Koh­len­hy­drate” sind ein heiß dis­ku­tier­tes Thema

beson­ders in der Welt der Gewichts­ab­nahme, was nicht zuletzt auf die Beliebt­heit von koh­len­hy­drat­ar­men Diä­ten wie Atkins, Dukan und South Beach zurück­zu­füh­ren ist.

Das Man­tra „Koh­len­hy­drate sind schlecht” von Dr. Atkins und Co. hat viele Men­schen über Koh­len­hy­drate und ihre Bedeu­tung für unsere Gesund­heit, ein­schließ­lich der Erhal­tung eines gesun­den Gewichts, verwirrt,

Der Ernäh­rungs­wis­sen­schaft­ler Sian Por­ter sagt : „Koh­len­hy­drate sind ein sehr umfas­sen­des Thema und die Men­schen müs­sen wis­sen, dass nicht alle Koh­len­hy­drate gleich sind, und es ist die Art, Qua­li­tät und Menge der Koh­len­hy­drate inner­halb unse­rer Ernäh­rung, die wich­tig ist.

Wäh­rend wir den Zucker­ge­halt in unse­rer Ernäh­rung, ins­be­son­dere die zuge­setz­ten Zucker, redu­zie­ren soll­ten, soll­ten wir unsere Mahl­zei­ten auf stär­ke­hal­ti­gen Koh­len­hy­dra­ten kon­zen­trie­ren, ins­be­son­dere auf die weni­ger ver­ar­bei­te­ten Vollkornsorten.

Es gibt starke Hin­weise dar­auf, dass Bal­last­stoffe, die bei­spiels­weise in Voll­korn­ver­sio­nen von stär­ke­hal­ti­gen Koh­len­hy­dra­ten ent­hal­ten sind, gut für unsere Gesund­heit sind.

Wir sagen Ihnen alles, was Sie über Koh­len­hy­drate, ihre gesund­heit­li­chen Vor­teile, gesün­dere Quel­len von Koh­len­hy­dra­ten und wie sie Ihnen hel­fen kön­nen abzu­neh­men, wis­sen sollten.

Was sind Kohlenhydrate ?

Koh­len­hy­drate sind einer von drei Makro­nähr­stof­fen (Nähr­stoffe, die einen gro­ßen Teil unse­rer Ernäh­rung aus­ma­chen), die in Lebens­mit­teln ent­hal­ten sind – die ande­ren sind Fett und Pro­tein. Kaum ein Lebens­mit­tel ent­hält nur einen Nähr­stoff und die meis­ten sind eine Kom­bi­na­tion aus Koh­len­hy­dra­ten, Fet­ten und Pro­te­inen in unter­schied­li­chen Men­gen. Es gibt drei ver­schie­dene Arten von Koh­len­hy­dra­ten in Lebens­mit­teln : Zucker, Stärke und Ballaststoffe.

Zucker kommt in eini­gen Lebens­mit­teln natür­lich vor, dar­un­ter Obst, Honig, Frucht­säfte, Milch (Lak­tose) und Gemüse. Andere Zucker­ar­ten (z.B. wei­ßer Tisch­zu­cker) kön­nen Lebens­mit­teln und Geträn­ken wie Süßig­kei­ten, Scho­ko­la­den, Kek­sen und Erfri­schungs­ge­trän­ken wäh­rend der Her­stel­lung oder beim Kochen oder Backen zu Hause zuge­setzt werden .

Stärke, die aus vie­len mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Zucker­ein­hei­ten besteht, kommt in Lebens­mit­teln vor, die aus Pflan­zen stam­men. Stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel wie Brot, Reis, Kar­tof­feln und Nudeln sor­gen für eine lang­same und gleich­mä­ßige Ener­gie­frei­set­zung über den Tag.
Bal­last­stoffe sind die unter­schied­lichs­ten Ver­bin­dun­gen in den Zell­wän­den von Lebens­mit­teln, die aus Pflan­zen stam­men. Gute Bal­last­stoff­quel­len sind Gemüse mit Scha­len, Voll­korn­brot, Voll­korn­nu­deln und Hül­sen­früchte (Boh­nen und Linsen).

