Was sind Aph­ten ?

Es exis­tie­ren neben dem Namen Aph­ten auch die Schreib­wei­sen „Aften” und „Aph­then”. Dabei han­delt es sich um defekte Schleim­haut­be­rei­che mit typi­schem Erschei­nungs­bild : kleine, gelb­lich-weiße Fle­cken oder Ves­ikel auf leuch­tend rotem Grund, die sich ring­för­mig um das weiße Zen­trum erstre­cken. Aph­ten sind ent­zünd­li­che Bläs­chen im Mund­raum. Sie fin­den sich auch an der Lip­pen­in­nen­seite und auf der Zunge ; vor­wie­gend sit­zen sie in der Wan­gen­schleim­haut. Ihre Größe beträgt zwi­schen einem Mil­li­me­ter und Drei Zen­ti­me­tern.

Es gibt drei ver­schie­dene For­men von Aph­then

Kleine Aph­then (Miku­licz aph­thae): Sie sind lin­sen­groß, ver­let­zen die Schleim­haut nur ober­fläch­lich und hei­len in der Regel nach ein bis zwei Wochen ohne Nar­ben zu hin­ter­las­sen. Die­ser Typ tritt in etwa 80 bis 90 % der Fälle auf.

Große Aph­then (Sut­ton-Aph­then): Sie sind bis zu drei Zen­ti­me­ter hoch und drin­gen tie­fer in die Schleim­haut ein. Von die­sem Typ sind nur sehr wenige Pati­en­ten betrof­fen. Der Hei­lungs­pro­zess kann Wochen dau­ern und hin­ter­lässt in der Regel Nar­ben.

Her­pe­ti­forme Aph­then (Sto­ma­ti­tis her­pe­ti­for­mis): Diese ähneln Her­pes­bläs­chen, tre­ten oft am Rand der Zunge oder an der Innen­seite der Lip­pen auf und sind sehr sel­ten. Die Aph­then kom­men in gro­ßer Zahl vor. Ihre Größe beträgt nur wenige Mil­li­me­ter. Ihren Namen ver­dan­ken sie ihrem her­pes­ähn­li­chen Aus­se­hen, obwohl sie nicht durch den Her­pes­vi­rus ver­ur­sacht wer­den.

Ursa­chen für Apthen

Die Ursa­che für häu­fig auf­tre­tende Aph­then (gewöhn­li­che oder chro­nisch auf­tre­tende Aph­then) ist der­zeit wis­sen­schaft­lich nicht belegt. Die Schleim­haut­ver­let­zun­gen kön­nen auf eine Immun­re­ak­tion des Kör­pers zurück­zu­füh­ren sein, obwohl die meis­ten Betrof­fe­nen ansons­ten gesund sind. In eini­gen Fäl­len schei­nen bestimmte Fak­to­ren die Ent­wick­lung zu begüns­ti­gen.

Fol­gende Ursa­chen kön­nen mög­li­cher­weise aus­schlag­ge­bend sein :

- Man­gel an Eisen, Zink, Fol­säure und Vit­amin B12

- Emp­find­li­che Reak­tion auf bestimmte Lebens­mit­tel wie Toma­ten, Alko­hol, Nüsse, Zitrus­früchte, etc.

- Gene­tik : Gewohn­heits­mä­ßige Aph­then kom­men in Fami­lien vor.

- Schwan­ken­der Hor­mon­haus­halt, z.B. inner­halb des Mens­trua­ti­ons­zy­klus

- Psy­chi­scher Stress, Stress

- abge­schwäch­tes Immun­sys­tem

- klei­nere mecha­ni­sche Ver­let­zun­gen im Mund, z.B. durch schlecht sit­zen­den Zahn­ersatz, Biss­ver­let­zun­gen, Ver­let­zun­gen durch die Zahn­bürste oder Instru­mente, die bei einem Besuch beim Zahn­arzt ver­wen­det wer­den.

- Medi­ka­mente (z.B. ent­zün­dungs­hem­mende Prä­pa­rate)

- Feh­lende Mund­hy­giene

Aph­then kön­nen auch im Zusam­men­hang mit ande­ren Krank­hei­ten auf­tre­ten. Dazu gehö­ren z.B :

- HIV-Infek­tion

- Mor­bus Beh­çet (eine sel­tene, ent­zünd­li­che Gefäß­er­kran­kung)

- Süßes Syn­drom (eine sel­tene Haut­krank­heit)

- Zölia­kie (eine Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit des Dünn­darms)

- Neu­tro­pe­nie (eine Ver­rin­ge­rung bestimm­ter wei­ßer Blut­kör­per­chen)

- Ernäh­rungs­män­gel

- Darm­er­kran­kun­gen (z.B. Mor­bus Crohn, Coli­tis ulce­rosa oder Zölia­kie)

Viren oder Bak­te­rien sind noch nicht als Ursa­che erwie­sen.

Wel­che Beschwer­den ver­ur­sa­chen Aph­then ?

Aph­then schmer­zen und bren­nen beim Kauen, Schlu­cken, Trin­ken, Zäh­ne­put­zen und manch­mal beim Spre­chen. Auf der Ober­flä­che bil­det sich eine weiße, haut­ähn­li­che Beschich­tung mit einer gerö­te­ten Kante. Beim Auf­plat­zen der Gebilde ent­ste­hen ent­zün­dete Wun­den, die ein bren­nen­des Gefühl und manch­mal starke Schmer­zen ver­ur­sa­chen.

Der Ver­lauf und die Begleit­erschei­nun­gen las­sen sich in drei Pha­sen ein­tei­len :

Pro­droma­les Sta­dium : Bren­nen, Krib­beln, Rau­heit und Span­nungs­ge­fühl

Präul­ze­rose Phase : Rötung und Kno­ten­bil­dung (ent­zünd­li­ches Ery­them und ver­här­tete Papeln)

Ulzera­ti­ons­phase : fibrin­be­deck­ter Schleim­haut­de­fekt mit erhöh­tem Rand (Fibrin ist eine kör­per­ei­gene Sub­stanz, die das mil­chig-weiße Aus­se­hen ver­ur­sacht).

Hei­lungs­phase : Je nach Form, Ver­tei­lung und Tiefe haben die ver­schie­de­nen Arten von Aph­then ein cha­rak­te­ris­ti­sches Aus­se­hen.

Sym­ptome von klei­nen Aph­then :

Anzahl : 14 Aph­then gleich­zei­tig, meist in der Mund­höhle.

Größe : 210 mm Durch­mes­ser

Sym­ptome von gro­ßen Aph­then :

Anzahl : 12 Aph­then gleich­zei­tig

Größe : 1030 mm Durch­mes­ser

Beson­der­heit : sehr schmerz­haft, tie­fer Gewe­be­de­fekt, ver­narbte Hei­lung

Sym­ptome von her­pe­ti­for­men Aph­then :

Anzahl : 50 bis mehr als 100 Aph­then gleich­zei­tig, beson­ders am Rand der Zunge und inner­halb der Lip­pen.

Größe : Steck­na­del­kopf­groß, 12 Mil­li­me­ter Durch­mes­ser