Was ist eine Arte­ri­elle Ver­än­de­rung an der Netz­haut bei Blut­hoch­druck ?

Die Netz­haut ist die Gewe­be­schicht, die sich im hin­te­ren Teil des Auges befin­det. Diese Schicht wan­delt Licht in Ner­ven­si­gnale um, die dann zur Inter­pre­ta­tion an das Gehirn wei­ter­ge­lei­tet wer­den. Wenn Ihr Blut­druck zu hoch ist, kön­nen sich die Blut­ge­fäß­wände der Netz­haut ver­di­cken. Dies kann dazu füh­ren, dass sich Ihre Blut­ge­fäße ver­en­gen, was dann das Blut daran hin­dert, die Netz­haut zu errei­chen. In eini­gen Fäl­len wird die Netz­haut geschwol­len.

Mit der Zeit kann Blut­hoch­druck die Blut­ge­fäße der Netz­haut schä­di­gen, die Funk­tion der Netz­haut ein­schrän­ken und den Seh­nerv belas­ten und Seh­stö­run­gen ver­ur­sa­chen. Diese Erkran­kung wird als hyper­ten­sive Reti­no­pa­thie (HR) bezeich­net.

Sym­ptome der hyper­ten­si­ven Reti­no­pa­thie

Sie wer­den wahr­schein­lich keine Sym­ptome haben, bis die Krank­heit weit fort­ge­schrit­ten ist. 

Mög­li­che Anzei­chen und Sym­ptome sind unter ande­rem :

  • - Seh­be­hin­de­rung
  • - Augen­schwel­lung
  • - Plat­zen eines Blut­ge­fä­ßes
  • - Dop­pelt­se­hen mit Kopf­schmer­zen

Holen Sie sich sofort medi­zi­ni­sche Hilfe, wenn Ihr Blut­druck hoch ist und Sie plötz­lich Ver­än­de­run­gen in Ihrem Seh­ver­mö­gen haben. 

Was ver­ur­sacht die hyper­ten­sive Reti­no­pa­thie ?

Län­ge­rer Blut­hoch­druck oder Hyper­to­nie ist die Haupt­ur­sa­che für die Herz­fre­quenz. Blut­hoch­druck ist ein chro­ni­sches Pro­blem, bei dem die Kraft des Blu­tes gegen Ihre Arte­rien zu hoch ist. Die Kraft ent­steht durch das Aus­pum­pen des Blu­tes aus dem Her­zen in die Arte­rien sowie durch die Kraft, die ent­steht, wenn das Herz zwi­schen den Herz­schlä­gen ruht. Wenn sich das Blut mit einem höhe­ren Druck durch den Kör­per bewegt, beginnt sich das Gewebe, aus dem sich die Arte­rien bil­den, zu deh­nen und wird schließ­lich beschä­digt. Dies führt im Laufe der Zeit zu vie­len Pro­ble­men. 

HR tritt in der Regel auf, nach­dem Ihr Blut­druck über einen län­ge­ren Zeit­raum kon­stant hoch war. Ihre Blut­druck­werte kön­nen beein­flusst wer­den durch : 

  • - Bewe­gungs­man­gel
  • - über­ge­wich­tig
  • - zu viel Salz essen
  • - ein stres­si­ger Lebens­stil 
  • - Blut­hoch­druck kommt auch in Fami­lien vor

In Deutsch­land ist Blut­hoch­druck recht häu­fig. Es wird als „stil­ler Mör­der” bezeich­net, weil es nor­ma­ler­weise keine Sym­ptome hat.

Wie wird die hyper­ten­sive Reti­no­pa­thie dia­gnos­ti­ziert ?

Oph­thal­mo­skop

Ihr Arzt wird ein Gerät namens Oph­thal­mo­skop ver­wen­den, um Ihre Netz­haut zu unter­su­chen. Die­ses Werk­zeug leuch­tet ein Licht durch Ihre Pupille, um die Rück­seite Ihres Auges auf Anzei­chen einer Ver­en­gung der Blut­ge­fäße zu unter­su­chen oder um zu sehen, ob Flüs­sig­keit aus Ihren Blut­ge­fä­ßen aus­tritt. Die­ses Ver­fah­ren ist schmerz­frei. Die Fer­tig­stel­lung dau­ert weni­ger als 10 Minu­ten. 

Fluo­res­zein-Angio­gra­phie

In eini­gen Fäl­len wird ein spe­zi­el­ler Test namens Fluo­res­zein-Angio­gra­phie durch­ge­führt, um den reti­na­len Blut­fluss zu unter­su­chen. Bei die­sem Ver­fah­ren wird Ihr Arzt spe­zi­elle Augen­trop­fen anwen­den, um Ihre Pupil­len zu erwei­tern und dann Fotos von Ihrem Auge machen. Nach der ers­ten Runde der Bil­der inji­ziert Ihr Arzt einen Farb­stoff namens Fluo­res­zein in eine Vene. Sie wer­den dies nor­ma­ler­weise an der Innen­seite des Ellen­bo­gens tun. Sie machen dann wei­tere Fotos, wenn sich der Farb­stoff in die Blut­ge­fäße Ihres Auges bewegt.