Die Prä­ven­tion von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen

Die Prä­ven­tion von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen, Behin­de­run­gen und vor­zei­ti­gem Tod umfasst eine Reihe von Maß­nah­men :

Die Schu­lung

Der Pati­ent sollte mit sei­nem Arzt die Beson­der­hei­ten sei­nes kli­nisch erkann­ten Zustands, die Tak­tik der wei­te­ren Behand­lung sei­ner Krank­heit bespre­chen und sich über die not­wen­di­gen instru­men­tel­len und labor­tech­ni­schen Tests und deren Häu­fig­keit infor­mie­ren. Der Arzt und der Pati­ent soll­ten gemein­sam einen Not­fall­plan für den Pati­en­ten ent­wi­ckeln und bespre­chen : die Ein­nahme der not­wen­di­gen Medi­ka­mente, die Vor­ge­hens­weise bei der Pflege und die Kon­takt­da­ten des nächs­ten Kran­ken­hau­ses.

Mit dem Rau­chen auf­hö­ren

Die moderne Medi­zin klas­si­fi­ziert die Tabak­a­b­hän­gig­keit nicht nur als schäd­li­che Gewohn­heit, son­dern auch als eine beson­dere „psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­rung durch Tabak­kon­sum”. Es han­delt sich um eine echte Krank­heit, die ernst­hafte Über­le­gun­gen und pro­fes­sio­nelle Betei­li­gung erfor­dert. Nur wenige Men­schen schaf­fen es, dies allein zu bewäl­ti­gen. Die Tabak­a­b­hän­gig­keit umfasst nicht nur bio­che­mi­sche Ver­än­de­run­gen im Kör­per, son­dern auch soziale und psy­cho­lo­gi­sche Abhän­gig­kei­ten. Es ist nicht ein­fach, das Ver­hal­tens­mus­ter eines Rau­chers zu ändern. Die Moti­va­tion des Pati­en­ten ist oft sta­bil und kann nur von einem Spe­zia­lis­ten ver­än­dert wer­den. Es gibt keine „sichere Dosis Tabak”, so dass der ein­zige Weg zur Gene­sung darin besteht, sich voll­stän­dig zu ent­hal­ten. Andern­falls ist die Wahr­schein­lich­keit einer Wie­der­ho­lung unter dem Ein­fluss des einen oder ande­ren Grun­des enorm. Psy­cho­lo­gi­sche Bera­tung, Hyp­no­the­ra­pie und Aku­punk­tur wer­den als Mit­tel zur nicht­me­di­zi­ni­schen Unter­stüt­zung ein­ge­setzt.
Beson­de­res Augen­merk wird auf Ernäh­rung und moto­ri­sche Akti­vi­tät gelegt. Es gibt auch Medi­ka­mente, die dem Pati­en­ten hel­fen, mit dem Rau­chen auf­zu­hö­ren, die soge­nannte Niko­tin­the­ra­pie. Her­vor­zu­he­ben ist jedoch, dass aku­ter Myo­kard­in­farkt und insta­bile Angina sowie Hirn­schlag rela­tive Kon­tra­in­di­ka­tio­nen für den Ein­satz die­ser Medi­ka­mente sind. In jedem Fall sollte die Ver­schrei­bung von Medi­ka­men­ten mit dem Fach­arzt und Kar­dio­lo­gen unter Beob­ach­tung des Pati­en­ten bespro­chen wer­den.

Die Kör­per­li­che Akti­vi­tät

Der Pati­ent sollte über die Wich­tig­keit der kör­per­li­cher Akti­vi­tät infor­miert wer­den. Es wird emp­foh­len, in Abspra­che mit dem Arzt eine halbe Stunde am Tag im durch­schnitt­li­chen (mäßi­gen, d.h. nicht unan­ge­neh­men) Tempo zu gehen.

Die Ver­bes­se­rung vom Cho­le­ste­rin­stoff­wech­sels

Es ist wich­tig, Kom­pli­ka­tio­nen zu ver­mei­den. Zusam­men mit der Kor­rek­tur der Ernäh­rung sind weit ver­brei­tete hypo­li­pi­de­mi­sche Medi­ka­mente – Sta­tine : Rosuva­s­ta­tin, Sim­va­s­ta­tin, Ator­va­s­ta­tin.

Die Sta­bi­li­sie­rung vom Blut­druck

Blut­hoch­druck sollte sorg­fäl­tig kon­trol­liert wer­den. Sein Wert sollte wäh­rend der Behand­lung weni­ger als 14090 mmHg betra­gen.

Die Behand­lung von Dia­be­tes Mel­li­tus

Die moderne Medi­zin berück­sich­tigt nicht nur den Blut­zu­cker­spie­gel des Pati­en­ten, son­dern auch den Soll­wert von gly­kier­tem Hämo­glo­bin.

Eine beson­dere Stufe in der Prä­ven­tion von Herz­er­kran­kun­gen ist die jähr­li­che Grip­pe­imp­fung.
Es wird drin­gend emp­foh­len für alle, die einen Herz­in­farkt hat­ten, beson­ders für ältere Pati­en­ten, es sei denn, es gibt Kon­tra­in­di­ka­tio­nen.