Was ist eine Aneu­rysma

Eine Aneu­rysma ist eine patho­lo­gi­sche Gefäß­wand­deh­nung, die in der Regel durch Athe­ro­skle­rose (dege­ne­ra­tive arte­ri­elle Ver­än­de­rung), arte­ri­elle Hyper­to­nie oder chro­ni­sche Infek­tio­nen ver­ur­sacht wird. Ein Aneu­rysma kann jede Arte­rie im Kör­per betref­fen, aber meis­tens betrifft es die Aorta. Diese Erkran­kung ist sehr gefähr­lich, da sie zu Gefäß­ris­sen und inneren/​äußeren Blu­tun­gen füh­ren kann. Gefäß- und arte­ri­elle Aneu­rysma ist eine häu­fige Erkran­kung.

Wie wird eine Aneu­rysma dia­gnos­ti­ziert

Die Pati­en­ten wer­den einer umfas­sen­den Unter­su­chung unter­zo­gen, bevor eine Aneu­rys­me­n­be­hand­lung durch­ge­führt wird. Die genauen Ergeb­nisse der Dia­gnose ermög­li­chen nicht nur eine genaue Dia­gnose, son­dern auch die Wahl des opti­ma­len The­ra­pie­ver­laufs. Es sei denn, es ist ein Not­fall, dann muss sofort gehan­delt wer­den.
Die Dia­gnose geschieht durch Unter­su­chun­gen von Gefäß­chir­ur­gen und Kar­dio­lo­gen. All­ge­meine und bio­che­mi­sche Blut­ana­lyse, Bestim­mung von Elek­tro­lyt­ge­halt und Gerin­nungs­ra­ten, ein Dopp­ler-Scan­ning des Gefäß­net­zes, EKG und ECHO – Kar­dio­gramm, Rönt­gen­auf­nahme vom Herz und Gefä­ßen mit Kon­trast­mit­tel, die Com­pu­te­r­an­gio­gra­phie und Anwen­dung von Dia­gno­se­ver­fah­ren wie MRT und PET, gehö­ren zur Dia­gnos­tik.
Nur eine sorg­fäl­tig durch­ge­führte, umfas­sende und zeit­nahe Dia­gnos­tik ist der Schlüs­sel zur erfolg­rei­chen Behand­lung des Aneu­rys­mas.

Die Behand­lung von einer Aneu­rysma

Die Ent­wick­lung die­ses patho­lo­gi­schen Pro­zes­ses ist irrever­si­bel und wird nicht all­mäh­lich klei­ner, so dass es not­wen­dig ist, sofort mit der The­ra­pie zu begin­nen. Zu die­sem Zweck wen­den die Ärzte die medi­ka­men­töse The­ra­pie und den ope­ra­tive Ein­griff an.

Die medi­ka­men­töse The­ra­pie

Bei der Dia­gnose eines Aneu­rys­mas emp­feh­len die Ärzte Sie nicht immer eine Ope­ra­tion. In vie­ler­lei Hin­sicht wird die Wahl der Behand­lungs­me­thode durch die Größe des Aneu­rys­mas selbst und seine Loka­li­sa­tion sowie die Dyna­mik sei­nes Wachs­tums und sei­ner Ver­än­de­run­gen bestimmt. Es wird nur dann auf die Ope­ra­tion zurück­ge­grif­fen, wenn die Größe des Aneu­rys­mas mehr als 4 cm beträgt. Oder sie wächst, wächst zu schnell, wird immer grö­ßer und wird pro Jahr 1 Zen­ti­me­ter oder mehr grö­ßer.
Ist der betrof­fene Bereich unbe­deu­tend und die Wachs­tums­dy­na­mik zufrie­den­stel­lend, wird der Pati­ent erst­mals regel­mä­ßig von den Ärz­ten unter­sucht. Dar­über hin­aus ver­schrei­ben die Ärzte Medi­ka­men­ten, um Kom­pli­ka­tio­nen für den Pati­en­ten zu ver­mei­den.
Sie alle tra­gen dazu bei, den rich­ti­gen Blut­fluss und den schäd­li­chen Cho­le­ste­rin­spie­gel stän­dig zu kon­trol­lie­ren und auf­recht­zu­er­hal­ten und so das Wachs­tum und die Ent­wick­lung der Patho­lo­gie zu ver­lang­sa­men.

