Was ist COPD ?

COPD (Chro­nic Obst­ruc­tive Pul­mo­nary Dise­ase) ist ein Name, der ver­schie­dene Erkran­kun­gen beschreibt, bei denen Men­schen auf­grund von Lang­zeit­schä­den in der Lunge Atem­be­schwer­den haben. Es beinhal­tet chro­ni­sche Bron­chi­tis und Emphy­sem und viele Men­schen haben bei­des. Bei COPD wer­den die Atem­wege in der Lunge geschä­digt, wodurch sie enger wer­den und es für die Luft schwie­ri­ger wird, in die Lunge ein- und aus­zu­drin­gen.

Da die COPD chro­ni­sche Bron­chi­tis, Emphy­sem und chro­ni­sches Asthma umfasst, wer­den viele Pati­en­ten Sym­ptome haben, die mit allen drei ver­bun­den sein kön­nen. Was auch immer die Ursa­che ist, es gibt vier Haupt­sym­ptome :

Atem­not
Hus­ten
Sputum­pro­duk­tion
Keu­chen

Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) defi­niert COPD als

eine häu­fige ver­meid­bare und behan­del­bare Krank­heit, gekenn­zeich­net durch eine Luft­strom­be­gren­zung, die in der Regel pro­gres­siv ist und mit einer erhöh­ten chro­ni­schen Ent­zün­dungs­re­ak­tion in den Atem­we­gen und der Lunge auf schäd­li­che Par­ti­kel oder Gase ver­bun­den ist. Exazer­ba­tio­nen und Komor­bi­di­tä­ten tra­gen zur Gesamt­schwere bei ein­zel­nen Pati­en­ten bei.”

Diese Defi­ni­tion ist­na­tür­lich her­vor­ra­gend für Medi­zi­ner, aber was bedeu­tet sie eigent­lich ?

COPD ist keine spe­zi­fi­sche Krank­heit an sich, son­dern ein Spek­trum aus fol­gen­den Erkran­kun­gen.

Chro­ni­sche Bron­chi­tis

Das Mar­ken­zei­chen die­ser Krank­heit ist ein chro­ni­scher pro­duk­ti­ver Hus­ten (Phelgm oder Schleim, der mit Hus­ten ver­bun­den ist), für drei oder mehr Monate über zwei auf­ein­an­der­fol­gende Jahre, ohne dass eine andere bekannte Ursa­che für den Hus­ten fest­ge­stellt wurde. Sie wird durch eine chro­ni­sche Ent­zün­dung der Bron­chien (mit­tel­große Atem­wege) ver­ur­sacht, die zu ver­dick­ten Wän­den mit einer Zunahme der Anzahl schleim­pro­du­zie­ren­der Zel­len führt (die Ursa­che für die pro­duk­tive Natur beim Hus­ten).

Emphy­sem

Dies wird durch eine Zer­stö­rung der Luft­raum­wände in der Lunge ver­ur­sacht, was dazu führt, dass sie dau­er­haft ver­grö­ßert wer­den. Die Beu­tel sind wie Bal­lons, die sich beim Ein­at­men aus­deh­nen und sich beim Aus­at­men zusam­men­zie­hen. Beim Emphy­sem ver­lie­ren die Bal­lons ihre Elas­ti­zi­tät, so dass beim Aus­at­men der Bal­lon gewei­tet bleibt, was bedeu­tet, dass die fri­sche Luft beim Wie­der­ein­at­men nir­gendwo hin kann.

Asthma

Jetzt fra­gen Sie sich viel­leicht, warum Asthma eine Neben­er­schei­nung der COPD ist. Asthma ist ein chro­ni­scher Zustand der Atem­wege, der zu Epi­so­den von Keu­chen, Kurz­at­mig­keit und Hus­ten führt. Im All­ge­mei­nen ist Asthma ein rever­si­bler Zustand, der nur wäh­rend der Epi­so­den Sym­ptome auf­weist, aber in Fäl­len, in denen der Zustand nicht mehr voll­stän­dig rever­si­bel ist, kann er unter COPD kate­go­ri­siert wer­den.

COPD kann eine Mischung aus Krank­heits­pro­zes­sen beinhal­ten, und man fin­det oft eine Mischung aus den oben genann­ten Krank­hei­ten bei jedem ein­zel­nen COPD-Pati­en­ten. Wenn Sie jeman­den im Früh­sta­dium der Krank­heits­ent­wick­lung beob­ach­ten, kön­nen Sie fest­stel­len, dass er die mit Emphy­sem oder chro­ni­scher Bron­chi­tis ver­bun­de­nen Ver­än­de­run­gen hat, jedoch keine Sym­ptome . Wenn jemand ein Emphy­sem oder eine chro­ni­sche Bron­chi­tis hat, ohne Anzei­chen einer Atem­wegs­ob­struk­tion, wird er nicht als COPD ein­ge­stuft.

Warum ent­wi­ckeln Men­schen COPD ?

Rau­chen & Emphy­sem

Die Ant­wort auf diese Frage ist Rau­chen ! Über 80% der COPD tritt bei Ziga­ret­ten­rau­chern auf. Es gibt keine Mög­lich­keit vor­her­zu­sa­gen, wel­che Rau­cher eine COPD ent­wi­ckeln wer­den und wel­che nicht, aber im All­ge­mei­nen gilt : Je stär­ker Ihre Ziga­ret­ten­be­las­tung, desto wahr­schein­li­cher ist es, dass Sie sie ent­wi­ckeln. Alle Rau­cher wer­den ihrer Lunge einen gewis­sen Scha­den zufü­gen. Einige haben eine sehr kurze Rau­cher­ge­schichte und ent­wi­ckeln schwere Krank­hei­ten, wäh­rend andere ihre ganze Liebe stark geraucht hät­ten und nur eine schwach aus­ge­prägte Krank­heit haben. Rau­cher erzäh­len immer die Geschichte ihrer 100 Jahre alten Oma, die ihr gan­zes Leben lang geraucht hat und fit wie ein Turn­schuh war, um sich und andere davon zu über­zeu­gen, dass es ihnen gut gehen wird ! Ja, das pas­siert, aber es ist sicher­lich nicht die Norm und es gibt keine Mög­lich­keit zu wis­sen, wie es einem Rau­cher in Zukunft gehen wird. Am bes­ten ist es, über­haupt kein Risiko ein­zu­ge­hen !

Die rest­li­chen 20% der COPD wer­den im All­ge­mei­nen durch die Belas­tung durch Berufs- und Umwelt­stoffe wie Dämpfe oder Staub oder sel­tene gene­ti­sche Bedin­gun­gen ver­ur­sacht. Da sich unser Ver­ständ­nis von Krank­hei­ten ver­bes­sert hat, haben sich auch die Arbeits­be­din­gun­gen im All­ge­mei­nen ver­bes­sert, und das Risiko einer beruf­li­chen COPD ist nicht mehr das, was es ein­mal war, aber es tritt immer noch auf.

Was sind also die Sym­ptome der COPD ?

Es gibt drei Haupt­sym­ptome der COPD, die die Krank­heit defi­nie­ren

Dys­pnoe (Kurz­at­mig­keit)
Chro­ni­scher Hus­ten
Sputum­pro­duk­tion

Das häu­figste Anfangs­sym­ptom von COPD ist Atem­not bei Anstren­gung, aber es gibt auch andere Sym­ptome, die weni­ger häu­fig sind als die oben genann­ten, wie z.B. Keu­chen und Brust­schmer­zen.