Warum brau­chen wir Kohlenhydrate ?

Koh­len­hy­drate sind aus ver­schie­de­nen Grün­den wich­tig für Ihre Gesundheit.

Ener­gie

Koh­len­hy­drate soll­ten die wich­tigste Ener­gie­quelle des Kör­pers in einer gesun­den, aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung sein und etwa 4 kcal (17 kJ) pro Gramm lie­fern. Sie wer­den in Glu­kose (Zucker) zer­legt, bevor sie in den Blut­kreis­lauf auf­ge­nom­men wer­den. Von dort aus gelangt die Glu­kose mit Hilfe von Insu­lin in die Kör­per­zel­len. Glu­kose wird von Ihrem Kör­per als Ener­gie­quelle genutzt und treibt alle Ihre Akti­vi­tä­ten an, sei es beim Lau­fen oder ein­fach das Atmen.

Unge­nutzte Glu­kose kann in Gly­ko­gen umge­wan­delt wer­den, das in der Leber und den Mus­keln vor­kommt. Wird mehr Glu­kose ver­braucht, als Gly­ko­gen gespei­chert wer­den kann, wird sie in Fett umge­wan­delt, um Ener­gie lang­fris­tig zu spei­chern. Bal­last­stoff­rei­che, stär­ke­hal­tige Koh­len­hy­drate set­zen Zucker lang­sa­mer ins Blut frei als zucker­hal­tige Lebens­mit­tel und Getränke.

Krank­heits­ri­siko

Gemüse, Hül­sen­früchte, Voll­korn­sor­ten von stär­ke­hal­ti­gen Lebens­mit­teln und Kar­tof­feln, die mit der Schale geges­sen wer­den, sind gute Bal­last­stoff­quel­len. Bal­last­stoffe sind ein wich­ti­ger Bestand­teil einer gesun­den, aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung. Es kann die Gesund­heit des Darms för­dern, das Risiko einer Ver­stop­fung ver­rin­gern, und einige Bal­last­stoffe sen­ken nach­weis­lich den Cholesterinspiegel.

Unter­su­chun­gen zei­gen, dass bal­last­stoff­rei­che Diä­ten mit einem gerin­ge­ren Risiko für Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen, Typ-2-Dia­be­tes und Darm­krebs ver­bun­den sind. Viele Men­schen bekom­men nicht genug Bal­last­stoffe. Im Durch­schnitt erhal­ten die meis­ten Men­schen in Groß­bri­tan­nien etwa 18 g Bal­last­stoffe pro Tag. Wir emp­feh­len, durch­schnitt­lich 30 g pro Tag zu essen.

Kalo­rien­zu­fuhr

Koh­len­hy­drate ent­hal­ten weni­ger Kalo­rien pro Gramm als Fett. Stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel kön­nen eine gute Bal­last­stoff­quelle sein, was bedeu­tet, dass sie ein nütz­li­cher Bestand­teil eines Gewichts­ab­nah­me­plans sein kön­nen. Indem Sie fet­tige, zucker­hal­tige Lebens­mit­tel und Getränke durch bal­last­stoff­rei­che, stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel erset­zen, ist es wahr­schein­li­cher, dass Sie die Anzahl der Kalo­rien in Ihrer Ernäh­rung reduzieren.

Auch bal­last­stoff­rei­che Lebens­mit­tel fügen Ihrer Mahl­zeit Masse hinzu, die Ihnen hilft, sich satt zu füh­len. „Du musst immer noch auf deine Por­ti­ons­grö­ßen ach­ten, um nicht zu viel zu essen”, sagt Sian. „Ach­ten Sie auch auf die Fett­menge, die Sie beim Kochen und Ser­vie­ren hin­zu­fü­gen : Das ist es, was den Kalo­rien­ge­halt erhöht.”

