Was ist die Alz­hei­mer-Krank­heit ?

Die Alz­hei­mer-Krank­heit ist eine unheil­bare, fort­schrei­tende dege­ne­ra­tive Erkran­kung des Gehirns. Es ist die häu­figste Form der Demenz. Alz­hei­mer ist nicht ein­fach nur ein Gedächt­nis­ver­lust. Es ist auch ein Rück­gang der Fähig­keit zu den­ken und zu ver­ste­hen. Fol­ge­rich­tige Ver­än­de­run­gen in der Per­sön­lich­keit gehen mit einer Funk­ti­ons­un­fä­hig­keit ein­her. Die Art, der Schwe­re­grad, die Rei­hen­folge und das Fort­schrei­ten der men­ta­len Ver­än­de­run­gen vari­ie­ren stark zwi­schen den Men­schen. Wäh­rend es am häu­figs­ten ältere Men­schen betrifft, ist die Alz­hei­mer-Krank­heit kein Teil des nor­ma­len Alterns.

Was sind die Symptome/​Warnzeichen der Alz­hei­mer-Krank­heit ?

Gedächt­nis­ver­lust oder uner­klär­li­che Ver­wir­rung, die die täg­li­chen Akti­vi­tä­ten stört.
Schwie­rig­kei­ten bei der Aus­füh­rung ver­trau­ter Auf­ga­ben und Pflich­ten
Pro­bleme beim Spre­chen, Ver­ste­hen, Lesen oder Schrei­ben
Ver­ges­sen von Wör­tern oder Erset­zen unan­ge­mes­se­ner Wör­ter
Des­ori­en­tie­rung zu Zeit und Ort (z.B. Ver­ir­rung in ver­trau­ter Umge­bung)
schlech­tes oder ver­min­der­tes Urteils­ver­mö­gen (z.B. das Tra­gen eines Win­ter­man­tels an einem hei­ßen Som­mer­tag)
Pro­bleme mit dem abs­trak­ten Den­ken (z.B. Schwie­rig­kei­ten beim Aus­gleich eines Scheck­buchs)
Ver­le­gen von Din­gen an unge­eig­ne­ten Orten (z.B. Auf­be­wah­rung)
Stim­mungs- oder Ver­hal­tens­än­de­run­gen (z.B. schnelle Stim­mungs­schwan­kun­gen ohne ersicht­li­chen Grund oder Flu­chen)
dras­ti­sche Ver­än­de­run­gen in der Per­sön­lich­keit (z.B. Miss­trauen)
man­geln­des Inter­esse und Betei­li­gung an den übli­chen Akti­vi­tä­ten

Sind meh­rere die­ser Symptome/​Warnzeichen vor­han­den, sollte die Per­son von einem Arzt beur­teilt wer­den. Häu­fig wer­den die frü­hen Sym­ptome der Alz­hei­mer­krank­heit, zu denen Ver­gess­lich­keit und Kon­zen­tra­ti­ons­ver­lust gehö­ren, fälsch­li­cher­weise als nor­male Anzei­chen des Alterns abge­tan.

Haben Frauen ein höhe­res Risiko, an der Alz­hei­mer-Krank­heit zu erkran­ken ?

Das Alter ist der wich­tigste bekannte Risi­ko­fak­tor für die Alz­hei­mer-Krank­heit. Das bedeu­tet, je län­ger die Men­schen leben, desto wahr­schein­li­cher ist es, dass sie die Krank­heit ent­wi­ckeln. Da Frauen eine län­gere Lebens­er­war­tung haben als Män­ner, haben sie ein höhe­res Lebens­zei­t­ri­siko für die Ent­ste­hung der Alz­hei­mer-Krank­heit.

Warum ist eine früh­zei­tige Dia­gnose wich­tig ?

Es ist wich­tig, die tat­säch­li­che Ursa­che der kogni­ti­ven (men­ta­len Pro­zesse ein­schließ­lich Gedächt­nis und Urteil) Sym­ptome zu bestim­men. Die Sym­ptome dür­fen nicht durch Alz­hei­mer ver­ur­sacht wer­den. Viele Ursa­chen, wie Depres­sio­nen, Medi­ka­men­ten­wech­sel­wir­kun­gen, Schild­drü­sen­pro­bleme und Vit­amin­man­gel, sind bei früh­zei­ti­ger Erken­nung und ent­spre­chen­der Behand­lung rever­si­bel.

Eine früh­zei­tige Dia­gnose von Alz­hei­mer kann die Wahr­schein­lich­keit eines mög­li­chen Nut­zens von zuge­las­se­nen Medi­ka­men­ten erhö­hen. Es ermög­licht auch der Per­son mit Alz­hei­mer, an gesund­heit­li­chen, finan­zi­el­len und recht­li­chen Ent­schei­dun­gen teil­zu­neh­men.

Gibt es eine Behand­lung der Alz­hei­mer-Krank­heit ?

Es gibt der­zeit keine Hei­lung. Für einige Men­schen im frü­hen bis mitt­le­ren Sta­dium der Erkran­kung kön­nen neue Medi­ka­mente eine begrenzte kogni­tive Sym­ptom­bes­se­rung bewir­ken. Aller­dings wird ein Ver­hal­tens­sym­ptom-Manage­ment ohne den Ein­satz von Medi­ka­men­ten emp­foh­len, da ein erhöh­tes Risiko besteht, die Demenz und andere Neben­wir­kun­gen zu ver­schlim­mern. Die Maß­nah­men umfas­sen Fami­li­en­bil­dung und ‑bera­tung, die Ver­än­de­rung der Umwelt und geplante Akti­vi­tä­ten.

Eine Per­son mit Alz­hei­mer sollte unter ärzt­li­cher Auf­sicht ste­hen und kann einen Neu­ro­lo­gen, Psych­ia­ter, Haus­arzt, Inter­nis­ten oder Geria­ter (einen Spe­zia­lis­ten, der ältere Erwach­sene behan­delt) auf­su­chen. Der Arzt kann die kör­per­li­chen und Ver­hal­tens­pro­bleme der Per­son behan­deln und die vie­len Fra­gen beant­wor­ten, die die Per­son oder die Fami­lie haben kann.

Wie ist die Pro­gnose für jeman­den mit Alz­hei­mer-Krank­heit ?

Alz­hei­mer ist eine fort­schrei­tende Krank­heit. Eine Per­son mit Alz­hei­mer-Krank­heit lebt durch­schnitt­lich acht Jahre und bis zu 20 Jahre oder mehr ab Beginn der Sym­ptome. Die häu­figste Todes­ur­sa­che für Men­schen mit Alz­hei­mer ist eine Infek­tion.