Die manu­elle Lymph­drai­nage

Was ist die manu­elle Lymph­drai­nage

Die manu­elle Lymph­drai­nage ist eine Mas­sa­ge­tech­nik, die sich posi­tiv auf das Lymph­sys­tem des Kör­pers aus­wirkt. Die manu­elle Lymph­drai­nage regt an und unter­stützt den lympha­ti­schen Abfluss.
Das Ziel ist es, das Lymph­sys­tem anzu­re­gen und den lympha­ti­schen Fluss zu unter­stüt­zen. Die Bewe­gun­gen erfol­gen nach fest­ge­leg­ten Regeln, die mit dem Lymph­fluss im Lymph­sys­tem und dem Blut im Venen­sys­tem inter­agie­ren. Der phy­sio­lo­gi­sche Lymph­fluss erfor­dert eine lang­same, aber feste Bewe­gun­gen, um eine über­mä­ßige Erwär­mung des Gewe­bes zu ver­mei­den. Die meis­ten der Lymph­ge­fäße, die wir wäh­rend des Ein­griffs beein­flus­sen, befin­den sich unter der Haut, so dass die Lymph­drai­nage mit mäßi­ger Kraft durch­ge­führt wird. Die manu­elle Lymph­drai­nage kann bei unter­schied­li­chen Ursa­chen ein­ge­setzt wer­den, wie zum Bei­spiel bei den geschwol­le­nen Glie­dern, bei den Nar­ben, bei der Cel­lu­lite, bei einer Kör­per­ent­gif­tung, bei den Kopf­schmer­zen, bei Schwel­lun­gen nach einem chir­ur­gi­schen Ein­griff, zur Immu­ni­täts­stei­ge­rung und zur Ent­span­nung im Well­ness­be­reich. Die manu­elle Lymph­drai­nage hat eine wohl­tu­ende Wir­kung als Hilfs­maß­nahme im Kampf gegen Akne. Die Häu­fig­keit oder Regel­mä­ßig­keit der Anwen­dun­gen hängt auch vom Haut­zu­stand ab. Die manu­elle Lymph­drai­nage sollte nicht bei den Virus­in­fek­tio­nen, den bak­te­ri­el­len Erkran­kun­gen, der anti­bak­te­ri­el­ler The­ra­pie, beim Blut­hoch­druck, bei einer Herz­schwä­che, bei der Throm­bose und einer aku­ten Venen­er­kran­kung sowie bei den Haut­ent­zün­dung durch­ge­führt wer­den.

Wäh­rend bei einer klas­si­schen Mas­sage sich der The­ra­peut oder Mas­seur auf die Mus­keln und die Seh­nen kon­zen­triert, wird bei der manu­el­len Lymph­drai­nage der sanfte Druck auf das Unter­haut­ge­webe aus­ge­übt, in dem sich das Lymph­sys­tem befin­det. Das Unter­haut­ge­webe wird durch lang­same, kreis­för­mige und spi­ral­för­mige Bewe­gun­gen mas­siert, wodurch die Durch­blu­tung der Lym­phe wie­der­her­ge­stellt und erhöht wird. Die Lymph­kno­ten, die boh­nen­för­mig sind, wir­ken als Fil­ter, durch die die Lymph­flüs­sig­keit pas­siert. Ein Erwach­se­ner hat meh­rere hun­dert Lymph­kno­ten. Diese befin­den sich im Hals‑, Achsel‑, Brust‑, Bauch‑, Leis­ten- und Knie­keh­len­be­reich.

Das Lymph­sys­tem hat keine eigene Pumpe, wie das Blut­sys­tem, die das Herz zum pum­pen hat und ist daher auf phy­sio­lo­gi­sche Vor­gänge ange­wie­sen. Die Behand­lung auf der Grund­lage der Akti­vie­rung des Lymph­sys­tems ver­hin­dert die Ansamm­lung von Was­ser und Abfall im Unter­haut­ge­webe sowie das Wachs­tum von Fett­ge­webe. Es ver­bes­sert den Stoff­wech­sel.

Die manu­elle Lymph­drai­nage wird haupt­säch­lich zur Ent­gif­tung und Rege­ne­ra­tion des Kör­pers ein­ge­setzt. Es sti­mu­liert das gesamte Lymph­sys­tem. Frauen soll­ten im Gegen­satz zu Män­nern den Lymph­fluss häu­fi­ger anre­gen. Dies liegt daran, dass das männ­li­che Unter­haut­band stär­ker ist und ein kon­ti­nu­ier­li­ches Quer­ge­flecht bil­det, wäh­rend das Unter­haut­band der Frau schwä­cher und län­ger fixiert ist, es schnel­ler schwächt und somit die Lymph­zir­ku­la­tion ver­lang­samt.

Die manu­elle Lymph­drai­nage am Kopf, am Ober­kör­per und am Unter­kör­per

Die manu­elle Lymph­drai­nage des Gesichts und sei­ner Umge­bung ist ein ange­neh­mes Ver­fah­ren, das den gan­zen Kör­per wirk­sam beein­flusst. Bei häu­fi­gen Kopf­schmer­zen könnte die manu­elle Lymph­drai­nage am Kopf- und am Gesicht hilf­reich sein. Sie ent­fernt auch die Schwel­lun­gen an den Lidern.
Die manu­elle Lymph­drai­nage am Ober­kör­per lin­dert Schwel­lun­gen der obe­ren Glied­ma­ßen und beein­flusst die Haut­rei­ni­gung.
Die manu­elle Lymph­drai­nage der unte­ren Kör­per­hälfte wirkt sich posi­tiv auf die Vor­beu­gung von Cel­lu­lite aus, lin­dert das Gefühl schwe­rer Beine und besei­tigt beson­ders die Schwel­lun­gen. Eine regel­mä­ßige manu­elle Lymph­drai­nage redu­ziert das Volu­men von den Hüf­ten und vom Gesäß, was die Krämpfe vor­beugt.

Die manu­elle und mecha­ni­sche Lymph­drai­nage

Die Lymph­drai­nage kann manu­ell, durch einen The­ra­peu­ten oder mit einem sequen­ti­el­len Kom­pres­si­ons­ge­rät durch­ge­führt wer­den.
Die Arbeit eines The­ra­peu­ten ist nicht durch das maschi­nelle Ver­fah­ren zu erset­zen. Das maschi­nelle Ver­fah­ren ist eher unter­stüt­zende Maß­nahme.