Micro­greens : Das sind die klei­nen Pflan­zen mit der Rie­sen­wir­kung

Micro­greens sind erste fri­sche Pflänz­chen aus Kei­men. Als Super­foods bie­ten sie gro­ßen Nut­zen für Genuss und Gesund­heit.

Auf unse­ren Tel­lern gibt es längst schon eine neue Rang­folge : Frü­her stan­den Steaks und Schnit­zel im Zen­trum unse­rer Ess­lust – oft als not­wen­di­ges Übel betrach­tet, war das Grün­zeug irgend­wie drum herum dra­piert. Man wusste schon, dass es gesund ist, beson­ders beliebt war es aller­dings nicht. Doch schon seit eini­ger Zeit holen Gemüse und Kräu­ter in kuli­na­ri­scher Hin­sicht gewal­tig auf – und heute wird pflanz­li­che Kost so deli­kat und abwechs­lungs­reich insze­niert, dass feh­len­des Fleisch nicht mal wei­ter auf­fällt. An vor­ders­ter Stelle unter­stützt wird die neue Lust an gesun­der Pflan­zen­kost durch Micro­greens, die zar­ten Triebe aus urge­sun­den Kei­men.

Die neue grüne Welle

Die pflanz­li­chen Winz­linge sind nicht nur beson­ders geeig­net, ver­schie­dene Gerichte optisch auf­zu­wer­ten. Auch geschmack­lich lie­fern sie aus­ge­prägte Aro­men und in ihrer Nähr­stoff­dichte sind Micro­greens rie­sen­groß. Jün­ger kön­nen Kräu­ter und Gemüse gar nicht sein – rei­cher an kon­zen­trier­ten Vit­ami­nen, Mine­ral­stof­fen und fri­schen Aro­men auch nicht.

Als die klit­ze­klei­nen Pflänz­chen von Kohl, Kresse, Brok­koli & Co., die als Erste aus der Erde ragen, gel­ten Micro­greens des­halb zurecht als die aktu­el­len Super­foods. Dabei gehö­ren die Spröss­linge mit ihren ers­ten zwei, drei Blätt­chen nicht zu den Keim­lin­gen, weil sie im Gegen­satz dazu Licht, Luft und Wärme zum Wach­sen brau­chen.

Micro­greens – die urge­sun­den Tau­send­sas­sas

Im Gegen­satz zu aus­ge­wach­se­nen Kräu­tern und Gemüse sind Micro­greens wahre Nähr­stoff­kon­zen­trate. So lie­fern bei­spiels­weise Micro­greens vom Ret­tich jede Menge Vit­amin E und vom Rot­kohl Höchst­kon­zen­tra­tio­nen an Vit­amin C. Die Keimpf­länz­chen vom Brok­koli wei­sen bis zum 50-fachen Gehalt der Anti­oxi­dans Sul­fora­phan auf als die aus­ge­wach­sene Gemü­se­pflanze.

So wer­den Micro­greens peu à peu zu den Stars in der gesun­den Fri­sche­kü­che. Als knack­fri­sche Bei­lage, als gesun­der Salat, aro­ma­ti­sches Top­ping, Mix im Smoot­hie oder ganz ein­fach auf einem fri­schen Voll­korn­brot : Als All­roun­der las­sen sich Micro­greens in der Küche beson­ders viel­sei­tig ver­wen­den.

Noch ein Plus für Micro­greens

Apro­pos viel­sei­tig ein­setz­bar : Micro­greens kön­nen über den gesam­ten Ver­lauf eines Jah­res genuss­voll ver­speist wer­den. Sie las­sen sich näm­lich voll­kom­men unpro­ble­ma­tisch im Schutz der eige­nen vier Wände eigen­hän­dig kul­ti­vie­ren. Man muss es nur aus­pro­bie­ren.