Soll ich Koh­len­hy­drate lie­ber sein lassen ?

Obwohl wir mit Sicher­heit ohne Zucker über­le­ben kön­nen, wäre es ziem­lich schwie­rig, Koh­len­hy­drate voll­stän­dig aus der Ernäh­rung zu ent­fer­nen. Koh­len­hy­drate sind die wich­tigste Ener­gie­quelle des Kör­pers. Feh­len sie, wird Ihr Kör­per Eiweiß und Fett als Ener­gie­quelle nutzen.

Es kann schwie­rig sein, genü­gend Bal­last­stoffe auf­zu­neh­men, was für ein gesun­des Ver­dau­ungs­sys­tem und zur Vor­beu­gung von Ver­stop­fung wich­tig ist. Gesunde Koh­len­hy­drat­quel­len, wie stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel, Gemüse, Obst, Hül­sen­früchte und fett­arme Milch­pro­dukte sind eben­falls eine wich­tige Quelle für Nähr­stoffe wie Kal­zium, Eisen und B‑Vitamine.

Das Ent­fer­nen von Koh­len­hy­dra­ten aus der Ernäh­rung, kann das Risiko eines Man­gels an bestimm­ten Nähr­stof­fen erhö­hen, was zu Gesund­heits­pro­ble­men führt. Es sei denn, Sie sind in der Lage, den Nähr­stoff­man­gel durch gesunde Ersatz­stoffe auszugleichen.

Der Ersatz von Koh­len­hy­dra­ten durch Fette und Pro­te­in­quel­len mit höhe­rem Fett­ge­halt könnte die Auf­nahme von gesät­tig­ten Fett­säu­ren erhö­hen, was die Cho­le­ste­rin­werte im Blut erhö­hen kann – ein Risi­ko­fak­tor für Herzerkrankungen.

Wenn Sie wenig Glu­kose haben, baut der Kör­per gespei­cher­tes Fett ab, um es in Ener­gie umzu­wan­deln. Die­ser Pro­zess führt zu einer Anhäu­fung von Keto­nen im Blut und damit zu Ketose. Ketose als Folge einer koh­len­hy­drat­ar­men Ernäh­rung kann zumin­dest kurz­fris­tig mit Kopf­schmer­zen, Schwä­che, Übel­keit, Aus­trock­nung, Schwin­del und Reiz­bar­keit ein­her gehen.

Ver­su­chen Sie, die Menge der zucker­hal­ti­gen Lebens­mit­tel, die Sie essen, zu begren­zen und statt­des­sen gesün­dere Koh­len­hy­drat­quel­len wie Voll­korn, Kar­tof­feln, Gemüse, Obst, Hül­sen­früchte und fet­tär­mere Milch­pro­dukte in Ihre Ernäh­rung aufzunehmen.

Lie­fern Eiweiß und Fett keine Energie ?

Wäh­rend Koh­len­hy­drate, Fett und Pro­tein alle Ener­gie­quel­len in der Ernäh­rung sind, vari­iert die Ener­gie­menge, die jeder ein­zelne liefert :

Koh­len­hy­drate lie­fern : ca. 4kcal (17kJ) pro Gramm
Pro­tein lie­fert : 4kcal (17kJ) pro Gramm
Fett lie­fert : 9kcal (37kJ) pro Gramm

Feh­len die Koh­len­hy­drate in der Ernäh­rung, wan­delt Ihr Kör­per Eiweiß (oder andere Nicht-Koh­len­hy­drat-Sub­stan­zen) in Glu­kose um, so dass nicht nur Koh­len­hy­drate Ihren Blut­zu­cker- und Insu­lin­spie­gel erhö­hen können.

