Herz­in­suf­fi­zi­enz : Ursa­chen, Sym­ptome und Not­fall­ver­sor­gung

Chro­ni­sche Herz­in­suf­fi­zi­enz tritt nicht plötz­lich auf. Es bleibt Zeit, zu han­deln. Jeder hat von Herz­in­fark­ten und Blut­hoch­druck gehört. Und ihre ebenso gefähr­li­che Folge – die chro­ni­sche Herz­in­suf­fi­zi­enz – bleibt im Ver­bor­ge­nen. Es tötet jedoch genauer und schnel­ler als Krebs. Die Ver­mei­dung der Ent­wick­lung von chro­ni­schen Herz­in­suf­fi­zi­enz ist in der Regel mög­lich. Grund­lage der Prä­ven­tion ist eine adäquate und recht­zei­tige Behand­lung der Grund­er­kran­kung sowie der rich­tige Lebens­stil. Im Falle einer Dekom­pen­sa­tion der chro­ni­schen Herz­in­suf­fi­zi­enz sollte die Behand­lung nur in einem Kran­ken­haus durch­ge­führt wer­den.

Was ist chro­ni­sche Herz­in­suf­fi­zi­enz ?

Wenn der Herz­mus­kel schwä­cher wird, kann er nicht die rich­tige Menge Blut in einen gro­ßen Blut­kreis­lauf pum­pen. Gleich­zei­tig sta­gniert das aus den inne­ren Orga­nen zum Her­zen zurück­ge­führte Blut. Wenn die linke Seite des Her­zens geschwächt ist, sam­melt sich das Blut in der Lunge an, was zu Dys­pnoe und Hus­ten führt. Ist die rechte Seite des Her­zens geschwächt, führt die Sta­gna­tion des Blu­tes in einem gro­ßen Kreis­lauf­kreis zunächst zu einer Schwel­lung der Beine und dann ande­rer Organe und Gewebe. Oft sind beide Sei­ten des Her­zens betrof­fen. Das Herz­ge­webe stirbt lang­sam ab und wird durch Nar­ben­ge­webe ersetzt.

Erfolgs­rate

So selt­sam es auch erschei­nen mag, die Herz­in­suf­fi­zi­enz-Epi­de­mie war eine Folge des Erfol­ges der Kar­dio­lo­gie. Letzt­end­lich fin­det die so genannte Remo­del­lie­rung des Her­zens statt, die Geo­me­trie ändert sich, der Hohl­raum der lin­ken Herz­kam­mer nimmt zu, die Funk­tio­nen ändern sich, und das Herz­zeit­vo­lu­men nimmt ab. Nicht nur die Kon­trak­ti­li­tät des Her­zens ver­schlech­tert sich, son­dern auch die Leber, die Nie­ren, das zen­trale Ner­ven­sys­tem und die Mus­ku­la­tur lei­den.

Lei­der haben die Pati­en­ten, auch wenn sie über ihren Blut­hoch­druck oder ihre geschä­dig­ten Blut­ge­fäße Bescheid wis­sen, nicht den Ver­dacht, dass dies im Laufe der Zeit zu einer Schwä­chung des Herz­mus­kels füh­ren kann.

Es gibt noch einen wei­te­ren wich­ti­gen Punkt : Pati­en­ten mit chro­ni­scher Herz­in­suf­fi­zi­enz, in der Regel ältere Men­schen. Bei die­sen Men­schen ist der beste Weg der Ein­hal­tung der Behand­lung, die Kon­trolle durch Ange­hö­rige. Es ist not­wen­dig, die Regeln eines gesun­den Lebens­stils zu befol­gen : mit dem Rau­chen auf­zu­hö­ren, die Kalo­rien­zu­fuhr zu redu­zie­ren und die Ernäh­rung mit der Redu­zie­rung von Fet­ten und Koh­len­hy­dra­ten zu har­mo­ni­sie­ren. Für Pati­en­ten mit einer chro­ni­sche Herz­in­suf­fi­zi­enz ist kör­per­li­che Akti­vi­tät extrem wich­tig, und zügi­ges Gehen ist effek­ti­ver als jede andere Fit­ness­ak­ti­vi­tät.