MRSA – Methi­cil­lin-resis­tente Sta­phy­lo­coc­cus aureus

Was ist Methi­cil­lin-resis­ten­ter Sta­phy­lo­coc­cus aureus ?
Sta­phy­lo­coc­cus aureus (Staph) ist eine Art von Bak­te­rien, die häu­fig auf der Haut und in den Nasen gesun­der Men­schen zu fin­den sind. Einige Sta­phy­lo­kok­ken sind leicht zu behan­deln, andere nicht. Sta­phy­lo­kok­ken, die gegen das Anti­bio­ti­kum Methi­cil­lin resis­tent sind, wer­den als Methi­cil­lin-resis­tent Sta­phy­lo­coc­cus aureus oder MRSA bezeich­net. Unbe­han­delt kön­nen sich MRSA-Infek­tio­nen zu schwe­ren, lebens­be­droh­li­chen Kom­pli­ka­tio­nen wie Infek­tio­nen der Blut­bahn, der Kno­chen und/​oder der Lunge (z.B. Lun­gen­ent­zün­dung) ent­wi­ckeln.

MRSA wird haupt­säch­lich durch Haut-zu-Haut-Kon­takt oder durch Kon­takt mit durch die Bak­te­rien ver­un­rei­nig­ten Gegen­stän­den ver­brei­tet. Men­schen mit geschwäch­tem Immun­sys­tem und chro­ni­schen Krank­hei­ten sind anfäl­li­ger für die Infek­tion und MRSA .

Wer ist anfäl­lig für MRSA ?

MRSA-Infek­tio­nen tre­ten am häu­figs­ten bei Men­schen in Kran­ken­häu­sern und ande­ren Gesund­heits­ein­rich­tun­gen auf. Dies wurde in den letz­ten 20 Jah­ren als Pro­blem erkannt. Aus­brü­che sind im medi­zi­ni­schen Bereich häu­fi­ger, da einige Pati­en­ten bereits über ein geschwäch­tes Immun­sys­tem ver­fü­gen. Men­schen mit geschwäch­tem Immun­sys­tem und chro­ni­schen Erkran­kun­gen sind anfäl­li­ger für die Infek­tion.

Wie wird MRSA ver­brei­tet ?

Zwi­schen 20 und 30 Pro­zent der Bevöl­ke­rung tra­gen Sta­phy­lo­kok­ken an den Hän­den oder in der Nase, sind aber nicht krank. Einige die­ser Bak­te­rien kön­nen MRSA sein, wäh­rend andere nicht anti­bio­ti­ka­re­sis­tent sind. Sie kön­nen MRSA haben und nicht krank sein, aber Sie kön­nen es immer noch auf andere über­tra­gen und sie kön­nen krank wer­den.

MRSA wird in der Regel durch direk­ten phy­si­schen Kon­takt oder durch Kon­takt mit Objek­ten ver­brei­tet, die mit infi­zier­ten Kör­per­flüs­sig­kei­ten kon­ta­mi­niert sind. Wenn Sie die Bak­te­rien an Ihren Hän­den durch Kör­per­kon­takt mit einer infi­zier­ten Per­son oder von einer kon­ta­mi­nier­ten Ober­flä­che auf­neh­men, kön­nen Sie sie auf andere über­tra­gen, wenn Sie Ihre Hände nicht rich­tig säu­bern. Sie kön­nen sich auch durch eine offene Wunde am eige­nen Kör­per infi­zie­ren.

Wie wird eine MRSA-Infek­tion dia­gnos­ti­ziert ?

Zur Dia­gnose einer MRSA-Infek­tion wird oft eine Probe aus dem infi­zier­ten Bereich ent­nom­men. Nach der Ent­nahme der Probe muss der Orga­nis­mus im Labor wach­sen und sich ent­wi­ckeln kön­nen. Der Orga­nis­mus wird dann getes­tet, um fest­zu­stel­len, wel­che Anti­bio­tika zur Behand­lung der Infek­tion wirk­sam sein kön­nen.

Wie wird MRSA behan­delt ?

Wird MRSA früh­zei­tig erkannt, kann es in der Regel mit ande­ren Anti­bio­tika als Methi­cil­lin wirk­sam behan­delt wer­den. Es ist wich­tig, dass Per­so­nen, die den­ken, dass sie eine MRSA-Infek­tion haben könn­ten, schnell einen Arzt auf­su­chen, damit die Infek­tion rich­tig dia­gnos­ti­ziert und effek­tiv behan­delt wer­den kann. Die Früh­erken­nung stellt auch sicher, dass geeig­nete Maß­nah­men ergrif­fen wer­den kön­nen, um die Aus­brei­tung der Infek­tion zu begren­zen.