Wenn Sie mehr Kalo­rien zu sich neh­men, als Sie ver­bren­nen, wer­den Sie an Gewicht zuneh­men. Das Aus­schnei­den von Koh­len­hy­dra­ten oder Fett bedeu­tet also nicht unbe­dingt, dass man Kalo­rien aus­schal­tet, wenn man sie durch andere Lebens­mit­tel mit der glei­chen Menge an Kalo­rien ersetzt.

Sind Koh­len­hy­drate fül­li­ger als Eiweiß ?

Koh­len­hy­drate und Pro­te­ine ent­hal­ten unge­fähr die glei­che Anzahl von Kalo­rien pro Gramm, aber andere Fak­to­ren beein­flus­sen das Gefühl des Sät­ti­gungs­ge­fühls, wie z.B. die Art und Viel­falt der ver­zehr­ten Lebens­mit­tel, das Ess­ver­hal­ten und Umwelt­fak­to­ren, wie z.B. die Por­ti­ons­größe und die Ver­füg­bar­keit von ande­ren Nahrungsoptionen.

Das Gefühl, sich satt zu füh­len, kann von Per­son zu Per­son vari­ie­ren. Unter ande­rem kön­nen pro­te­in­rei­che Lebens­mit­tel Ihnen hel­fen, sich satt zu füh­len, und man sollte auch Boh­nen, Hül­sen­früchte, Fisch, Eier, Fleisch und andere Pro­t­e­in­nah­rung als Teil einer gesun­den, aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung in Betracht zie­hen. Aber wir soll­ten nicht zu viel von die­sen Lebens­mit­teln essen. Den­ken Sie daran, dass stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel etwa ein Drit­tel der Lebens­mit­tel aus­ma­chen soll­ten, die wir essen, und wir alle soll­ten mehr Obst und Gemüse essen.

Wie viel Koh­len­hy­drate sollte ich essen ?

Der Rat der Regie­rung für gesunde Ernäh­rung, emp­fiehlt, dass etwas mehr als ein Drit­tel Ihrer Ernäh­rung aus stär­ke­hal­ti­gen Lebens­mit­teln wie Kar­tof­feln, Brot, Reis und Nudeln bestehen sollte, und ein wei­te­res Drit­tel aus Obst und Gemüse. Das bedeu­tet, dass mehr als die Hälfte Ihrer täg­li­chen Kalo­rien­zu­fuhr aus stär­ke­hal­ti­gen Lebens­mit­teln, Obst und Gemüse stam­men sollte.

Wel­che Koh­len­hy­drate sollte ich essen ?

Es hat sich her­aus­ge­stellt, dass die meis­ten von uns mehr Bal­last­stoff- und stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel und weni­ger Süßig­kei­ten, Scho­ko­lade, Kekse, Gebäck, Kuchen und Erfri­schungs­ge­tränke mit Zusatz von Zucker essen soll­ten. Diese sind in der Regel reich an Zucker und Kalo­rien, was das Risiko von Karies erhö­hen und zur Gewichts­zu­nahme bei­tra­gen kann, wenn man sie zu oft isst und gleich­zei­tig wenig andere Nähr­stoffe zu sich nimmt.

Obst, Gemüse, Hül­sen­früchte und stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel (ins­be­son­dere Voll­korn­sor­ten) bie­ten eine brei­tere Palette von Nähr­stof­fen (wie Vit­amine und Mine­ra­lien), die unse­rer Gesund­heit zugute kom­men kön­nen. Die Bal­last­stoffe in die­sen Lebens­mit­teln kön­nen hel­fen, den Darm gesund zu hal­ten und tra­gen dazu bei, dass Sie sich satt fühlen.

Sian sagt : „Das Aus­schnei­den einer gan­zen Lebens­mit­tel­gruppe (wie z.B. stär­ke­hal­tige Lebens­mit­tel), wie sie von eini­gen Diä­ten emp­foh­len wird, könnte Ihre Gesund­heit gefähr­den, denn neben dem Aus­schnei­den der wich­tigs­ten Ener­gie­quelle des Kör­pers wür­den Sie auch lebens­wich­tige Nähr­stoffe wie B‑Vitamine, Zink und Eisen aus Ihrer Ernäh­rung entfernen”.

