Gym­nas­tik im Bett – Vor­be­rei­tung des Kör­pers auf den All­tag

Wie man in den Mor­gen star­ten, so ver­läuft der Rest des Tages.

Warum im Bett

Steht man schnell aus dem Bett auf, befin­den sich viele Kapil­la­ren, vor allem innere Organe und die Mus­ku­la­tur, noch in einem ent­spann­ten Zustand. Das bedeu­tet, dass Mus­keln und innere Organe ihre aktive Funk­tion in einem für sie ungüns­ti­gen Zustand begin­nen.

Ablauf

Aus­gangs­po­si­tion : Auf dem Rücken lie­gend, Beine gestreckt, Arme ent­lang des Kör­pers aus­ge­streckt. Wäh­rend der Übun­gen lang­sam und gleich­mä­ßig atmen.

Übun­gen für die Füße und Beine

Mit den Zehen kral­len, nicht mehr als 15 mal. Kurze Pause und das Kral­len wie­der­ho­len. Die Füße so weit wie mög­lich aus­stre­cken, die Innen- und Außen­kan­ten der Füße nach innen und außen bewe­gen. Mit den Füs­sen krei­sen.

Wir­kung : toni­siert die Mus­ku­la­tur und Ner­ven, hilft bei Platt­fuß, besei­tigt leichte Läh­mun­gen in den Zehen und Füßen, för­dert die Resorp­tion von Sal­zen, stärkt die Blut­ge­fäße :

Anspan­nung und Ent­span­nung der Waden- und Gesäß­mus­ku­la­tur bei gestreck­ten Bei­nen.

Wir­kung : besei­tigt venö­sen Stau, strafft Gefäße, Ner­ven, stärkt die Mus­ku­la­tur

Übun­gen für das Becken :

Das rechte Bein stre­cken, das linke Bein beu­gen / anzie­hen und dann umge­kehrt.

Wir­kung : stärkt Bauch­mus­ku­la­tur, Len­den­wir­bel­säule, Becken, ver­hin­dert das Auf­tre­ten von Leis­ten­bruch, ver­bes­sert die Durch­blu­tung im Becken, för­dert die Resorp­tion von Sal­zen

Übun­gen für die Len­den­wir­bel­säule :

Das Becken kreis­för­mig bewe­gen.

Wir­kung : strafft das Ner­ven­sys­tem, ver­bes­sert die Durch­blu­tung der Beine und inne­ren Organe, ent­spannt den Ischi­as­nervs, för­dert die Resorp­tion von Sal­zen an der Wir­bel­säule, ent­wi­ckelt Fle­xi­bi­li­tät der unte­ren Wir­bel­säule, beugt Radi­ku­li­tis vor

Übun­gen die für inne­ren Organe

Den Bauch auf­bla­sen und stark ein­zie­hen.

Wir­kung : nor­ma­li­siert die Funk­tion des Bauch­ner­ven­sys­tems, strafft den Solar­ple­xus, stärkt die Bauch­mus­ku­la­tur, för­dert die Resorp­tion von Fett­ab­la­ge­run­gen, ver­bes­sert die Durch­blu­tung aller Organe, regt die Funk­tion von Darm, Magen und ande­ren Orga­nen. Ver­bes­sert die Funk­tion der weib­li­chen Geni­ta­lien, för­dert die Auf­nahme von Sal­zen an der Wir­bel­säule

Übun­gen für die Hände

Die Fin­ger beu­gen und stre­cken, krei­sen in den Hand­ge­len­ken.

Wir­kung : toni­siert die Mus­ku­la­tur und Ner­ven, besei­tigt leichte Läh­mun­gen in den Fin­gern, för­dert die Resorp­tion von Sal­zen, stärkt die Blut­ge­fäße

Übun­gen für die Brust­wir­bel­säule

Krei­sun­gen mit den Schul­tern. Legen Sie Ihre Hände auf den Bauch und hal­ten ein­an­der, die Arme in den Ellen­bo­gen beu­gen. Die Arme wer­den im Kreis bewegt, die Schul­tern bewe­gen sich mit.

Dann die Hände auf der Brust able­gen. Den Kopf leicht von der Matratze anhe­ben und den Brust­korb so weit wie mög­lich in die Matratze drü­cken.

