Warum Bewe­gung so wich­tig ist : Das Pro­blem

Auch wenn viel­leicht viele Men­schen es schon nicht mehr lesen und hören wol­len. Eine Viel­zahl von Pro­ble­men der heu­ti­gen gesund­heit­li­chen Situa­tion vie­ler Men­schen ist auf annä­hernd die glei­chen Fak­to­ren zurück­zu­füh­ren.

Der Mensch isst viel, sitzt viel und bewegt sich kaum. Im All­tag wer­den acht bis neun Stun­den auf Arbeit geses­sen. Nach Fei­er­abend Zuhause ange­kom­men, wird erst­mal auf der Couch Platz genom­men. Die­ser all­täg­li­che, bewe­gungs­arme Trott ist abso­lut ungüns­tig für den gesam­ten mensch­li­chen Orga­nis­mus.

Neuste Erkennt­nisse

For­scher der Medi­zi­ni­schen Hoch­schule Han­no­ver konn­ten bele­gen, was rein bio­lo­gisch im mensch­li­chen Kör­per pas­siert, wenn er regel­mä­ßig durch sport­li­che Akti­vi­tä­ten bewegt wird. Es konnte bereits nach sechs Mona­ten nach­ge­wie­sen wer­den, dass das bio­lo­gi­sche Alter um bis zum 15 Jahre gesenkt wer­den kann, wenn täg­lich min­des­tens 30 Minu­ten Sport getrie­ben wird.

Außer­dem bestehen Erkennt­nisse dar­über, dass die Arbeit der Mus­ku­la­tur die Akti­vi­tät der mensch­li­chen Gene posi­tiv beein­flus­sen kann. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass Gene durch Bewe­gung und Sport akti­ver wer­den, und somit den Orga­nis­mus sogar vor schwe­rere Erkran­kun­gen, wie Krebs­lei­den, schüt­zen kön­nen.

Sport macht mobil

Sport und Bewe­gung erhält nicht nur die Mobi­li­tät alter und hoch­be­tag­ter Men­schen, son­dern aller Alters­grup­pen. Wer Sport treibt fühlt sich im All­ge­mei­nen woh­ler, ist geis­tig akti­ver und kör­per­lich fit. Die kör­per­li­chen Kräfte neh­men zu und wer­den akti­viert. Die Gleich­ge­wichts­be­herr­schung und Beweg­lich­keit wird ver­bes­sert. Es ist belegt, dass bei Men­schen, die sich regel­mä­ßig bewe­gen und Sport trei­ben, das Risiko zu stür­zen, deut­lich abge­senkt wird.

Gut für die Psy­che

Bewe­gung hat auch eine erwie­sene, posi­tive Wir­kung auf die Psy­che des Men­schen. Sie kann Ängste ver­trei­ben und die Stim­mungs­lage deut­lich ver­bes­sern. Damit wird wie­derum der Rück­zug aus der Gemein­schaft, von Freun­den und Bekann­ten ver­mie­den, der häu­fig mit depres­si­ven Stim­mungs­la­gen ein­her­geht.

Was tun ?

Um die Mobi­li­tät zu erhal­ten, wer­den Bewe­gung und Sport im All­ge­mei­nen fünf­mal die Woche jeweils für 30 Minu­ten emp­foh­len. Auch die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) emp­fiehlt 150 Minu­ten mode­ra­ten Sport pro Woche. Dabei soll­ten Kraft, Aus­dauer und Beweg­lich­keit im Fokus ste­hen.

Nun muss diese Zeit für Sport auch geplant wer­den und ein fes­ter Bestand­teil des All­ta­ges wer­den. Dabei müs­sen Prio­ri­tä­ten häu­fig ver­scho­ben wer­den. Erst wenn Sport und Bewe­gung vor vie­len ande­ren Ange­le­gen­hei­ten, Ver­rich­tun­gen und Tätig­kei­ten ste­hen, wird es nach­hal­tig zu posi­ti­ven Ver­än­de­run­gen des Wohl­be­fin­dens, der Gesund­heit und der Mobi­li­tät füh­ren.

Zusam­men­fas­sung

Mobi­li­tät ist letzt­end­lich die Frei­heit und Selbst­stän­dig­keit sich unge­hin­dert fort­zu­be­we­gen und zu ent­fal­ten. Dies ist kei­nes­falls selbst­ver­ständ­lich. Nur mit Bewe­gung und sport­li­chen Betä­ti­gun­gen als unver­zicht­bare Bestand­teile einer gesun­den Lebens­weise, blei­ben Mobi­li­tät und somit auch Kör­per und Geist erhal­ten.

Mobi­li­tät zu för­dern und zu erhal­ten, ist nicht an ein bestimm­tes Alter oder Geschlecht gebun­den, son­dern betrifft jeden – ob Kin­der, junge Erwach­sene, ältere oder pfle­ge­be­dürf­tige Men­schen. Ist regel­mä­ßige Bewe­gung erst ein­mal Teil des All­ta­ges und des Lebens gewor­den, bestehen gute Aus­sich­ten mobil alt und älter zu wer­den.

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