Wie kann ich meine Bal­last­stoff­zu­fuhr erhöhen ?

Um den Bal­last­stoff­ge­halt in Ihrer Ernäh­rung zu erhö­hen, stre­ben Sie täg­lich min­des­tens fünf Por­tio­nen einer Viel­zahl von Obst und Gemüse an, wäh­len Sie Voll­korn­sor­ten stär­ke­hal­ti­ger Lebens­mit­tel und essen Sie Kar­tof­feln mit Schale. Ver­su­chen Sie, eine durch­schnitt­li­che Auf­nahme von 30 g Bal­last­stof­fen pro Tag anzustreben.

Hier sind einige Bei­spiele für den typi­schen Bal­last­stoff­ge­halt in eini­gen gän­gi­gen Lebensmitteln

zwei Früh­stückskekse (ca. 37,5g) – 3,6g Ballaststoffe
eine Scheibe Voll­korn­brot – 2,5g (eine Scheibe Weiß­brot – 0,9g)
80g unge­kochte Voll­korn­nu­deln – 7,6g
eine mitt­lere (180g) Back­kar­tof­fel (mit Schale) – 4,7g
80g (4 gehäufte Ess­löf­fel) gekochte Boh­nen – 1,6g
80g (3 gehäufte Ess­löf­fel) gekochte Karot­ten – 2,2g
1 klei­ner Mais­kol­ben (3 gehäufte Ess­löf­fel) Zucker­mais – 2,2g
200g geba­ckene Boh­nen – 9,8g
1 mitt­lere Orange – 1,9g
1 mitt­lere Banane – 1,4g

Kön­nen Nah­rungs­mit­tel mit nied­ri­gem GI (gly­kämischer Index) mir hel­fen, Gewicht zu verlieren ?

Der Gly­kämische Index (GI) ist ein Bewer­tungs­sys­tem für koh­len­hy­drat­hal­tige Lebens­mit­tel. Es zeigt, wie schnell jedes Lebens­mit­tel den Glu­ko­se­spie­gel (Zucker) in Ihrem Blut beein­flusst. Einige Lebens­mit­tel mit nied­ri­gem GI, wie Voll­korn­pro­dukte, Obst, Gemüse, Boh­nen und Lin­sen sind Lebens­mit­tel, die wir im Rah­men einer gesun­den, aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung essen soll­ten. Die Ver­wen­dung von GI zur Ent­schei­dung, ob Lebens­mit­tel oder eine Kom­bi­na­tion von Lebens­mit­teln gesund sind oder bei der Gewichts­re­duk­tion hel­fen kön­nen, kann jedoch irre­füh­rend sein.

Obwohl Lebens­mit­tel mit nied­ri­gem GI den Blut­zu­cker­spie­gel lang­sam anstei­gen und abfal­len las­sen und Ihnen hel­fen kön­nen, sich län­ger vol­ler zu füh­len, sind nicht alle Lebens­mit­tel mit nied­ri­gem GI gesund. Bei­spiels­weise sind Was­ser­me­lone und Pas­ti­na­ken Lebens­mit­tel mit hohem GI-Wert, wäh­rend Scho­ko­la­den­ku­chen einen nied­ri­ge­ren GI-Wert hat. Auch die Koch­me­thode und das Essen von Lebens­mit­teln in Kom­bi­na­tion, als Teil einer Mahl­zeit, ändern den GI-Wert. Daher ist GI allein kein zuver­läs­si­ger Weg, um zu ent­schei­den, ob Lebens­mit­tel oder Kom­bi­na­tio­nen von Lebens­mit­teln gesund sind oder Ihnen hel­fen, Gewicht zu verlieren.

