Bauch­fett – ein Weg­be­rei­ter für gefähr­li­che Erkran­kun­gen

Speck­pöls­ter­chen am Bauch scha­den nicht nur der Schön­heit, son­dern sind auch sehr gefähr­lich. Bauch­fett birgt sehr viele gesund­heit­li­che Risi­ken und kann vor allem lang­fris­tig zur Ent­ste­hung gefähr­li­cher Krank­hei­ten wie zum Bei­spiel Über­ge­wicht oder Herz­in­farkt füh­ren. Zu große Fett­ein­la­ge­run­gen am Bauch set­zen per­ma­nent Hor­mone und gefähr­li­che Ent­zün­dungs­stoffe frei. Das vis­ze­rale Fett ist also ein hoch­ak­ti­ves Gewebe mit mas­si­ven Kon­se­quen­zen für die mensch­li­che Gesund­heit.

Wie ent­steht Bauch­fett eigent­lich ?

Eine zen­trale Rolle bei der Ent­ste­hung des vis­ze­ra­len Fetts spielt die gene­ti­sche Prä­dis­po­si­tion, aber auch das Lebens­al­ter. Wesent­lich ent­schei­den­der ist aber die per­sön­li­che Lebens­weise : Eine ein­sei­tige, unge­sunde Ernäh­rungs­weise sowie man­gelnde Bewe­gung sind die Haupt­fak­to­ren für die Ent­ste­hung der gefähr­li­chen Fett­spei­cher im Bauch­be­reich.

Die meis­ten Men­schen essen heut­zu­tage sehr nähr- und vital­stoff­arm : Sie grei­fen zu den fal­schen Pro­duk­ten, essen zu wenig wert­volle Bal­last­stoffe und Vit­amine, dafür aber reich­lich Fett und Zucker. Vor allem auch der häu­fige Genuss zucker­rei­cher Getränke lässt den Blut­zu­cker­spie­gel Ach­ter­bahn fah­ren und führt zu hohen Insu­lin­aus­schüt­tun­gen. Infol­ge­des­sen kommt es zu mas­si­ven Fett­ein­la­ge­run­gen in den kör­per­ei­ge­nen Spei­chern.

Ein zu hohe kon­stante Kalo­rien­zu­fuhr führt zu einem zu hohen Kör­per­ge­wicht und die­ses ist in der Tat ein beson­de­res Gesund­heits­ri­siko. Über­ge­wicht ist gemäß der Mei­nung von Exper­ten mit einer kür­zen Lebens­er­war­tung ver­bun­den und ähn­lich gefähr­lich wie ein lebens­lan­ger Niko­tin­kon­sum.

Man­gelnde Bewe­gung – ein Haupt­fak­tor für die Ent­ste­hung von Vis­ze­r­al­fett

Wis­sen­schaft­li­che Stu­dien haben gezeigt, dass man­gelnde Bewe­gung die Fett­spei­cher am Bauch noch ver­grö­ßern kann. Hin­ge­gen schmel­zen durch regel­mä­ßige Akti­vi­tä­ten die gefähr­li­chen Fett­ein­la­ge­run­gen. Gesund­heits­ex­per­ten raten, sich wöchent­lich min­des­ten drei bis vier Stun­den zu bewe­gen. Hier muss es gar kein schweiß­trei­ben­des Trai­ning sein, viel­mehr reicht es aus, im All­tag akti­ver zu sein : So kann man auch zu Fuß zur Arbeit lau­fen oder kleine Besor­gun­gen mit dem Rad anstatt mit dem Auto erle­di­gen.

Stress – ein zen­tra­ler Aus­lö­ser für die Ent­ste­hung von Bauch­fett

Neben einer fal­schen Ernäh­rungs­weise und man­geln­der Bewe­gung, spielt auch der Stress eine zen­trale Rolle. Über­mä­ßi­ger nega­ti­ver Stress lässt die Cor­ti­sol-Werte im Blut anstei­gen und för­dert somit die Fett­ein­la­ge­run­gen am Bauch. Die Zel­len des Bauch­fetts wie­derum bin­den das Cor­ti­sol, wes­halb es bei Stress zu einem ste­ti­gen Wachs­tum des vis­ze­ra­len Fetts kommt : Ein ech­ter Teu­fels­kreis !

Warum ist das Vis­ze­r­al­fett gefähr­lich als andere Fett­de­pots am Kör­per ?

Fett­ein­la­ge­run­gen am Bauch sind viel gefähr­li­cher als Fett­de­pots an den Ober­schen­keln oder am Po. Medi­zi­ner sehen das „Hüft­gold“ als beson­ders kri­tisch an, denn die­ses Fett­ge­webe ist aktiv und im Grunde das größte Hor­mon­or­gan des gan­zen Kör­pers ! Es bil­det stän­dig Hor­mone, unter ande­rem weib­li­che Hor­mone, die auch bei Män­nern zu uner­wünsch­ten opti­schen Ver­än­de­run­gen füh­ren : So wach­sen zum Bei­spiel Män­nern mit einem zu hohen Bauch­fett­an­teil „Brüste“.

Die­ses Fett­ge­webe umgibt die inne­ren Bau­ch­or­gane und kann so die Funk­ti­ons­weise die­ser beein­träch­ti­gen, so bei­spiels­weise die Funk­tion der Leber.

Auf einen Blick – das gefähr­li­che Bauch­fett beein­flusst :

  • Die Regu­lie­rung von Appe­tit und Sät­ti­gungs­emp­fin­den
  • Die Gesund­heit des gan­zen Herz-Kreis­lauf-Sys­tems
  • Die Blut­ge­rin­nung
  • Die Eng- und Weit­stel­lung der Blut­ge­fäße
  • Die Insu­lin­emp­find­lich­keit der Zel­len.