­nie, neigt dazu, plötz­lich auf­zu­tau­chen und einen höhe­ren Blut­druck zu ver­ur­sa­chen als die pri­märe Hyper­to­nie.

Ver­schie­dene Erkran­kun­gen und Medi­ka­mente kön­nen zu sekun­dä­rer Hyper­to­nie füh­ren, ein­schließ­lich :

  • - Obstruk­tive Schlaf­apnoe
  • - Nie­ren­pro­bleme
  • - Tumore der Neben­niere
  • - Schild­drü­sen­pro­bleme
  • - Bestimmte Defekte, mit denen du gebo­ren wur­dest (ange­bo­ren), in den Blut­ge­fä­ßen.
  • - Bestimmte Medi­ka­mente, wie z.B. Anti­ba­by­pil­len, Erkäl­tungs­mit­tel, Abschwell­mit­tel, rezept­freie Schmerz­mit­tel und einige ver­schrei­bungs­pflich­tige Medi­ka­mente.
  • - Ille­gale Dro­gen wie Kokain und Amphet­amine

Risi­ko­fak­to­ren

Blut­hoch­druck hat viele Risi­ko­fak­to­ren, ein­schließ­lich :

Alter : Das Risiko von Blut­hoch­druck steigt mit zuneh­men­dem Alter. Bis etwa 64 Jahre ist Blut­hoch­druck bei Män­nern häu­fi­ger. Frauen ent­wi­ckeln häu­fi­ger Blut­hoch­druck nach dem 65. Lebens­jahr.

Ren­nen : Blut­hoch­druck ist beson­ders häu­fig bei Men­schen afri­ka­ni­schen Ursprungs und ent­wi­ckelt sich oft in einem frü­he­ren Alter als bei Wei­ßen. Schwere Kom­pli­ka­tio­nen wie Schlag­an­fall, Herz­in­farkt und Nie­ren­ver­sa­gen sind auch bei Men­schen afri­ka­ni­schen Ursprungs häu­fi­ger.

Fami­li­en­ge­schichte : Blut­hoch­druck neigt dazu, in Fami­lien zu lau­fen.

Über­ge­wich­tig oder fett­lei­big sein : Je mehr Sie wie­gen, desto mehr Blut benö­ti­gen Sie, um Ihrem Gewebe Sauer­stoff und Nähr­stoffe zuzu­füh­ren. Mit zuneh­men­dem Blut­vo­lu­men, das durch Ihre Blut­ge­fäße zir­ku­liert, steigt auch der Druck auf Ihre Arte­ri­en­wände.

Nicht kör­per­lich aktiv sein : Men­schen, die nicht aktiv sind, nei­gen dazu, eine höhere Herz­fre­quenz zu haben. Je höher deine Herz­fre­quenz, desto här­ter muss dein Herz mit jeder Kon­trak­tion arbei­ten und desto stär­ker ist die Kraft auf deine Arte­rien. Man­gelnde kör­per­li­che Akti­vi­tät erhöht auch das Risiko von Über­ge­wicht.

Tabak : Nicht nur, dass das Rau­chen oder Kauen von Tabak sofort Ihren Blut­druck vor­über­ge­hend erhöht, son­dern auch, dass die Che­mi­ka­lien im Tabak die Aus­klei­dung Ihrer Arte­ri­en­wände beschä­di­gen kön­nen. Dies kann dazu füh­ren, dass sich Ihre Arte­rien ver­en­gen und das Risiko einer Herz­er­kran­kung steigt. Pas­siv­rau­chen kann auch das Risiko von Herz­er­kran­kun­gen erhö­hen.

Zu viel Salz (Natrium) in Ihrer Ernäh­rung : Zu viel Natrium in Ihrer Ernäh­rung kann dazu füh­ren, dass Ihr Kör­per Flüs­sig­keit zurück­hält, was den Blut­druck erhöht.

Zu wenig Kalium in dei­ner Ernäh­rung : Kalium hilft, die Natri­um­menge in den Zel­len aus­zu­glei­chen. Wenn Sie nicht genü­gend Kalium in Ihrer Ernäh­rung bekom­men oder genü­gend Kalium behal­ten, kön­nen Sie zu viel Natrium im Blut ansam­meln.

Zu viel Alko­hol trin­ken : Mit der Zeit kann star­ker Alko­hol­kon­sum Ihr Herz schä­di­gen. Mehr als ein Getränk pro Tag für Frauen und mehr als zwei Getränke pro Tag für Män­ner kön­nen Ihren Blut­druck beein­flus­sen.

Der „Täter” Alko­hol

Wenn Sie Alko­hol trin­ken, tun Sie dies in Maßen. Für gesunde Erwach­sene bedeu­tet das bis zu einem Drink pro Tag für Frauen und zwei Drinks pro Tag für Män­ner. Ein Getränk ent­spricht 350ml Bier, 147ml Wein oder 44ml 80-pro­zen­ti­ger Alko­hol.