Machen Koh­len­hy­drate Sie fett ?

Jedes Essen kann sie rich­tig mäs­ten, wenn Sie zu viel essen. Ob Ihre Ernäh­rung nun fett­reich oder koh­len­hy­dratreich ist, wenn Sie weni­ger Ener­gie ver­brau­chen, als Ihr Kör­per gespei­chert hat, wer­den Sie wahr­schein­lich zuneh­men. Koh­len­hy­drate ent­hal­ten weni­ger als die Hälfte der Kalo­rien von Fett und Voll­korn-Sor­ten von stär­ke­hal­ti­gen Lebens­mit­teln sind gute Quel­len für Bal­last­stoffe. Bal­last­stoff­rei­che Lebens­mit­tel ergän­zen Ihre Mahl­zeit und hel­fen Ihnen, sich satt zu fühlen.

Aller­dings sind zucker­rei­che Lebens­mit­tel oft kalo­rien­reich und der Ver­zehr die­ser Lebens­mit­tel kann dazu bei­tra­gen, dass Sie über­ge­wich­tig werden.

Wenn Men­schen Koh­len­hy­drate aus­schnei­den und abneh­men, dann sind es nicht nur Koh­len­hy­drate, die sie aus­schnei­den, son­dern auch die kalo­rien­rei­chen Zuta­ten, die mit ihnen ver­mischt oder geges­sen wer­den, wie But­ter, Käse, Sahne, Zucker und Öl”, sagt Sian. „Zu viele Kalo­rien – ob Koh­len­hy­drate, Pro­te­ine oder Fett – tra­gen zur Gewichts­zu­nahme bei.”

Kann das nicht essen von Wei­zen mir hel­fen, Gewicht zu verlieren ?

Einige Leute ver­wei­sen auf Brot und andere Lebens­mit­tel auf Wei­zen­ba­sis als Haupt­ver­ant­wort­li­che für ihre Gewichts­zu­nahme. Wei­zen kommt in einer Viel­zahl von Lebens­mit­teln vor, von Brot, Pasta und Pizza & vie­len ande­ren Lebens­mit­teln. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass Wei­zen eher zu einer Gewichts­zu­nahme führt als jedes andere Lebensmittel.

Es sei denn, Sie haben einen dia­gnos­ti­zierte Wei­zen­all­er­gie, Wei­zen-emp­find­lich­keit oder Zölia­kie, es gibt wenig Beweise dafür, dass das nicht essen von Wei­zen und ande­ren Kör­nern aus Ihrer Ernäh­rung Ihrer Gesund­heit zugute kom­men würde. Getreide, ins­be­son­dere Voll­korn, ist ein wich­ti­ger Bestand­teil einer gesun­den, aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung. Vollkorn‑, Voll­korn- und Schwarz­brote geben uns Ener­gie und ent­hal­ten B‑Vitamine, Vit­amin E, Bal­last­stoffe und eine Viel­zahl von Mineralien.

Weiß­brot ent­hält auch eine Reihe von Vit­ami­nen und Mine­ra­lien, hat aber weni­ger Bal­last­stoffe als Vollkorn‑, Voll­korn- oder Schwarz­brot. Wenn Sie Weiß­brot bevor­zu­gen, suchen Sie nach Optio­nen mit einem höhe­re­ren Bal­last­stoff­an­teil. Auch das Getreide ist von Natur aus fettarm.

Fin­den Sie her­aus, ob das nicht essen von Brot hel­fen kann, Blä­hun­gen oder andere Ver­dau­ungs­be­schwer­den zu lindern.

Soll­ten Men­schen mit Dia­be­tes Koh­len­hy­drate vermeiden ?