Der ope­ra­tive Ein­griff

Die chir­ur­gi­sche Behand­lung eines Aneu­rys­mas wird als The­ra­pie­me­thode von Ärz­ten durch­ge­führt, wenn die Größe der patho­lo­gi­schen Stelle 4 cm über­schrei­tet. Dann grei­fen die Ärzte auf chir­ur­gi­schen Ein­griffe zurück. Wel­ches Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren die Ärzte aus­wäh­len hängt von der Berück­sich­ti­gung der Beson­der­hei­ten der Patho­lo­gie selbst, des All­ge­mein­zu­stan­des des Pati­en­ten und ande­rer prä­dis­po­nie­ren­der Fak­to­ren der Patho­lo­gie.

Die Resek­tion

Unter Resek­tion ver­steht man die voll­stän­dige Ent­fer­nung der Aneu­rysma selbst und die anschlie­ßende Naht der Defekte an den Gefäß­wän­den selbst.

Das Zunä­hen des Ris­ses

Ermög­licht es den Ärz­ten, den Zustand der betrof­fe­nen Gefäße durch Nähte zu ver­bes­sern.

Die Ver­stär­kung der Gefäß­wand

Wenn die Ent­schei­dung getrof­fen wird, die Wände an der Stelle der Ent­wick­lung des Aneu­rys­mas zu ver­stär­ken, ver­wen­den die Ärzte Poly­mer­zu­sam­men­set­zun­gen, die als Film auf das Gefäß auf­ge­bracht wer­den.

Die Bal­lon – Angio­plas­tie

Unter der Rönt­gen­kon­trolle wird in das Gefäß ein Zylin­der ein­ge­fü­frt, der die ver­engte Stelle des Gefä­ßes erwei­tert. Diese Ope­ra­tion wird mit dem Sten­ting des betrof­fe­nen Bereichs der Aorta kom­bi­niert, sie ver­stärkt die Wände der Gefäße.

Der aorto – koro­na­rer Bypass

Die patho­lo­gi­sche Stelle wird durch ein Trans­plan­tat ersetzt oder die betrof­fene Stelle wird durch ein Trans­plan­tat ersetzt, mit dem der Blut­fluss um den betrof­fe­nen Bereich herum gesteu­ert wer­den kann.

Die Ope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten

Die Ope­ra­tion im Rah­men der Behand­lung von Aor­ten- und Gefäßaneu­rysma kann offen oder mini­mal-inva­siv sein.

Das offene Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren

So machen Ärzte im geöff­ne­ten Zustand einen gro­ßen Schnitt, um die Aor­ten­re­gion bes­ser zu errei­chen. Um das Blut des Pati­en­ten wei­ter zir­ku­lie­ren zu las­sen, ist es erfor­der­lich, den Pati­en­ten an das Sys­tem der künst­li­chen Lun­gen­ven­ti­la­tion und des Blut­kreis­laufs anzu­schlie­ßen. Die betrof­fene Aorta wird ent­fernt und die Enden des Gefä­ßes wer­den mit spe­zi­el­len Fäden ver­näht.

Das mini­mal – inva­si­ven Ope­ra­ti­ons­ver­fah­ren

Bei der mini­mal-inva­si­ven Aneu­rys­me­n­the­ra­pie wen­den Ärzte oft die Methode der Plat­zie­rung im betrof­fe­nen Bereich eines Sten­tes an. Das Aneu­rysma selbst wird nicht ent­fernt, das Trans­plan­tat selbst wird über die Blut­bahn und ohne anschlie­ßende Ent­fer­nung in den betrof­fe­nen Bereich inji­ziert. Für die Fein­hei­ten der Chir­ur­gie ver­wen­den die Ärzte Ultra­schall und Rönt­gen­strah­len.