Die patho­lo­gisch – ana­to­mi­sche Ver­än­de­run­gen beim Mor­bus Crohn

Es sind signi­fi­kante Ver­di­ckung der betrof­fe­nen Darm­wand mit trans­mu­ra­len Ent­zün­dun­gen, die ver­grö­ßerte mesen­te­riale Lymph­kno­ten und die fokale Gra­nu­lome. Wei­ter­hin sind es tief ver­drehte und lineare Geschwüre manch­mal mit Fis­tel­bil­dung, sekun­däre Struk­tu­ren bei Nar­ben­bil­dung und Ver­än­de­rung der nor­ma­len und betrof­fe­nen Schleim­haut­be­rei­chen.

Kli­nik und Kom­pli­ka­tio­nen

Die Mor­bus Crohn ent­wi­ckelt sich in der Regel all­mäh­lich, die kli­ni­sche Sym­pto­ma­tik nimmt über Wochen und sogar Monate zu, aber manch­mal erfolgt die Ent­wick­lung der Krank­heit in Form eines Schu­bes und beginnt mit einem Mega­ko­lon.

Die kli­ni­sche Sym­pto­ma­tik bei Mor­bus Crohn hängt von der ana­to­mi­schen Loka­li­sa­tion und Akti­vi­tät des patho­lo­gi­schen Pro­zes­ses sowie vom Auf­tre­ten von Kom­pli­ka­tio­nen ab.

Kli­ni­sche Mani­fes­ta­tio­nen der Mor­bus Crohn

Die fol­gen­den kli­ni­schen Mani­fes­ta­tio­nen sind cha­rak­te­ris­tisch für die Ver­schlim­me­rung des Mor­bus Crohn. Dazu zäh­len die Bauch­schmer­zen, meist koli­kar­tig, vor allem im Unter­bauch, oft nach den Mahl­zei­ten, da der Pro­zess obstruk­tiv ist. Bauch­schmer­zen in Bezug auf Loka­li­sa­tion und Inten­si­tät kön­nen Appen­di­zi­tis oder Ilei­tis ähneln, aber eine sorg­fäl­tige Unter­su­chung der Vor­ge­schichte der Erkran­kung erlaubt es , Sym­ptome vor die­ser Peri­ode der Erkran­kung zu iden­ti­fi­zie­ren und eine Dif­fe­ren­ti­al­dia­gnose zu stel­len. Wei­ter hin sind es der Durch­fall, die Ano­re­xie und Gewichts­ab­nahme. Die Mor­bus Crohn führt oft zu einer Gewichts­ab­nahme durch Durch­fall und Ano­re­xie, aber in eini­gen Fäl­len kann der Ver­lust des Kör­per­ge­wichts nur auf eine Ano­re­xie zurück­ge­führt wer­den, ohne beglei­tende Durch­fall­erkran­kun­gen und Bauch­schmer­zen, das Fie­ber und ein all­ge­mei­nes Unwohl­sein.

Das Fie­ber, die Ano­re­xie, die Schwä­che, die Lethar­gie und die Müdig­keit sind typisch für das aktive Sta­dium der Krank­heit.

Beson­der­hei­ten

Beson­der­hei­ten des kli­ni­schen Bil­des des Mor­bus Crohn bei unter­schied­li­cher Loka­li­sa­tion des patho­lo­gi­schen Pro­zes­ses

Meis­tens ist bei Mor­bus Crohn der patho­lo­gi­sche Pro­zess im dista­len Teil des Beckens und im Anfangs­teil des Dick­darms loka­li­siert, der Rest der Pati­en­ten hat in der Regel nur einen Dünn­darm oder nur eine kolo­ni­sierte Erkran­kung. Eine peri­anale Loka­li­sa­tion des patho­lo­gi­schen Pro­zes­ses ist mög­lich. Eine dünne intes­ti­nale Loka­li­sa­tion des patho­lo­gi­schen Pro­zes­ses, die Dick­darm­lo­ka­li­sa­tion des patho­lo­gi­schen Pro­zes­ses, die Peri­anale Loka­li­sa­tion des patho­lo­gi­schen Pro­zesse, die Extrain­tes­ti­nale Mani­fes­ta­tio­nen des Mor­bus Crohn

Die Akti­vi­tät des Krank­heits­bil­des

Die zuver­läs­sige Bestim­mung der Mor­bus Crohn ist auf­grund der Hete­ro­ge­ni­tät der Loka­li­sa­tion der Läsion und des Auf­tre­tens von Kom­pli­ka­tio­nen schwie­rig. Es gibt kein ein­zi­ges Sym­ptom, mit dem die Akti­vi­tät des Mor­bus Crohn zuver­läs­sig bestimmt wer­den kann.

Die Dia­gnos­tik

Die Dia­gnose des Mor­bus Crohn basiert auf einer Kom­bi­na­tion von endo­sko­pi­schen, radio­lo­gi­schen und mor­pho­lo­gi­schen Daten, die auf das Vor­han­den­sein von foka­len, asym­me­tri­schen, trans­mu­ra­len und gra­nu­lo­ma­tö­sen Ent­zün­dun­gen hin­wei­sen.

Die Ziele der Dia­gnose

Die Ziele der Dia­gnose sind eine Über­prü­fung der Dia­gnose, die Bestim­mung der Loka­li­sa­tion des patho­lo­gi­schen Pro­zes­ses und eine Recht­zei­tige Erken­nung von Kom­pli­ka­tio­nen.