Was ist eine Binge-Ess­stö­rung ?

Binge Ess­stö­rung ist all­ge­mein bekannt durch zwang­haf­tes über­mä­ßi­ges Essen oder den Ver­zehr unge­wöhn­li­cher Men­gen an Nah­rung, wäh­rend man sich unfä­hig fühlt, auf­zu­hö­ren und die Kon­trolle ver­liert. Binge-Essen Epi­so­den sind in der Regel als im Durch­schnitt min­des­tens zwei­mal pro Woche für eine Dauer von sechs Mona­ten.

Obwohl Binge-Ess­stö­run­gen bei Män­nern und Frauen mit nor­ma­lem Gewicht auf­tre­ten kön­nen, füh­ren sie oft zur Ent­wick­lung einer uner­wünsch­ten Gewichts­zu­nahme oder Fett­lei­big­keit, die indi­rekt zu einer wei­te­ren zwang­haf­ten Ernäh­rung füh­ren kann.

Män­ner und Frauen, die an der Krank­heit lei­den, kämp­fen mit Ekel und Schuld­ge­füh­len und haben oft eine damit ver­bun­dene Komor­bi­di­tät, wie Depres­sion oder Angst.

Die nega­ti­ven Gefühle, die nor­ma­ler­weise mit Binge-Essen ein­her­ge­hen, füh­ren oft dazu, dass er oder sie wei­ter­hin Nah­rung ver­wen­det, um damit fer­tig zu wer­den, und schaf­fen so einen Teu­fels­kreis. Behand­lun­gen von Ess­stö­run­gen sind äußerst wich­tig.

Ursa­chen der Binge Ess­stö­rung

Wäh­rend die genaue Ursa­che der Binge-Ess­stö­rung unbe­kannt ist, gibt es eine Viel­zahl von Fak­to­ren, die die Ent­wick­lung die­ser Stö­rung beein­flus­sen sol­len. Diese Fak­to­ren sind :

Bio­lo­gisch : Bio­lo­gi­sche Ano­ma­lien, wie hor­mo­nelle Unre­gel­mä­ßig­kei­ten oder gene­ti­sche Muta­tio­nen, kön­nen mit zwang­haf­tem Essen und Nah­rungs­ab­hän­gig­keit ver­bun­den sein.

Psy­cho­lo­gisch : Es wurde eine starke Kor­re­la­tion zwi­schen Depres­sion und Binge-Eating fest­ge­stellt. Kör­pe­run­zu­frie­den­heit, gerin­ges Selbst­wert­ge­fühl und Schwie­rig­kei­ten bei der Bewäl­ti­gung von Gefüh­len kön­nen eben­falls dazu bei­tra­gen, dass Ess­stö­run­gen auf­tre­ten.

Sozial und kul­tu­rell : Trau­ma­ti­sche Situa­tio­nen, wie z.B. eine Vor­ge­schichte von sexu­el­lem Miss­brauch, kön­nen das Risiko von Binge-Essen erhö­hen. Der soziale Druck, dünn zu sein, der typi­scher­weise durch Medien beein­flusst wird, kann emo­tio­na­les Essen aus­lö­sen. Per­so­nen, die kri­ti­schen Kom­men­ta­ren zu ihrem Kör­per oder Gewicht aus­ge­setzt sind, kön­nen beson­ders anfäl­lig für Ess­stö­run­gen sein.

Anzei­chen & Sym­ptome

Da Ein­zel­per­so­nen, die an einer Binge-Ess­stö­rung lei­den, Ver­le­gen­heit oder Scham über ihre Ess­ge­wohn­hei­ten erfah­ren, kön­nen die Sym­ptome oft ver­steckt wer­den.

