Die Diät-The­ra­pie

Die meis­ten Pati­en­ten fol­gen mög­li­cher­weise kei­ner spe­zi­el­len Diät, mit Aus­nahme von Lebens­mit­teln, die Durch­fall und Ver­dau­ungs­stö­run­gen verstärken.

Viele Pati­en­ten stel­len fest, dass die Redu­zie­rung von dem Gemüse und ande­ren Lebens­mit­teln mit gro­ben Bal­last­stof­fen die Schmer­zen lin­dert, ins­be­son­dere bei einer fei­nen Darm­lo­ka­li­sa­tion des Pro­zes­ses. Das Wich­tigste ist, eine ange­mes­sene Ernäh­rung für Kin­der und Jugend­li­che zu wäh­len, um eine nor­male geis­tige und kör­per­li­che Ent­wick­lung zu gewährleisten.

Im Falle einer Darm­ob­struk­tion und eines extrem schwe­ren Zustands des Pati­en­ten wird eine par­en­te­rale Ernäh­rung ver­schrie­ben. Es wird auch indi­ziert, wenn eine ente­rale Ernäh­rung nicht mög­lich ist.

Die Ernäh­rungs­be­ra­tung bei Mor­bus Crohn

Ein über­mä­ßi­ger Kon­sum von Zucker kann eine der Ursa­chen für Exazer­ba­tio­nen und Mor­bus Crohn sein.

Um Durch­fall zu ver­mei­den, sollte bei ent­spre­chen­der The­ra­pie eine Lac­tose freie Ernäh­rung aus­ge­spro­chen werden.

Um die mit der Ope­ra­tion ver­bun­de­nen Ess­stö­run­gen zu besei­ti­gen, ist die Über­tra­gung des Pati­en­ten auf die par­en­te­rale Ernäh­rung gerechtfertigt.

Eine zusätz­li­che ente­rale Ernäh­rung wäre ange­bracht, um den Ver­lust von Flüs­sig­keit, Spu­ren­ele­men­ten und Mine­ra­lien wie­der­her­zu­stel­len. Eine fett­arme Ernäh­rung ist empfehlenswert.

Im Falle einer Ver­schlim­me­rung der Erkran­kung, die nicht mit Ste­ro­iden behan­delt wer­den kann, wird die wich­tigste zusätz­li­che ente­rale Ernäh­rung ver­schrie­ben. Die Ami­no­säu­re­lö­sun­gen kön­nen über die naso­gas­tri­sche Sonde inji­ziert wer­den, da ihre Auf­nahme auf­grund der schlech­ten Ver­träg­lich­keit schwie­rig ist.

Die spe­zi­fi­sche Nähr­stoff­de­fi­zite wie Eisen, Fol­säure, fett­lös­li­che Vit­amine und Zink wer­den durch die Ver­schrei­bung geeig­ne­ter Medi­ka­mente oder Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel aufgefüllt.

Die ope­ra­tive Behandlung

Die Resek­tion, mit Aus­nahme der tota­len Kolek­to­mie mit Ile­os­to­mie, führt sel­ten zu einer Hei­lung. Aller­dings ist bei etwa 23 der Pati­en­ten eine Ope­ra­tion erfor­der­lich, um schwere Blu­tun­gen, Darm­per­fo­ra­tion, Darm­ob­struk­tion, Abszesse und ful­mi­nante Erkran­kun­gen zu lin­dern. Die häu­figs­ten Indi­ka­tio­nen für eine Ope­ra­tion sind die refrak­täre Form der Erkran­kung oder die schwe­ren Neben­wir­kun­gen der Therapie.

Wenn die aktive The­ra­pie in schwe­ren Fäl­len 7 – 10 Tage lang nicht wirk­sam ist, sollte ein erfah­re­ner Chir­urg kon­sul­tiert werden.

Ein recht­zei­ti­ger chir­ur­gi­scher Ein­griff ist uner­läss­lich, da sich die Lebens­qua­li­tät der Pati­en­ten in der Regel nach einer Resek­tion oder Stric­turo­plas­tik schnell erholt und eine Erhal­tungs­the­ra­pie das Risiko eines Rück­falls verhindert.

Die Indi­ka­tio­nen für eine chir­ur­gi­sche Behand­lung rich­ten sich nach dem Schwe­re­grad der Crohn-Symptome

Zu den abso­lu­ten Indi­ka­tio­nen gehö­ren der Darm­ver­schluss durch Strik­tu­ren, unab­hän­gig von ihrer Schwere. Die Kom­pli­ka­tio­nen wie die Fis­teln, die Abszesse und die Per­fo­ra­tion sind auch Indi­ka­tio­nen für einen chir­ur­gi­schen Ein­griff. Die Inef­fek­ti­vi­tät einer adäqua­ten medi­ka­men­tö­sen Behand­lung befür­wor­tet eine Operation.