Ver­mei­den Sie Stress

Stress. Hoher Stress kann zu einem vor­über­ge­hen­den Anstieg des Blut­drucks füh­ren. Wenn Sie ver­su­chen, sich zu ent­span­nen, indem Sie mehr essen, Tabak kon­su­mie­ren oder Alko­hol trin­ken, kön­nen Sie die Pro­bleme mit Blut­hoch­druck nur ver­stär­ken.

Bestimmte chro­ni­sche Erkran­kun­gen. Bestimmte chro­ni­sche Erkran­kun­gen kön­nen auch Ihr Risiko für Blut­hoch­druck erhö­hen, wie z.B. Nie­ren­er­kran­kun­gen, Dia­be­tes und Schlaf­apnoe.

Manch­mal trägt auch eine Schwan­ger­schaft zu hohem Blut­druck bei

Obwohl Blut­hoch­druck bei Erwach­se­nen am häu­figs­ten auf­tritt, kön­nen auch Kin­der gefähr­det sein. Bei eini­gen Kin­dern wird Blut­hoch­druck durch Pro­bleme mit den Nie­ren oder dem Her­zen ver­ur­sacht. Aber für eine wach­sende Zahl von Kin­dern tra­gen schlechte Lebens­ge­wohn­hei­ten wie unge­sunde Ernäh­rung, Fett­lei­big­keit und Bewe­gungs­man­gel zu hohem Blut­druck bei.

Kom­pli­ka­tio­nen

Der durch Blut­hoch­druck ver­ur­sachte Über­druck an den Arte­ri­en­wän­den kann Ihre Blut­ge­fäße sowie die Organe in Ihrem Kör­per schä­di­gen. Je höher Ihr Blut­druck und je län­ger er unkon­trol­liert bleibt, desto grö­ßer ist der Scha­den.

Unkon­trol­lier­ter Blut­hoch­druck kann zu Kom­pli­ka­tio­nen füh­ren

Ein­schließ­lich :

Herz­in­farkt oder Schlag­an­fall : Blut­hoch­druck kann zu einer Ver­här­tung und Ver­di­ckung der Arte­rien (Athe­ro­skle­rose) füh­ren, was zu einem Herz­in­farkt, Schlag­an­fall oder ande­ren Kom­pli­ka­tio­nen füh­ren kann.

Aneu­rysma : Ein erhöh­ter Blut­druck kann dazu füh­ren, dass Ihre Blut­ge­fäße schwä­cher wer­den und sich aus­deh­nen und ein Aneu­rysma bil­den. Wenn ein Aneu­rysma reißt, kann es lebens­be­droh­lich sein.

Herz­in­suf­fi­zi­enz : Um Blut gegen den höhe­ren Druck in Ihren Gefä­ßen zu pum­pen, muss das Herz här­ter arbei­ten. Dadurch ver­di­cken sich die Wände der Pump­kam­mer des Her­zens (links­ven­tri­ku­läre Hyper­tro­phie). Schließ­lich kann es dem ver­dick­ten Mus­kel schwer fal­len, genü­gend Blut zu pum­pen, um die Bedürf­nisse des Kör­pers zu befrie­di­gen, was zu Herz­in­suf­fi­zi­enz füh­ren kann.

Geschwächte und ver­engte Blut­ge­fäße in Ihren Nie­ren : Dies kann ver­hin­dern, dass diese Organe nor­mal funk­tio­nie­ren.

Ver­dickte, ver­engte oder geris­sene Blut­ge­fäße in den Augen. Dies kann zu einem Seh­ver­lust füh­ren.

Meta­bo­li­sches Syn­drom : Die­ses Syn­drom ist ein Bün­del von Stoff­wech­sel­stö­run­gen des Kör­pers, ein­schließ­lich eines erhöh­ten Tail­len­um­fangs, hoher Tri­gly­ce­ride, nied­ri­ger hoch­dich­ter Lipo­pro­tein (HDL) Cho­le­ste­rin­werte, des „guten” Cho­le­ste­rins, hoher Blut­druck und hoher Insu­lin­spie­gel. Diese Bedin­gun­gen erhö­hen die Wahr­schein­lich­keit, dass Sie Dia­be­tes, Herz­krank­hei­ten und Schlag­an­fälle ent­wi­ckeln.

Pro­bleme mit dem Gedächt­nis oder dem Ver­ständ­nis : Unkon­trol­lier­ter Blut­hoch­druck kann auch Ihre Fähig­keit zu den­ken, sich zu erin­nern und zu ler­nen beein­träch­ti­gen. Pro­bleme mit dem Gedächt­nis oder dem Ver­ständ­nis von Kon­zep­ten sind häu­fi­ger bei Men­schen mit Blut­hoch­druck.

Demenz : Ver­engte oder blo­ckierte Arte­rien kön­nen den Blut­fluss zum Gehirn ein­schrän­ken und zu einer bestimm­ten Art von Demenz (vasku­läre Demenz) füh­ren. Ein Schlag­an­fall, der den Blut­fluss zum Gehirn unter­bricht, kann auch eine vasku­läre Demenz ver­ur­sa­chen.