Man emp­fiehlt Men­schen mit Dia­be­tes, eine gesunde, aus­ge­wo­gene Ernäh­rung zu wäh­len. Ach­ten Sie dar­auf, dass Sie nicht ganze Lebens­mit­tel­grup­pen aus­schlie­ßen. Es wird emp­foh­len, dass jeder­der Dia­be­tis hat einen erfah­re­nen Ernäh­rungs­be­ra­ter auf­sucht, um spe­zi­fi­sche Rat­schläge für seine Nah­rungs­wahl zu erhal­ten. Ihr Haus­arzt kann Sie an einen Ernäh­rungs­be­ra­ter verweisen.

Es gibt Hin­weise, die dar­auf hin­deu­ten, dass eine koh­len­hy­drat­arme Ernäh­rung kurz­fris­tig zu Gewichts­ver­lust und Ver­bes­se­run­gen der Blut­zu­cker­ein­stel­lung bei Men­schen mit Typ-2-Dia­be­tes füh­ren kann. Es ist jedoch unklar, ob die Ernäh­rung ein siche­rer und effek­ti­ver Weg ist, um Typ-2-Dia­be­tes lang­fris­tig zu kontrollieren.

Gewichts­ver­lust durch eine koh­len­hy­drat­arme Ernäh­rung kann auf eine redu­zierte Kalo­rien­zu­fuhr ins­ge­samt zurück­zu­füh­ren sein und nicht spe­zi­ell auf den Ver­zehr von weni­ger Koh­len­hy­dra­ten. Es gibt auch nicht genü­gend Beweise, um die Ver­wen­dung von Low-Carb-Diä­ten bei Men­schen mit Typ-1-Dia­be­tes zu unterstützen.

Wenn man eine koh­len­hy­drat­arme Ernäh­rung als Option in Betracht zieht, soll­ten Men­schen mit Dia­be­tes auf mög­li­che Neben­wir­kun­gen wie das Risiko einer Hypo­gly­kämie (nied­ri­ger Blut­zu­cker) hin­ge­wie­sen wer­den. Es wird wei­ter­hin emp­foh­len, dass Men­schen mit Dia­be­tes mit ihrem Ernäh­rungs­be­ra­ter über die Menge an Koh­len­hy­dra­ten sprechen.

Der beste Weg, Dia­be­tes zu bekämp­fen, ist die Ein­nahme von ver­schrie­be­nen Medi­ka­men­ten und die Auf­recht­erhal­tung eines gesun­den Lebens­stils, der viel Bewe­gung und eine aus­ge­wo­gene Ernäh­rung mit wenig gesät­tig­ten Fett­säu­ren, Salz und Zucker sowie reich an Obst und Gemüse beinhal­tet, ohne bestimmte Lebens­mit­tel­grup­pen völ­lig auszuschließen”.

Wel­che Rolle spie­len Koh­len­hy­drate beim Training ?

Koh­len­hy­drate, Fett und Eiweiß lie­fern Ener­gie, jedoch sind Sie beim Trai­ning der Mus­keln auf Koh­len­hy­drate als Haupt­brenn­stoff­quelle ange­wie­sen. Aller­dings haben Mus­keln begrenzte Koh­len­hy­drat­spei­cher (Gly­ko­gen) und müs­sen regel­mä­ßig auf­ge­füllt wer­den, um die Ener­gie auf­recht­zu­er­hal­ten. Eine koh­len­hy­drat­arme Ernäh­rung kann zu Ener­gie­man­gel wäh­rend des Trai­nings, früh­zei­ti­ger Müdig­keit und ver­zö­ger­ter Erho­lung führen.

Wann ist der beste Zeit­punkt, um Koh­len­hy­drate zu essen ?

Hier schei­den sich die Geis­ter. Denn jeder Kör­per ist anders. Wenn Sie zum Bei­spiel viel sit­zend arbei­ten, hat Ihr Kör­per einen ganz ande­ren Umsatz als bei jeman­den, der schwer kör­per­lich arbei­tet. Daher ist es am bes­ten, man lässt sei­nen Ernäh­rungs­be­ra­ter eine Ein­zel­fall­ent­schei­dung treffen.