Ster­ben Men­schen an MRSA-Infek­tio­nen ?

In sel­te­nen Fäl­len kann eine MRSA-Infek­tion zu lebens­be­droh­li­chen Krank­hei­ten oder zum Tod füh­ren. Die meis­ten Fälle sind jedoch auf die Haut beschränkt und kön­nen erfolg­reich behan­delt wer­den.

Wie kann ich MRSA-Haut­in­fek­tio­nen vor­beu­gen ?

Um diese Ent­zün­dun­gen zu ver­hin­dern, ist es wich­tig, eine gute Hygiene zu gewähr­leis­ten. Hal­ten Sie Ihre Hände sau­ber, indem Sie sie gründ­lich mit Seife und Was­ser waschen oder ein alko­ho­li­sches Hän­de­des­in­fek­ti­ons­mit­tel ver­wen­den. Ach­ten Sie dar­auf, dass alle Schnitte und Krat­zer sau­ber gehal­ten und abge­deckt wer­den, bis sie ver­heilt sind. Es ist auch wich­tig, dass Sie unge­schütz­ten Kon­takt mit den Wun­den oder Ver­bän­den ande­rer Per­so­nen ver­mei­den. Tei­len Sie schließ­lich keine per­sön­li­chen Gegen­stände wie Hand­tü­cher oder Rasier­mes­ser.

Wenn ich eine MRSA-Haut­in­fek­tion habe, was kann ich tun, um zu ver­hin­dern, dass andere infi­ziert wer­den ?

Um die Aus­brei­tung von MRSA-Haut­in­fek­tio­nen zu ver­hin­dern, müs­sen Sie :

Bede­cken sie even­tu­elle Wun­den. Alle Wun­den, die ent­wäs­sern oder eit­rig sind, müs­sen mit sau­be­ren, tro­cke­nen Ver­bän­den bedeckt blei­ben. Die Wunde kann MRSA ent­hal­ten, also stel­len Sie sicher, dass die Ver­bände und das Kle­be­band, mit denen die Wunde bedeckt ist, ord­nungs­ge­mäß ent­sorgt wer­den. Medi­zi­ner kön­nen alle Fra­gen zur rich­ti­gen Ver­sor­gung von Wun­den beant­wor­ten.
Waschen Sie sich regel­mä­ßig die Hände. Dies ist beson­ders wich­tig, wenn Sie Ver­bände wech­seln oder den infi­zier­ten Bereich berüh­ren. Durch das Hän­de­wa­schen kön­nen Sie die Über­tra­gung der Bak­te­rien ein­schrän­ken.
Ver­mei­den Sie es, per­sön­li­che Gegen­stände zu tei­len. Bak­te­rien kön­nen durch den Kon­takt mit Gegen­stän­den wie Hand­tü­chern, Rasier­ap­pa­ra­ten oder Wasch­lap­pen auf eine andere Per­son über­tra­gen wer­den, also ver­su­chen Sie, diese Gegen­stände nicht zu tei­len. Stel­len Sie sicher, dass ver­schmutzte Klei­dung gewa­schen wird ; Was­ser und nor­ma­les Wasch­mit­tel sind aus­rei­chend.
Spre­chen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärz­tin. Sagen Sie ihnen, dass Sie eine MRSA-Haut­in­fek­tion haben oder hat­ten.

Warum steigt die MRSA-Rate in Deutsch­land ?

Es gibt eine Reihe von Grün­den. Die Scree­ning-Tech­ni­ken sind heute effek­ti­ver als in der Ver­gan­gen­heit. Mehr Kran­ken­häu­ser unter­su­chen aktiv auf MRSA, und als Folge davon beob­ach­ten wir eine höhere Anzahl von gemel­de­ten Fäl­len von MRSA. Labor­tests zur MRSA-Dia­gnose sind nun schnel­ler durch­ge­führt, was bedeu­tet, dass mehr Fälle früh­zei­tig dia­gnos­ti­ziert wer­den.

Wir wis­sen auch, dass der Miss­brauch von Anti­bio­tika sowohl im Kran­ken­haus als auch in der Bevöl­ke­rung dazu füh­ren kann, dass Infek­tio­nen wie MRSA viru­len­ter und schwie­ri­ger zu bekämp­fen wer­den.