Wir­kung : ver­bes­sert die Durch­blu­tung der Brust­mus­ku­la­tur, ver­hin­dert Salz­ab­la­ge­run­gen in den Schul­ter­ge­len­ken, stärkt die Bauch­mus­ku­la­tur

Übun­gen für den Brust­korb

Hände hin­ter den Kopf legen, so tief wie es geht ein­at­men. Ohne aus­zu­at­men, die Mus­ku­la­tur des Brust­korbs anspan­nen und dann tief aus­at­men. Beim aus­at­men die inne­ren Organe zusam­men­drü­cken. Ein­at­men, lang­sam den Bauch stre­cken.

Wir­kung : stärkt die Brust­mus­ku­la­tur, wohl­tu­ende Aus­wir­kun­gen auf das Ner­ven- und Ver­dau­ungs­sys­tem. Mas­siert das Herz und die Bau­ch­or­gane. Ver­bes­sert die Durch­blu­tung der Lunge, lockert Ver­wach­sun­gen an der Lunge, nütz­lich bei Asthma. För­dert die Resorp­tion von Sal­zen in der Brust­wir­bel­säule. Beugt Rücken­schmer­zen vor

Übun­gen für Nacken- und Gesichts­mus­ku­la­tur

Mit geschlos­se­nen Lip­pen, den Kie­fer sen­ken und die Mus­keln des Gau­mens deh­nen. Dau­men- und Zei­ge­fin­ger umschlie­ßen die Seite der Luft­röhre und drü­cken sie leicht an die Hals­wir­bel, bewe­gen rechts und links.

Wir­kung : ver­bes­sert die Durch­blu­tung in die­sem Bereich, strafft die Haut im Gesicht

Übun­gen für Augen­li­der

Zei­ge­fin­ger oder Mit­tel­fin­ger auf die Augen­li­der leicht auf­le­gen und mit krei­sen­den Bewe­gun­gen lang­sam und sanft auf die Augen­li­der drü­cken.

Wir­kung : ver­bes­sert die Durch­blu­tung, Strafft die Haut

Übun­gen für die Nase

Durch die Nase tief ein­at­men, beim Aus­at­men die Luft in Nase und Ohren lei­ten.

Wir­kung : die Durch­blu­tung der Nase wird ver­bes­sert. Wohl­tu­ende Wir­kung auf die Durch­blu­tung von Man­deln, Kehl­kopf und Innen­ohr. Stärkt die Nasopha­ryn­ge­al­mus­ku­la­tur, schwächt das Schnar­chen. Regt das Sys­tem der endo­kri­nen Drü­sen an. Nütz­lich bei Angina, Asthma, Schnar­chen und Men­schen mit Sprach­stö­run­gen

Übun­gen für die Ohren

Zei­ge­fin­ger bede­cken die Löcher in den Ohren und schau­keln nach innen und außen, pum­pen dadurch die Luft durch die Ohren.

Wir­kung : stärkt das Trom­mel­fell, macht es elas­ti­scher

Übun­gen für den Kopf

Mas­sie­ren Sie den Kopf mit den Fin­gern, von unten nach oben. Dann, ohne den Kopf von der Matratze zu heben, zuerst das Gesicht mit einer lang­sam nach links und rechts dre­hen. Den Kopf von der Matratze anhe­ben und sen­ken.

Wir­kung : ver­bes­sert die Durch­blu­tung des Gehirns, strafft seine Gefäße, regu­liert den Blut­druck. Das Zen­trum des Gleich­ge­wichts wird gestärkt

Die Übun­gen kön­nen auch lie­gend auf der rechte und dann lin­ken Seite wie­der­holt wer­den. Nach den Übun­gen sich an die Bett­kante set­zen, die Füße auf den Boden abstel­len. Mit den Hän­den vom Fuß­rü­cken Rich­tung Ober­schen­kel auf­stei­gend aus­strei­chen..

Eine Regel­mä­ßig­keit der Durch­füh­rung soll bei­be­hal­ten wer­den. Für die Gym­nas­tik im Bett rei­chen 15 bis 20 Minu­ten. Im Anschluss fühlt sich der Kör­per wach und leicht an.