Die fol­gen­den sind einige ver­hal­tens­be­dingte und emo­tio­nale Anzei­chen und Sym­ptome einer Ess­stö­rung :

  • - Kon­ti­nu­ier­li­ches Essen auch im vol­len Zustand
  • - Unfä­hig­keit, mit dem Essen auf­zu­hö­ren oder zu kon­trol­lie­ren, was geges­sen wird.
  • - Bevor­ra­tung von Lebens­mit­teln zum gehei­men Ver­zehr zu einem spä­te­ren Zeit­punkt
  • - Nor­ma­les Essen in Anwe­sen­heit ande­rer, aber fres­sen, wenn es iso­liert ist.
  • - Erle­ben von Stress- oder Angst­ge­füh­len, die nur durch Essen gelin­dert wer­den kön­nen.
  • - Gefühle von Taub­heits­ge­fühl oder Gefühl­lo­sig­keit
  • - Nie­mals Sät­ti­gung erle­ben : der Zustand der Befrie­di­gung, unab­hän­gig von der Menge der ver­zehr­ten Nah­rung.
  • - Die Fol­gen sind mit vie­len kör­per­li­chen, sozia­len und emo­tio­na­len Schwie­rig­kei­ten ver­bun­den.

Einige die­ser Kom­pli­ka­tio­nen sind :

  • - Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen
  • - Typ-2-Dia­be­tes
  • - Schlaf­lo­sig­keit oder Schlaf­apnoe
  • - Hyper­to­nie
  • - Erkran­kung der Gal­len­blase
  • - Mus­kel- und/​oder Gelenk­schmer­zen
  • - Magen-Darm-Beschwer­den
  • - Depres­sio­nen und/​oder Angst­zu­stände

Behand­lung von Binge Ess­stö­run­gen

Pro­fes­sio­nelle Unter­stüt­zung und Behand­lung durch Ange­hö­rige der Gesund­heits­be­rufe, die auf die Behand­lung von Binge-Ess­stö­run­gen spe­zia­li­siert sind, ein­schließ­lich Psych­ia­ter, Ernäh­rungs­wis­sen­schaft­ler und The­ra­peu­ten, kann der effek­tivste Weg sein, um Binge-Ess­stö­run­gen zu behan­deln.

Ein sol­ches Behand­lungs­pro­gramm würde die grund­le­gen­den Pro­bleme im Zusam­men­hang mit destruk­ti­ven Ess­ge­wohn­hei­ten ange­hen und sich auf die zen­trale Ursa­che des Pro­blems kon­zen­trie­ren.

Es ist not­wen­dig, sich auf die Hei­lung von den emo­tio­na­len Aus­lö­sern zu kon­zen­trie­ren, die Binge Eating ver­ur­sa­chen kön­nen, und eine ange­mes­sene Anlei­tung bei der Eta­blie­rung gesün­de­rer Bewäl­ti­gungs­me­cha­nis­men zur Bewäl­ti­gung von Stress, Depres­sio­nen, Angst­zu­stän­den usw. zu haben.

Es gibt auch drei Arten von The­ra­pie, die beson­ders hilf­reich bei der Behand­lung von Ess­stö­run­gen sein kön­nen.

Diese The­ra­pien sind :

Kogni­tive Ver­hal­tens­the­ra­pie : Eine Art von The­ra­pie, die dem Ein­zel­nen hel­fen soll, die Gedan­ken und Gefühle zu ver­ste­hen, die sein Ver­hal­ten beein­flus­sen.

Zwi­schen­mensch­li­che Psy­cho­the­ra­pie : Eine The­ra­pie­form, bei der die Bezie­hun­gen eines Indi­vi­du­ums zu Fami­li­en­mit­glie­dern und Gleich­alt­ri­gen und das Selbst­ver­ständ­nis im Mit­tel­punkt steht.

Dia­lek­ti­sche Ver­hal­tens­the­ra­pie : Eine Art von The­ra­pie, die sich dar­auf kon­zen­triert, dem Ein­zel­nen Fähig­kei­ten zu ver­mit­teln, mit Stress umzu­ge­hen und Emo­tio­nen zu regu­lie­ren.

Zusätz­lich zu die­sen Metho­den kön­nen Grup­pen­the­ra­pie­sit­zun­gen unter der Lei­tung eines aus­ge­bil­de­ten Ess­stö­rungs­the­ra­peu­ten sowie Unter­stüt­zungs­grup­pen für Ess­stö­rung auch effek­tive Metho­den zur Wie­der­her­stel­lung der Gene­sung nach einer Binge-Ess­stö­rung sein.