Was ist eine APC-Resis­tenz ?

Das hoch­kom­plexe mensch­li­che Blut­ge­rin­nungs­sys­tem, das durch die APC-Resis­tenz (Acti­va­ted Pro­tein C) gestört wird, schließt und heilt offene Wun­den und Ver­let­zun­gen an klei­nen Blut­ge­fä­ßen, indem es ein Netz­werk von Pro­te­in­fä­den im Kör­per auf­nimmt.

Die­ses Pro­tein, bekannt als „Fibrin”, bil­det die Grund­struk­tur des Blut­ge­rinn­sels, das zur Schlie­ßung der Wunde führt. Das „fibri­n­o­ly­ti­sche Sys­tem”, das par­al­lel zu die­sem Gerin­nungs­sys­tem und auch bei pro­t­e­in­hal­ti­gen Sub­stan­zen arbei­tet, hat die Auf­gabe, die Blut­ge­rinn­sel auf­zu­lö­sen und zu ent­fer­nen.

Wäh­rend diese bei­den Sys­teme bei gesun­den Men­schen ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis auf­wei­sen und die Blut­ge­rin­nung nur dort beginnt, wo sie benö­tigt wird (z.B. zum Ver­schlie­ßen ver­letz­ter Blut­ge­fäße), ist das fibri­n­o­ly­ti­sche Sys­tem nicht in der Lage, den „Blut­ge­rin­nungs­fak­tor V” in der APC-Resis­tenz zu tei­len.

So gibt es bei der APC-Resis­tenz kein Gleich­ge­wicht zwi­schen nor­ma­ler Blut­ge­rin­nung und unzu­rei­chen­der Zell­lö­sung.

Was sind die Ursa­chen ?

Die APC-Resis­tenz wird durch einen Gen­de­fekt ver­ur­sacht. Betrof­fene sind anfäl­li­ger für Throm­bo­sen, weil die gerin­nungs­hem­mende Wir­kung des soge­nann­ten „akti­vier­ten Pro­te­ins C”, kurz APC, geschwächt ist. Das Risiko, APC-resis­tent zu wer­den, steigt, wenn beide Eltern­teile den Gen­de­fekt erben.

Hier sind ein paar Bei­spiele, die Ihnen hel­fen sol­len zu ver­ste­hen :

Men­schen, die ein defek­tes Gen von einem Eltern­teil geerbt haben (hete­ro­zy­gote Men­schen), ent­wi­ckeln fünf- bis zehn­mal häu­fi­ger ein Blut­ge­rinn­sel (Throm­bose) als Men­schen, deren Eltern kei­nen Gen­de­fekt haben.

Bei hete­ro­zy­go­ten Frauen, die die Pille ein­neh­men, erhöht sich der Risi­ko­fak­tor bis zu 50-mal.

Homo­zy­gote Men­schen – sie haben von jedem Eltern­teil ein defek­tes Gen erhal­ten – sind mit dem 50fachen des Risi­kos behaf­tet. Homo­zy­gote Frauen, die die Pille neh­men, haben mehr als das 100-fache des Risi­kos im Ver­gleich zu Men­schen ohne Gen­de­fekt.

Was sind die Gefah­ren­si­gnale ?

Am häu­figs­ten ist ein Blut­ge­rinn­sel im Bein. Das Bein schwillt an, wird warm und wird röt­lich-vio­lett. Sie bekom­men auch ein Span­nungs­ge­fühl in Ihrem Bein, ähn­lich wie bei Mus­kel­ka­ter. Es kann aber auch zu wenig oder gar kei­nem Unbe­ha­gen kom­men. Kurz­at­mig­keit kann ein Sym­ptom für ein Blut­ge­rinn­sel in der Lunge sein.

Diese Gerinn­sel wer­den haupt­säch­lich in den Venen gebil­det, so dass die APC-Resis­tenz das Risiko eines Herz­in­farkts nicht erhöht.